In Berlin kursiert ein farbiger Hochglanz-Flyer, der offen zu Gewalt gegen Angehörige der Bundeswehr aufruft. “Nicht zögern. Reinhauen. Und zwar richtig. Scheiben einhauen. Autos abfackeln, Öffentliche Empfänge versauen, etc.” wird etwa bei einer Begegnung mit einem General der Bundeswehr empfohlen. Die Straftaten werden damit “begründet”, dass Soldaten “dafür da sind, sich töten zu lassen und zu morden. Sie sind Mörder”. Sie anzugreifen heiße, “dem mörderischen Normalzustand etwas entgegenzusetzen”.
“Erklär mir den Feind”: Auf sechs Seiten erläutert die Broschüre anhand der abgebildeten Schulterklappen die Bedeutung von Dienstgraden. Bei Offizieren ruft er fast durchweg zu Gewalttaten auf. Nur Wehrpflichtige sollen in Diskussionen verwickelt werden, um sie zum “Aussteigen” zu bewegen oder dazu, “Einsätze zu verweigern” oder zu “sabotieren”. Uneinsichtige sollten “angepöbelt” werden.
Der “Ratgeber für den alltäglichen Gebrauch” von Gewalt gegen Bundeswehrangehörige erscheint drei Wochen vor der Vereidigung von Bundeswehrangehörigen. Diese findet am 20. Juli am Reichstag statt, hieß es bei der Bundeswehr. In der Vergangenheit gab es trotz massiver Polizeipräsenz regelmäßig Störversuche; so liefen Demonstranten nackt über den Platz oder zündeten Knallfrösche.


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