Der Aufschrei in Berlin war groß. So konnte man in den vergangenen Tagen lesen, daß ein 22-jähriger Mann am Sonntagmorgen gegen 5.45 Uhr von vier mutmaßlichen Rechtsextremen in Friedrichshain zusammengeschlagen und schwer verletzt worden sei. Laut Polizei schlugen die Männer im Alter von 20 bis 26 Jahren so lange auf den Mann ein, bis er das Bewußtsein verlor.

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Massenprotest

Auch 36 Stunden nach der Eröffnung eines “Thor Steinar”-Ladens mitten in der in barocker Händelstimmung schwingenden Innenstadt der sachsen-anhaltinischen Kulturhauptstadt Halle reißen die Proteste gegen den arabischen Investor nicht ab. Schon als sich die Türen des Geschäfts gestern zum ersten Mal öffneten, hatten 300 Hallenserinnen und Hallensern mit einer Protestdemo ihren festen Willen bekundet, weiter andere Marken viel lieber kaufen zu wollen. Der zünftig von einem italienischen Schuhladen und einem vietnamesischen Schürzenhändler flankierte Laden mit dem kernigen nordischen Namen “Oseberg” bietet nach Erkenntnissen von Opferberatern und Verfassungsschutz ausschließlich Kleidung an, die in der “rechten Szene” (dpa) als streng geheimes Erkennungszeichen gilt.

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Ihr kommt hier net rein!

Dass insbesondere in Brandenburg der so genannte Kampf gegen Rechts®, bisweilen ganz seltsame Blüten treibt ist bekannt. Der geneigte Leser erinnert sich möglicherweise noch an die Forderung des Innenministers Schönbohm, der im vergangenen Jahr, alle Beamten des Landes einen Treueid aufs Grundgesetz schwören lassen wollte. Jetzt hat auch der Brandenburger Landtag in Potsdam bewiesen, auf dem rechten Auge keineswegs blind zu sein. So hat die Verwaltung auf “Provokationen” der Vergangenheit reagiert und flugs die Hausordnung geändert. Demnach bekommt niemand mehr Zutritt ins Landesparlament, der Klamotten folgender Modemarke trägt: Thor Steinar, Lonsdale, Consdaple, Masterrace, Pit Bull oder Dobermann.

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imageUnter dem Titel „Rechtsextreme Kleidermarken verbieten?!“ gibt eine Sabine Kritter im sogenannten “Netz gegen Nazis“ Tips und Ratschläge, wie man an Schulen Kleidungsstücke verbieten kann, die man nicht als politisch korrekt empfindet. Wie aus dem Text unschwer zu erkennen ist, stützt man sich dabei sinnigerweise auf Vorlagen aus DDR-Zeiten, wo es bekanntlich ebenfalls üblich war, Schüler, die Kleidungsstücke westlicher Marken des Unterrichtes bzw. der Schule zu verweisen, bis sie sich umgezogen hatten.

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