Beiträge von Lukas1310

    Der Tageskommentar – Kolumne von Michael Winkler


    Die Eurobonds sind zurück. Zumindest in der politischen Diskussion sind sie wieder da und Sigmar Gabriel, der etwas weltfremde Vorsitzende von der SPD, ist dafür. Die Eurobonds haben den großen Vorteil, daß Länder, die sonst keine Kredite mehr bekommen, damit wieder kreditwürdig sind, weil alle anderen Länder für diese Kredite einstehen müssen. Ich weiß nicht, ob Herrn Gabriel das jemand erklärt hat, ich will mal versuchen, das Ihnen zu erklären. Wir alle, und allein an dem WIR erkennen Sie bereits, daß Sie über den Tisch gezogen werden sollen, also Sie, alle Leser, und ich, geben gemeinsame Anleihen heraus. Wenn jemand, in dem Fall natürlich ich, ein neues Auto benötigt, bezahle ich den Neuwagen mit diesen gemeinschaftlichen Schuldscheinen. Wenn Sie mich also demnächst mit einem Maybach… ach, mit einem Bugatti Veyron herumfahren sehen, dann wissen Sie, daß Sie den bezahlen werden.


    Das ist ja der Trick bei den Eurobonds: Ein miserabler Schuldner bekommt Kredit, weil viele gute Schuldner mit ihrer Bonität dafür einstehen. Und glauben Sie mir, mit der Karre für eine lächerliche Million, die Sie jetzt abstottern dürfen, bin ich noch sehr bescheiden. Ich sage nur: Griechenland! Die wollen Milliarden. Die Italiener natürlich auch, ich verzichte auf die nächsten Länder und sage: Billionen! Merkeldeutschland muß dann übrigens höhere Kreditzinsen zahlen, weil jeder Euro, den irgendein Schuldner mittels Eurobonds aufnimmt, sofort mit etwa 30 Cent im deutschen Schuldenkonto auftaucht. Mitgefangen, mitgehangen. Um noch einmal auf meinen Bugatti zurückzukommen: Wenn ich bei dieser Konstruktion der Erste bin, der abgreift, bekomme ich den gewünschten Luxus finanziert. Der Zweite muß sich schon mit einem Audi A8 begnügen, ob der Dritte überhaupt noch etwas bekommt, kann ich leider nicht sagen, schließlich sind WIR jetzt alle Teil einer Schuldengemeinschaft, die schon enorme Kredite zu bewältigen hat.


    Der gute Sigi von der SPD bildet sich ein, er könne Auflagen für diese Eurobonds festlegen. Er sollte wissen, daß er es mit Politikern zu tun hat, also mit Kollegen, die ebenso vertrauenswürdig sind wie er selbst, also nicht im geringsten. Die schönen Auflagen für den Beitritt wurden aus politischen Gründen geschönt, sonst hätte die Eurozone auf Luxemburg und Finnland beschränkt blieben müssen. Die Schuldenkriterien, auf die ein Theo Waigel so furchtbar stolz gewesen ist, wurden geschrödert, als die BRD dagegen verstoßen hat. Griechenland & Co. sollten mit den Geldern aus Brüssel ihre Wirtschaft modernisieren, statt dessen wurde hemmungslos konsumiert. Anders ausgedrückt: Eher legt ein Hund einen Wurstvorrat an, als daß ein Politiker zurückscheut, das Geld anderer Leute auszugeben. Wer für die Einführung der Eurobonds ist, möchte entweder das Geld anderer Völker verschwenden, oder er ist ein kompletter Vollidiot oder sie ist ganz einfach böswillig. :shock:



    Quelle:http://www.kompakt-nachrichten.de

    Hier einige Zitate aus seinem Buch: „Deutschland schafft sich ab”



    In deutschen Medien wird dies häufig ausgeblendet. Zuwanderungsfragen werden dort oft mit mahnend erhobenem Zeigefinger behandelt und mit einer Attitüde, die wohl am treffendsten charakterisiert wird durch das Sprüchlein: „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb.” Dieser Ansatz ist so unhistorisch wie albern. Umso bedauerlicher ist es, dass sich die deutsche politische Klasse ihre Haltung zu Migrationsfragen weitgehend von Stimmen aus den Medien diktieren lasst. Sie läuft damit Gefahr, sich sowohl vom Kern der Probleme als auch vom Volk zu entfernen.



    Der wachsende Zulauf, den rechte populistische Bewegungen in vielen europäischen Ländern zu verzeichnen haben – oder auch die Volksabstimmung zur Zulässigkeit von Minaretten, wie sie in der Schweiz durchgeführt wurde –, sind Folgen der überwiegend unhistorischen, naiven und opportunistischen staatlichen Migrationspolitik in Europa.



    In allen betroffenen Ländern – ob England, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Dänemark oder Norwegen – macht man bei der Gruppe der muslimischen Migranten vergleichbare Beobachtungen, nämlich



    • unterdurchschnittliche Integration in den Arbeitsmarkt


    • überdurchschnittliche Abhängigkeit von Sozialtransfers


    • unterdurchschnittliche Bildungsbeteiligung


    • überdurchschnittliche Fertilität


    • räumliche Segregation mit der Tendenz zur Bildung von Parallelgesellschaften


    • überdurchschnittliche Religiosität mit wachsender Tendenz zu traditionalen beziehungsweise fundamentalistischen Strömungen des Islam


    • überdurchschnittliche Kriminalität, von der „einfachen” Gewaltkriminalität auf der Straße bis hin zur Teilnahme an terroristischen Aktivitäten.



    In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung.



    Besonders beliebt ist es, den Kritikern des Islam mangelnde Liberalität vorzuwerfen. Dabei geht ein wichtiger Unterschied unter: Liberal kann, ja muss man gegenüber Überzeugungen und Lebensformen sein, die sich von den eigenen unterscheiden. Diese Liberalität darf sich aber nicht auf jene erstrecken, die abweichende Überzeugungen und Lebensformen nicht dulden wollen. Der 18-jährige Mordschütze Ayham Sürücü, der im Februar 2005 in Berlin im Auftrag seiner strenggläubigen türkisch-kurdischen Großfamilie seine fünf Jahre ältere Schwester Hatun Sürücü erschoss, weil sie anders lebte, war streng religiös und Repräsentant einer breiten Meinungsrichtung unter Muslimen. Ist illiberal, wer solche Art von Religion mit einem Unwerturteil versieht, auch wenn sie nicht gleich zu einem Mord führt?


    Dass das starke Wachstum einer muslimischen Minderheit in Europa Besorgnisse hervorruft, muss wahrhaftig nicht mit Fremdenhass erklärt werden.


    Für die muslimischen Migranten in Deutschland lässt sich eine unterdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung feststellen. Nur 33,9 Prozent von ihnen beziehen ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus Berufs- und Erwerbstätigkeit. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund sind es 43 Prozent.


    Häufig wird darauf verwiesen, dass besonders viele muslimische Migranten selbstständig tätig seien. So gibt es in Deutschland rund 80000 Selbstständige mit türkischem Migrationshintergrund, davon 40 000 im Lebensmitteleinzelhandel. Allerdings liegt auch die Selbstständigenquote der muslimischen Migranten weit unter der der deutschen Bevölkerung und anderer Migrantengruppen – im Jahr 2007 bei nur 6,8 Prozent, im Vergleich zu Migranten aus EU-Staaten (12,4 Prozent), aus Südostasien (13,9 Prozent) und Selbstständigen ohne Migrationshintergrund (10,4 Prozent).



    Relativ zur Erwerbsbevölkerung leben bei den muslimischen Migranten viermal so viel Menschen von Arbeitslosengeld und Hartz IV wie bei der deutschen Bevölkerung. Ganz anders stellt sich die Lage bei den Migranten aus den EU-Staaten dar. Deren Erwerbsquote ist mit 44,2 Prozent sogar noch etwas höher als die der einheimischen Deutschen.



    Von den in Deutschland lebenden Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund haben 30 Prozent überhaupt keinen Schulabschluss und nur 14 Prozent Abitur. Es ist aufschlussreich, dass die Migranten aus der EU sowie aus Süd- und Ostasien vergleichbare Probleme nicht haben. Die Kinder von Vietnam-Vertragsarbeitern aus der ehemaligen DDR machen sogar zu 80 Prozent Abitur, ein höherer Anteil als bei den Deutschen.


    Diskriminierung scheidet als Grund für diese mangelhaften Erfolge der muslimischen Migranten aus, denn Migrantengruppen aus Fernost oder Indien, die eher noch fremdartiger aussehen als Türken und Araber, schneiden teilweise sogar besser ab als die Deutschen. Der relative Misserfolg kann wohl auch kaum auf angeborene Fähigkeiten und Begabungen zurückgeführt werden, denn er betrifft muslimische Migranten unterschiedlicher Herkunft gleichermaßen. Rätsel gibt auch auf, warum die Fortschritte in der zweiten und dritten Generation, soweit sie überhaupt auftreten, bei muslimischen Migranten deutlich geringer sind als bei anderen.



    Ein Teil der Deutschen – auch der Elite – hat das Problem noch gar nicht verstanden. In deren Lebens-, Wohn- und Arbeitswelt kommen muslimische Migranten ja nur als Reinigungskräfte oder als fremdartige Kulisse beim gelegentlichen Besuch in Berlin-Kreuzberg vor. Ein Teil der Intellektuellen und der liberalen Presse scheint sogar eine klammheimliche Freude zu empfinden, dass muslimische Einwanderung die deutsche Gesellschaft untergräbt.



    Was tat denn der amerikanische Staat für die Integration der einwandernden Deutschen, Juden, Iren oder Italiener? Die integrierten sich selbst, weil sie gar keine andere Wahl hatten, wenn sie nicht untergehen wollten. Da gab es keine Sozialhilfe für Importbräute. Die mangelnde Integration liegt an den Attitüden der muslimischen Einwanderer.


    Ich möchte, dass auch meine Urenkel in 100 Jahren noch in Deutschland leben können, wenn sie dies wollen. Ich möchte nicht, dass das Land meiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist, dass dort über weite Strecken türkisch und arabisch gesprochen wird, die Frauen ein Kopftuch tragen und der Tagesrhythmus vom Ruf der Muezzine bestimmt wird. Wenn ich das erleben will, kann ich eine Urlaubsreise ins Morgenland buchen.



    Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden.