Einsatz in vier Wänden: Polizei löst mal wieder Konzert auf.

  • Polizisten haben in Brandenburg an der Havel am Sonntagmorgen ein Konzert mit mehreren hundert Anhängern aus der rechten Szene aufgelöst. Die Beamten hatten am Samstagabend erfahren, dass das Skinhead-Konzert auf dem ehemaligen Flugplatz Briest organisiert werden sollte. Um das Treffen zu verhindern, waren mehr als 300 Beamte aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin im Einsatz, teilte die Polizei mit. Am Morgen wurde die Veranstaltung aufgelöst. Polizisten erteilten Platzverweise und überprüften die Personalien vieler Teilnehmer, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren. Es gab keine Festnahmen.


    Quelle: dpa

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Gerad3e bei Myspace bekommen.


    Eine als kleine Geburtstagsfeier mit 30 Menschen getarnte Feier auf dem Flugplatz Briest entpuppte sich als waschechtes Nazi-Konzert mit rund 700 Teilnehmern aus allen Teilen Deutschlands. Bereits am heutigen Nachmittag sammelten sich die ersten Skinheads auf dem Flugplatzgelände, eine vom Platzwart verbreitete Schätzung ging zunächst von rund 100 Leuten aus. "Wir wurden durch eine andere Dienststelle informiert, da haben wir uns das genauer angesehen", sagt Polizeisprecher Torsten Ringel. Was dann folgte war eine Rundumalarmierung aller verfügbaren Einsatzkräfte: Neben 3 Hundertschaften aus drei Bundesländern waren 13 Hundeführer, Bereitschaftspolizei, Räumpanzer und zwei Hubschrauber mit Wärmebildkameras vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt trat in der Feuer- und Rettungswache ein weiterer Krisenstab (Stadtchefin Dietlind Tiemann, Bürgermeister Steffen Scheller, Feuerwehrchef Detlev Wolf und weitere Org- und Einsatzleiter) zusammen. Als eine der ersten Maßnahmen wurde von diesem die Aufstockung der Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr verfügt, u.a. waren drei zusätzliche RTW und vier zusätzliche KTW von Ehrenamtlern besetzt. Polizei-Vize-Schutzbereichsleiter Andreas Backhoff ließ derweil die Einsatzkräfte das Briester Flugplatzgelände umstellen. "Die Veranstaltung ist nicht angemeldet, wir reagieren. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder die Teilnehmer verlassen das Gelände oder wir räumen.


    "


    Die Befürchtung der Einsatzkräfte: Eine Eskalation der Situation. Ein Polizist erklärt die Devise: "Wenn die Verhandlungsführer der Aufforderung der Polizei zur Räumung nicht folgt, ziehen wir uns zurück und warten auf Verstärkung." Denn zahlenmäßig waren die rund 400 Beamten den Konzertteilnehmern hoffnungslos unterlegen.




    Gegen 3 Uhr entspannte sich die Lage zumindest ein wenig: Immer mehr der Besucher verließen das Gelände; wieviele Teilnehmer sich noch vor Ort in der Halle aufhalten ist ungewiss - ebenso ob es Widerstände gab. Von jedem Abfahrenden notierte die Polizei persönliche Daten und prüfte ob eventuelle Fahndungen vorlagen. Auffällig: Selbst bei den glatt geschorensten Skinheads darfs beim Auto Multikulti sein: Neben 7er BMW, protzigem Mercedes oder neuem Audi waren auch Mazda und Suzuki stark vertreten. Die Besucher kamen aus allen Teilen Deutschlands. Kennzeichen gabs von Nord- oder Ostsee-Küste, Bayern oder dem Saarland. Ziemlich ähnlich waren dagegen die Heckscheibenaufkleber in zackiger Runenschrift.

  • Lasst euren Körper vergessen, was tierische Produkte sind - euren Verstand aber nicht.

  • Zitat von "Wardog"

    Räumpanzer? Also einen an der Waffel haben die nicht oder so?


    Eine Atombombe war gerade nicht verfügbar...


    Bester Gruss
    RockNORD-Redax

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Naja, in letzter Zeit gab es ja auch mal Widerstand, wenn die DDR-Beta-Schützer Versammlungen auflösen wollten.
    Was mich wundert, ist, dass die Stasi das nicht vorher mitbekommen hat, oder wollte.

    "Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluß von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen."


    Friedrich Engels (1820 - 1895)

  • Zitat von "SelbstSchutz"

    Naja, in letzter Zeit gab es ja auch mal Widerstand, wenn die DDR-Beta-Schützer Versammlungen auflösen wollten.


    Kann schon sein, aber wollen die mit ihrer Schneeschippe 300 Leute über den Haufen fahren? Habe auch schon einige Male den Knüppel abbekommen oder einen Liter Tränengas aber einem Räumpanzer stand ich noch nie gegenüber. Total überzogen!


    Denn sie fürchten uns, uns und unser freies Wort.

  • Zitat von "Wardog"

    Kann schon sein, aber wollen die mit ihrer Schneeschippe 300 Leute über den Haufen fahren? Habe auch schon einige Male den Knüppel abbekommen oder einen Liter Tränengas aber einem Räumpanzer stand ich noch nie gegenüber. Total überzogen!


    Denn sie fürchten uns, uns und unser freies Wort.


    Ich auch nicht.
    Ich denke mal, der war für Barrikaden gedacht, wie sie wohl schon bei ähnlichen Situation errichtet wurden. Zumindest die Türen wurden verrammelt und dergleichen. Wie das Regime solche Einsätze rechtfertigt, wird wohl eine unbeantwortete Frage bleiben.
    Zumindest Kinderficker und Drogenhändler haben sich gefreut, scheint man an ihnen wohl kaum noch Interesse zu zeigen seitens des Regimes.


    P.s.: Die neue Drogenstatistik warnt vor verstärktem Alkiholmissbrauch vor allem bei den unter 15-Jährigen. Erstmals sind genauso viele Mädchen betroffen wie Jungen! Wer schützt noch unsere Kinder, wenn das System Geister jagd?

    "Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluß von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen."


    Friedrich Engels (1820 - 1895)

  • Ich habe schon schlimmere Sachen nach Konzerten feststellen müssen. Das schlimmste war aber sicher nach einen Konzert in der Nähe von Prenzlau. Nach dem die meisten Besucher gegangen waren und sich nur noch die Veranstalter und ein paar Untzerstützer im Privatbesitz befindeten Club aufbarrikadierten, wurde einfach die ordliche Freiwillige Feuerwehr zum Ort des geschehen geordert und mit C-Schläuchen der Innenraum bearbeitet. Wohlbemerkt war es zu diesen Zeitpunkt schon eisiger Winter. Ich selber konnte nur zuschauen, da mein Auto von den Wannen eingeparkt war und meine Mitfahrer zum Glück schon schliefen.
    Als ich danach die Feuerwehrleute darauf ansprach, meinten sie das sie den Befehl vom Bürhgermeister bekommen haben.
    Lustiger war aber eine Konzertauflösung, wo etwa 50 Polizei-Fahrzeuge am Start waren und genausoviel Polizisten. Wollten damit scheinbar Stärke demnonstieren. Mehr als ein Lächeln gab es für diese Aktion jedoch nicht.
    Es gab natürlcih auch Konzerte die Sonntag nachmittag mitten in der Pampa stattfanden und trotzdem von den damals Grünen gefunden und aufgelöst wurden. Aber das beweißt auch mal wieder wie übersichtlich unsere Szene ist und wieviele freiwillige Mitarbeiter sich darin tummeln.

  • Frühmorgens sollte es losgehen - aber es wurde immer später und später. Bis man mal alles unter Dach und Fach hat als alter Mann :-) Aber immerhin schaffte man es doch noch zügiger auf die Reichsautobahn als die 2. Crew, die noch heftig am trödeln war. Das sollte sich später rächen....


    Ereignisslose 5 Stunden später war man am TP und konnte nach kurzem Warten als einer der ersten die Wegbeschreibung ergattern. Diese stellte den nicht ortsansässigen Kameraden auf eine harte Probe. Zeitweise verabschiedete sich das Navi mit der Meldung "Keine geteerten Straßen in der Nähe", dann ging das Handy auf "Kein Netz verfügbar"...na klasse...und das mitten im Wald, keine menschlichen Siedlungen, keine Autos, kein Licht - NIX!!!


    Da schoß mir durch den Kopf - gibt es nicht Wölfe in Brandenburg :-) Wollte schon Feuerholz suchen um die Bestien auf Abstand zu halten... Aber als alter Pfadfinder fand man dann doch noch den Ort des Geschehens. Ein altes Gelände (wie wir inzwischen Wissen ein Flughafen) war der Ort des Geschehens. Recht wildes Ambiente. Aber schön hergerichtet mit Tarnnetzen, eine Bar und einen kleinen Verkaufsraum. Unkosten waren sehr fair.


    Viele Leute waren noch nicht da - dies blieb auch noch eine Weile so. Die 2. Crew rief dann verzweifelt an, die Bullen machen dicht und lassen keinen mehr durch. Mist, mistiger Saumist, verfluchter.,.. da hieß dann die Parole "Durchhalten und belagern". Nach knappen eineinhalb Stunden war dann Entwarnung. Vor der Sperre standen ca. 250 Kameraden und die brandenburgischen Cops waren überfordert - wie damals zu Pößneck :-)


    Also öffnete sich ein 2 Mal die Grenze und der freie Reiseverkehr war wieder gesichert. Nun füllte sich die Halle sehr schnell und die sehr kühlen Temperaturen sollten angesichts der neu hinzugekommenen "menschlichen Heizkörper" bald auf ein erträgliches Niveau steigern. Aber kalt wars trotzdem. Saukalt!!! Unglaublicherweise gab es hier trotzdem die Wahnsinnigen die Oberkörperfrei durch die Gegend liefen. Puh . da stellen sich mir die Haare.


    Sehr lustig der Bericht der 2. BElegschaft aus heimischen GAien. Als die Sperre endlich aufging wurde kontrolliert, aber nicht die Ausweise, oder die Nummernschilder - es wurden auch keine Waffen und CDs gesucht. Nein, viel besser. Es wurden die weiblichen Besucher gezählt!!! Das lief laut Erzählungen folgendermaßen ab: Auto fährt vor, Oberbulle schaut rein und zählt, der der schreiben konnte hat dann notiert "3 männliche Personen und 1 weibliche" - "bitte weiterfahren". Unglaublich aber wahr. Auf Nachfrage zuckte man mit den Schultern, sei ein Befehl von oben - wohl zu statistischen Zwecken.


    Na da sind wir ja froh das es kein Befehl zur standesrechtlichen Erschiessung war.Befehl ist ja Befehl - gelle???? Nun konnte man die bekannten Gesichter begrüßen und dann startete auch die Musik durch. Draußen war es soweit ruhig. Halbwegs zumindest, den das Land Brandenburg nahm zeitweilig den Flugverkehr wieder auf und so kreisten die Polizeihubschrauber im Tiefflug um die Halle. Warum die Wärmebildkameras hatten? Hmmmmm, - vielleicht um die Körpertemperaturen der Anwesenden zu überprüfen und sich gegebenenfalls mit waremen warme Decken und Kaffee abzuseilen???? Wer weiß....


    Das Konzert nahm seinen Lauf und war auch sehr lustig. Die Bands waren ja auch erste Sahne. Vor ca. 700 Zuschauern ging flott die Post ab. Als der Abend sich dem Ende nährte "letztes Lied"! ging auf einmal der Warnruf um - die Grün Weißen kommen - und sie wollen stürmen. JEtzt ging man erst mal einen Schritt von den tragenden Wänden zurück - nicht das da auf einmal eine Abrissbirne durchkracht - man weiß ja nie.


    Wie jetzt? Ist doch schon alles rum? Es waren auch schon viele auf dem Wege ins Bettchen, und einige weitere verfrühten ihre Abreise dann aufgrund der Infos. Traurig, traurig. Aber auch egal.


    Wir blieben und tatsächlich kam eine Vorhaut ähhh Vorhut reingestürmt, Helm, Schild und Knüppel hatten sie parat. Und die unvermeidliche Videokamera. Spanner! Alles wurde abgefilmt - leere Getränkebecher, angepinkelte Ecken, die verlassene Bühne und vieles mehr. Während der Stürmung gab es auch noch Stress unter 2 Mädels und das da die Bullen standen war den Beteiligten herzlich egal. Die anwesenden Männer mußten sich als Raubtierbändiger betätigen was letzlich auch gelang :-) Peitsch, FAUCH, ab in die Ecke du Biest...... Großes Kino eben...


    Ansonsten gab es einige kleinere Zwistigkeiten und einige Pogoverletzungen. Nichts weltbewegendes.Ein gaannnzzzzzz normales Wochenende eben, mit gaannnzzz normalen Leuten :-)


    Die Beamten wußten nicht wirklich was sie tun sollten. Sie liefen an uns vorbei und wir nutzten die Gunst der Stunde und trugen einige Kisten Richtung Ausgang. Dort stand nochmals eine Hundertschaft vor der Tür. Geschniegelt und gebügelt. Aber niemand sagte auch nur ein Wort und wir dachten - tun wir mal so als ob wir sie nicht bemerken - also dran vorbei und Kisten ins Auto geladen. Beim 3. mal laufen kam Bewegung in die Jungs und flugs waren alle Kisten unsanft abgestellt und wir wurden an die Wand gedrückt. Ausweise her - Wortführerin war eine sichtlich unbefriedigte junge Dame. Woher der Unfrieden kam - egal - sie dutze uns frech und wurde erst mal drauf aufmerksam gemacht das man ältere Menschen mit Sie anredet. Dann begann die verzweifelte Suche nach Zettel und Stift - dass haben wir gerne, Räumpanzer, Helikopter und Hunde mitbringen - aber keinen Zettel und Stift :-)


    Irgendwann hatten die Bulletten dann ihre Versorgungslinie gefunden und notierten die Namen der Festgehaltenen. Dannach räumten wir weiter auf und ein. Immer schön durch die Bullenkette. Als alles verstaut war setzte man sich ins Wehrmachtsmobil und startete probeweise den Motor. Keine Hand zuckte zur Dienstwaffe, keine Räumpanzer in Sicht....also gut... 1. Gang rein und langsam umgedreht... nicht dass noch einer versehentlich am Auto klebt. Ungehindert passierte man das Tor, ungehindert gings an ganzen Armeen von Wannen und Einsatzkräften vorbei - keiner nahm Notiz von einem.


    Auch gut, 2. Gang und ab Richtung Heimat. Doch mit Heimatglück wurde es erst mal nix. Am Ausgang war dann eine große Kontrolle und die war wohl gründlich. Nix ging mehr. Alles stand und es wurde wieder kalt. Die ersten Einsatzkräfte schoben sich mit Blaulicht und Durchsagen durch unsere Warteschlange durch. Die hatten schon Feierabend - na ja, war ja auch schon halb 4 in der Nacht.


    Dann entschloss man sich spontan rechts ranzufahren und ein bisschen zu ruhen. 3 Stunden später und handgezählte 63 Polizeiautos später schaute man mal um die Ecke. Die Kontrolle wurde grade abgebaut. Also flugs rein den 1. Gang und ungehindert ab durch die Mitte. Das war um 7 Uhr!!! Rauf auf die Autobahn, 1. Abfahrt wieder runter und erst mal ausgeruht. Dann schnell verpflegt (ihhh -Tankstellenwurst die schon 20 Stunden im Wasser lag - sozusagen eine "Wasserleiche!) und langsam ab nach Hause. Um 16 Uhr hatte mich dann meine Koje wohlbehalten zurück.


    Wieder was fürs Tagebuch, wieder ein Wochenende rum -- und wieder die Frage -- bin ich nicht zu alt für so nen Scheiß???


    NEIN - tralala - bis demnächst in ihrem Staatstheater BRD.



    Die xx zum Gruße Kameraden
    Till Eulenspiegel

  • Mit 33 Jahren bist Du noch ein junger Hüpfer, aber es ist schon komisch wenn manche Bullen deine eignen Kinder sein könnten, wenn sie in der Schule nicht aufgepaßt hätten. Solche Konzertberichte gefallen mir immer wieder. Sowas erinnert ein an die wilde Zeit. Aber ab und zu tut man sich das ja noch an. Schlimmer ist es in England, wo die meisten ja im gefühlten Rentenalter noch auf die wenigen Konzerte gehen.

  • Ja ja die gute ALTE Zeit... Da konnte man noch auf ein Konzert gehen, den B..... wars egal, die langweilten sich am Rand & die Stimmung war sichtlich besser als HEUTE...
    & für die Unterhaltung gabs hinterher auch noch genug..-..
    :crazy_pilot: