Bei der Dortmunder Polizei will man den Augenblick und die Möglichkeit offenbar nicht einfach an sich vorüberziehen lassen. Den angeblichen “Naziangriff” auf eine DGB-Demo vom 1. Mai zum Vorwand nehmend, fand heute die erste Hausdurchsuchung statt. Gegen mehr als 200 Nationalisten wird wegen Landfriedensbruch ermittelt. In einer kurzen Mitteilung freier Nationalisten aus Dortmund heißt es: “Heute Mittag gegen 13.15 Uhr kam es zu einer Hausdurchsuchung bei dem Aktivisten Dennis Giemsch (Resistore Vertrieb).
Obwohl alles erst wenige Stunden her ist, ist die Presse bereits voll davon. Sowohl in der abendlichen Ausgabe der Ruhr Nachrichten, als auch im Internetportal derwesten.de können sich die Leser über einen angeblichen “Überfall” auf eine vom Deutschen Gewerkschaftsbund organisierten Demo informieren. “300 Neonazis marodierend durch die Innenstadt, griff die Teilnehmer der zentralen DGB-Kundgebung an”. Doch in Wahrheit ist es genau andersrum der Fall!
Neonazis haben heute Vormittag den Mai-Umzug des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Dortmund angegriffen. Die äußerst gewaltbereiten Rechtsradikalen warfen Steine in Richtung der Kundgebungsteilnehmer und griffen sie mit Holzstangen und Pfefferspray an. Nur unter Einsatz des Schlagstocks gelang es der Polizei, die Randalierer abzudrängen. Fünf Beamte wurden dabei verletzt. “Mit dieser Attacke hat niemand gerechnet”, so ein Polizeibeamter. Offenbar griffen die Neonazis den Zug völlig überraschend von hinten an, nachdem sie von einer U-Bahn-Haltestelle und vom Hauptbahnhof herangestürmt waren.
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