Währungsreform 1948
Wir schreiben den 21. Juni 1948. Die Reichsmark ist Geschichte, zumindest in den drei westlichen Besatzungszonen. In der russischen Ostzone überlebt sie noch ein paar Tage, bis dort die Ostmark eingeführt wird. Die neuen Scheine sind Made in USA, quietschbunt und heißbegehrt. Über Nacht füllen sich die Auslagen der Geschäfte, was es seit Jahren nur auf dem Schwarzmarkt gegeben hatte, war jetzt wieder für alle zu haben. Zumindest für jene, die diese Warenfülle bezahlen konnten. Die D-Mark hatte das Licht der Welt erblickt und damit war das Wirtschaftswunder eingeleitet. Der Rest war dann Arbeit, viel, viel Arbeit.
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Der Mai war ein Katastrophen-Monat für Deutschland und ein schwerer Schlag ins Kontor für die Nichtstuer-Regierung. In der Krise, die den Euro an die Grenze des Zerreißens gebracht hat, haben Berlusconi und Sarkozy die Richtung bestimmt, Merkel am Nasenring hinterhergezogen und sie eifrig mit dem Scheckbuch winken lassen. Bei den Wahlen in Nordrhein-Westfalen hat die schwarz-gelbe Regierung die Bundesratsmehrheit verloren. Ich weiß nicht, ob Angela Merkel schon begriffen hat, was das heißt. Jedenfalls hat sie die Zeit untätig verstreichen lassen. Untätig? Natürlich nicht, die Dame hat ein paar Fernreisen unternommen, ein paar Ausstellungen eröffnet und ein paar unbeachtete Reden gehalten. Mit anderen Worten: Sie war einfach zu beschäftigt um zu arbeiten.
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Ich möchte vorausschicken, daß der folgende Text reine Spekulation ist, der Versuch, einige lose Enden miteinander zu verknüpfen. Ich gehöre weder dem Präsidium der CDU an, noch bin ich ein geheimer Regierungsberater, ich habe also keinen Zugang zu jenen Gremien, die solche Dinge beschließen. Die Überschrift habe ich gewählt, weil die Dame in den bunten Hosenanzügen an der Spitze steht und Land sowie Partei unter ihr leiden. Ich möchte ihr mit der Namensnennung weder die fachliche noch die intellektuelle Kapazität zu einer solchen Planung unterstellen.
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Charles de Gaulle soll einmal eine Wahl damit gewonnen haben, daß er sich auf einen Balkon gestellt und gerufen hat: “Ich habe verstanden!” Es ging um die Interessen der Franzosen auf dem Maghreb, und in der Folgezeit hat der General genau das Gegenteil dessen getan, was diese erwartet haben. Es genügt also nicht, daß Politiker etwas verstehen, viel wichtiger ist, daß sie auch aus diesem Verständnis heraus handeln. Verstehen hängt von der Wortbedeutung mit dem Verstand zusammen, also mit dem Kopf. Das dazu synonym gebrauchte begreifen hat dagegen das Greifen in seinem Wortumfeld, das in die Hand nehmen und eben letztlich das Handeln.
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“Der Euro ist Versailles ohne Krieg” – an diesen Satz von Francois Mitterand sollte man immer denken, wenn man über den Euro spricht. Mit Versailles meinte er natürlich nicht die Gründung des Deutschen Reiches 1871, sondern den Versuch, dieses Reich über Jahrzehnte, wenn nicht gar für immer zu ruinieren, von 1919. Natürlich hat ein Helmut Kohl, der Kanzler des deutschen Unglücks, diesen Satz ganz gezielt überhört. Der Euro hat seit seiner Einführung als umlaufendes Zahlungsmittel mindestens die Hälfte seiner Kaufkraft verloren, auch wenn die geschönten offiziellen Inflationszahlen das anders darstellen. Vergleichen Sie einfach den Inhalt Ihres Einkaufswagens mit der Summe auf dem Kassenzettel, dann wird Ihnen das auffallen.
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Die Nachrichten werden immer schlechter, wie es aussieht, laufen wir auf einen staatlichen Zusammenbruch zu. Die offiziell eingestandenen Schulden der BRD haben 1.725 Milliarden Euro überschritten und werden Ende des Jahres 2010 die 1.800 bis 2.000 Milliarden erreicht haben. 80 zusätzliche Milliarden hat Schäuble bereits fest eingeplant, mit den Schattenhaushalten, den Ländern und den kommunalen Schulden kommen wir auf 1.850 – und das ohne neue Krisen.
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Steuersenkungen sind out, der Staat braucht neues Geld. Ob Dummensteuer, Steuersteuer, Luft- oder Sexsteuer, alles ist denkbar. Deutschland ist de facto Pleite. Neue Einnahmen aus Steuern, Abgaben und Gebühren müssen her. Nachfolgend einige ironisch gemeinte Ratschläge für die Koalitionsverhandlungen.
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