nachdenKEN über: Zuschauer-Demokratie.

  • „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Hat jemand nützliche Infos zu Genmais? Ich habe noch nicht großartig recherchiert, aber was genau soll genmanipulierter Mais mit mir anrichten? Gut möglich dass mein Schulwissen nicht ausreicht um das zu verstehen, aber ich hatte Genmais als akute Gefahr für meine Gesundheit bislang nicht auf dem Schirm.


    Abgesehen davon bleibt 'ne Entscheidung gegen 88% immer 'ne scheiss Entscheidung.

    Ich bin mir darüber klar, daß der Einzelne anbetungswürdig sein kann, die Menschheit in Gänze jedoch ein Brechmittel ist. - Joachim Fernau

  • Dieter : Speziell zu Genmais kann ich Dir auch nichts sagen, allerdings sind transgene Pflanzen (Pflanzen, die die Gene anderer Pflanzen eingebaut bekommen, um z.B. Resistenzen gegen Pestizide zu entwickeln) wohl vor allem für bestimmte Tierarten und für Allergiker gefährlich, weil sie das natürliche Gleichgewicht zerstören.


    Wenn man z.B. Gene von Paranüssen in die DNS von Sojabohnen einspeist, um sie reichhaltiger Nährstoffen zu machen, kann das für Menschen, die allergisch auf Paranüsse reagieren, gefährlich werden.
    Bezogen auf Tiere haben z.B. transgene Kartoffeln, die mit Schneeglöckchen "gekreuzt" wurden, organische Schäden bei Versuchsratten verursacht.


    Die Natur hat sich schon etwas dabei "gedacht", als sie die Natur "designt" hat. Wieviele Menschen würden z.B. freiwillig ein syntehtisches Steak essen, also ein Steak, das aus keinem lebenden Tier entstanden ist? Da sagt einem der pure Instinkt schon, dass das "seltsam" oder "eklig" ist.


    Die Analogie zur genetischen Kombination von menschlichen Populationen liegt auf der Hand..

  • Zum Thema Demokratie:

    Das, was die etablierte Politik wirklich meint, wenn sie von Populismus spricht, ist durch eine Rede in der Schweiz von Joachim Gauck deutlich geworden, in der er vor der direkten Demokratie durch Volksentscheide gewarnt hat: "Der Glaube, Volksentscheide begünstigten eine tolerante und demokratische Politik, erweist sich gelegentlich als Irrglaube." Und weiter: "Die direkte Demokratie kann Gefahren bergen, wenn die Bürger über hochkomplexe Themen abstimmen."

    Diese Worte des Bundespräsidenten sind durch seine Position als Staatsoberhaupt der Bundesrepublik somit die offizielle Definition dessen, was die etablierte Politik unter Demokratie versteht und was sie vom Volkswillen hält: 1. Die Politik bestimmt über den Bürger und nicht der Bürger über die Politik. Wenn der Bürger tolerant zu sein hat, dann zählen anderslautende Meinungen der Mehrheit nichts. 2. Das Volk ist zu dumm, um über große Themen mitzuentscheiden.

    Daraus spricht eine Mentalität der Bevormundung und Arroganz, die durch nichts gerechtfertigt ist, wenn man sich einmal die "Erfolgsbilanz" der etablierten Politik anschaut, sei es nun beim Thema Euro oder Zuwanderung.
    Zudem stellt sich die Frage, inwieweit eine Politik noch repräsentativ und demokratisch sein kann, die ein derart abgehobenes Bild von ihrem eigenen Volk hat.

    Hätten die Politiker entgegen dem Mehrheitswillen stets Recht behalten mit ihrem Gelaber, also wäre der Euro eine Erfolgsgeschichte, hätten Migranten dem Staatswesen genützt statt die Kriminalität und Staatsverschuldung exorbitant nach oben zu treiben, dann wäre ein solch elitärer Ansatz ja noch irgendwie legitimiert, doch nach der Faktenlage wäre der Strafgerichtshof wohl der bessere Ort für diese Gestalten als der Reichstag.


    Viele Begriffe haben einen mehrdeutigen Charakter, der im Wandel der Zeit je nach politischer Deutungshoheit vorwiegend negativ oder positiv ausgelegt werden kann.
    Der Begriff 'Populismus' ist hierfür ein gutes Beispiel.
    Aktuell unterliegt dieser Begriff einem Wandel: Nachdem Populismus jahrelang als negatives Etikett vor allem für rechte Parteien und Politiker und deren Forderungen benutzt wurde, hat sich seine Wirkung mit der Zeit abgenutzt und ist bestenfalls nur noch eine stumpfe Waffe des Establishments.


    Populismus kann im negativen Sinne mit Opportunismus verwechselt werden, also indem man den Leuten nach dem Maul redet, aber nichts ändert, so wie es alle etablierten Parteien seit Jahrzehnten praktizieren. Dann sind allerdings alle Parteien populistisch.
    Populismus bedeutet aber der eigentlichen Wortherkunft nach Volksnähe, und wenn dieser Begriff heutzutage negativ konnotiert ist, dann wirft das ein bezeichnendes Licht auf diese Demokratie.

  • Ich stimme Dir da ausnahmsweise mal zu über 95% zu. ;) Aber wenn Du bemängelst, dass Gauck das Volk - also Dich und mich - für zu blöd hält, um zu wissen was gut für uns ist, wie kann dann ein vom Führer bis zum Blockwart durchstrukturierter NS-Befehl-und-Gehorsam-Staat für Dich eine anstrebenswerte Alternative sein und nicht ein Staat mit Merkmalen der direkten Demokratie, wie in der Schweiz? Oder hast Du Deine Vorstellungen vom Staat mittlerweile überdacht und 'modernisiert'? ;)


    Ansonsten halte ich es nicht unbedingt für notwendig, dass auf einzelne Politiker wie Gauck und Merkel geschimpft wird. Kann man machen, tut manchmal ganz gut. Aber diese Figuren sind doch unterm Strich unwichtig, austauschbar und würdelose Gestalten. Wie Georg Schramm zu sagen pflegte, sie sind nicht das "Böse", sondern maximal ein Mitesser des Bösen, ein Furunkel am Arsch des Bösen. Unser System ist so aufgebaut, dass es völlig gleich ist, welchen Namen der Kanzler oder der Präsident trägt. Solange 50% + 1 Wahlberechtigter noch mitmachen, ändert sich hier so gut wie gar nichts.

    Ich bin mir darüber klar, daß der Einzelne anbetungswürdig sein kann, die Menschheit in Gänze jedoch ein Brechmittel ist. - Joachim Fernau

  • Dieter : Deinem zweiten Absatz stimme ich ebenfalls zu über 95% zu! Gauck als Staatsoberhaupt ist dennoch geeignet, ihn als Personifizierung des Systems anzuprangern, immerhin sind seine Worte repräsentativ für die Generallinie der Republik.


    Was Deinen ersten Absatz angeht, da bin ich zwiegespalten. Es entsteht ein gewisses Paradoxon. Einerseits besitzt die Mehrheit des Volkes einen gesunden Menschenverstand (oder besaß ihn zumindest die letzten Jahrzehnte). Das hat sich immer wieder in Meinungsumfragen zu wichtigen Themen gezeigt. Andererseits ist das Volk dumm genug, die zu wählen, die es als dumm bezeichnen und gegen ihre eigenen Ansichten und Interessen arbeiten.


    Hinzu kommt das Problem des sogenannten demographischen Wandels. Die Zahl der tatsächlich Dummen im Volke wächst, ebenso wie die Zahl der nicht zum Volk gehörenden, aber wahlberechtigten Menschen im Lande. Daraus ergibt sich zum einen das Problem einer zunehmenden Verblödung und zum anderen das Problem der ethnischen Interessensgegensätze, was die Demokratie in Zukunft als politische Option immer unwahrscheinlicher werden lässt.


    Der Clou ist halt, dass eine Elite eben dann eine Daseinsberechtigung hat, wenn sie tatsächlich überlegen und vor allem im Interesse des Gemeinwohls handelt, nicht aber, wenn sie nur Schaden anrichtet. Man bedenke die Unterscheidung des Aristoteles zwischen Aristokratie und Oligarchie.

  • PS: um diesen Gedanken etwas umfassender aufzugreifen, ist es notwendig, sich der Mechanismen zwischen Staat und Individuum bewusst zu werden. Der gemeine Deutsche - und mit Abstrichen der gemeine Europäer - verfügt über diverse Überlebensstrategien, die vom Prinzip her durchaus nützlich sind, jedoch durch Missbrauch entarten können.
    Diese Strategien entspringen sowohl seiner biologischen Veranlagung und Intelligenz, als auch seinem soziokulturellen und historischen Hintergrund.


    Strategie Nr.1: K-Selektion
    Der europide Mensch kriegt weniger Nachkommen, da er in einem Gebiet mit begrenzten Ressourcen und variablem Klima lebt. Er setzt auf die größtmögliche Fürsorge gegenüber den Kindern, damit die Träger seiner Gene optimal au das Überleben vorbereitet werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Fortpflanzungsstrategie


    Strategie Nr.2: Ein stabiles gesellschaftliches Umfeld schaffen/erhalten
    Der Deutsche revoltiert deshalb so ungern, weil ihm bewusst ist, dass radikale Umwälzungen ein vorübergehendes Chaos bedingen, welches die Überlebenschancen und allgemeinen Lebensbedingungen für ihn und seine Angehörigen über einen unbestimmten Zeitraum mindern. Deshalb arrangiert er sich lieber mit unangenehmen Folgeerscheinungen eines einmal etablierten Systems, als die Bürde unkontrollierbarer Entwicklungen auf sich zu nehmen. Es muss erst richtig schlimm werden, bevor die Bereitschaft zur Revolte aufkeimt.


    Strategie Nr. 3: Leben und leben lassen
    Diese Strategie ist nur indirekt biologisch, in Hinblick auf die hohe geistige Entwicklungsstufe, welche das abstrakte Denken hin zum Individualismus und weg von primitiven (archaischen) Urinstinkten gefördert hat: Der Liberalismus und sein geistiges Fundament, der Individualismus, entsprungen aus dem Zeitalter der Aufklärung.


    Die oberen beiden Strategien in Kombination mit der geistesgeschichtlich entstandenen Strategie Nr.3 ergeben ein tödliches Gift für die hochzivilisierten Nationen. Die K-Selektion führt durch vermehrten Wohlstand zur Überalterung, der Liberalismus zum Bevölkerungsaustausch mit R-Strategen aus der Dritten Welt, die Strategie der sozialen Stabilität zur Erhaltung eines lebensfeindlichen Systems und der Individualismus zum Rückzug des Individuums in den vorpolitischen Raum - je weniger das Kollektiv politisch berücksichtigt wird, desto mehr zieht sich das gesunde Individuum in den privaten Bereich zurück. Der Einzelmensch minimiert den Gruppenaltruismus auf die genetische Erhaltung seiner Sippe, auf die bestmögliche Ausbildung seiner Kinder und die gesellschaftliche Abgrenzung von anderen Gruppen, da das Volkskollektiv keinen politischen Schutzraum mehr hat. Dies ist biologisch gesehen auch äußerst sinnvoll, die Krux an der Sache ist, dass der Rücjkzug ins Private die politischen Entwicklungen mit der Zeit immer unumkehrbarer macht, und die Erhaltung seiner genetischen Selektion (Partnerwahl, Nachkommen) immer schwieriger wird, je mehr er sich in der Unterzahl befindet.

  • Zitat

    Was Deinen ersten Absatz angeht, da bin ich zwiegespalten. Es entsteht ein gewisses Paradoxon. Einerseits besitzt die Mehrheit des Volkes einen gesunden Menschenverstand (oder besaß ihn zumindest die letzten Jahrzehnte). Das hat sich immer wieder in Meinungsumfragen zu wichtigen Themen gezeigt. Andererseits ist das Volk dumm genug, die zu wählen, die es als dumm bezeichnen und gegen ihre eigenen Ansichten und Interessen arbeiten.


    Hinzu kommt das Problem des sogenannten demographischen Wandels. Die Zahl der tatsächlich Dummen im Volke wächst, ebenso wie die Zahl der nicht zum Volk gehörenden, aber wahlberechtigten Menschen im Lande. Daraus ergibt sich zum einen das Problem einer zunehmenden Verblödung und zum anderen das Problem der ethnischen Interessensgegensätze, was die Demokratie in Zukunft als politische Option immer unwahrscheinlicher werden lässt.


    Das alles ist viel einfacher zu erklären. Früher wurden Wahlen manipuliert, heute der Wähler. Wenn die Menschen DIESES Fernsehen abschalten würden, dann wären Sie auch in der Lage richtig zu wählen. Auch die Menschen, die durch den demographischen Wandel neu als "Dumme" hinzukommen. Die meisten Einwanderer verfügen übrigens über ein besseres Verständnis von Geopolitik als die Mehrheit der Deutschen. Dies ist zwar nur eine Behauptung, sie entspricht jedoch meiner Erfahrung.


    Zitat


    Der Clou ist halt, dass eine Elite eben dann eine Daseinsberechtigung hat, wenn sie tatsächlich überlegen und vor allem im Interesse des Gemeinwohls handelt, nicht aber, wenn sie nur Schaden anrichtet. Man bedenke die Unterscheidung des Aristoteles zwischen Aristokratie und Oligarchie.


    Politiker sollten ehrenamtlich und nur befristet ihren Dienst erfüllen. Denn jede Elite die sich in Personen mit Name, Adresse und Kontonummer ausdrückt ist erpressbar und bestechlich. Es ist nicht gut, wenn eine Elite im Interesse des Gemeinwohls handelt, weil diese Elite das Interesse gar nicht kennen kann, da diese - oft sehr wohlsituierten - Damen und Herren die Lebenswirklichkeit im Volk nicht kennen. Eine Elite KANN durchaus eine Weile im Interesse des Gemeinwohls handeln, aber sie wird irgendwann aufhören es zu tun.
    Dies ist so sicher wie das Amen in der Kirche, denn im Menschen wohnt neben Sitte und Ethik noch der Instinkt. Und zum Instinkt gehört Gier, Futterneid und Missgunst.

    Ich bin mir darüber klar, daß der Einzelne anbetungswürdig sein kann, die Menschheit in Gänze jedoch ein Brechmittel ist. - Joachim Fernau

  • Dieter : Menschen werden IMMER manipuliert. Goebbels war wenigstens ehrlich genug, sein Ministerium für Volksaufklärung UND Propaganda zu benennen. Überhaupt wurde früher ganz offen und ehrlich gesagt, was genau die Ziele sind.


    Der Intelligenzschwund ist eine ganz einfache biologische Tatsache und betrifft nicht nur Zuwanderer, auch wenn diese die Verdummung erheblich (!) beschleunigen. Es liegt einfach daran, dass dumme und asoziale Menschen (auch Deutsche) durchschnittlich mehr Kinder bekommen heutzutage. Natürlich lassen diese sich wiederum leichter manipulieren, wobei diese auf einer Stufe der Verdummung stehen, bei der Wahlen und Politik generell keine Rolle mehr spielen und diese ohnehin nicht fähig sind, selbständig sinnvolle Konzepte zu entwickeln.. Sollte das Sozialsystem zusammenbrechen, würde die natürlich Auslese ihr übriges tun.


    Was die Elite angeht, ist ganz klar, dass diese in JEDEM System benötigt wird. Niemand kann auf jedem Gebiet versiert sein, also braucht ein demokratisches Parlament ebenso wie ein König entsprechende Berater. Diese sind dann eine technokratische "Elite", in jedem System.


    Der Verfassungskreislauf fängt irgendwann immer wieder von vorne an, wir befinden uns im Übergang von der Demokratie zur Ochlokratie. Die wahre Aristokratie beruht auf Leistung, nicht auf Erbrecht. Früher war u.a. der Krieg oder besondere Verdienste auf sozialem Gebiet die entsprechende Leistungsauslese. Heute brauchen wir erst eine Zuspitzung der Krise, bevor sich daraus eine Führungselite herauskristallisieren kann, eben jene, welche die kommende Krise erfolgreich überwinden werden.

  • PS: Ich denke nicht, dass Politiker ehrenamtlich arbeiten könnten/sollten. Selbstverständlich sind heutige Politiker überbezahlt, sowohl in Bezug auf die Erfolgsbilanz als auch prinzipiell, das gilt auch für Fußballer und Unterhalter.
    Allerdings muss man, um Politik zu machen, einen "Fulltime-Job" machen, sollte also auch davon leben können.


    Adolf Hitler z.B. verzichtete freiwillig auf sein Kanzlergehalt und lebte allgemein relativ bescheiden für einen der mächtigsten Männer seiner Zeit. Mir ist vollkommen klar, dass Goebbels und Hitler - Vergleiche heute bei fast allen politischen Gruppen nicht opportun sind, aber sei es drum, die sind sowieso verstorben, und niemand kann Vergangenheit 1:1 in die Gegenwart zurückholen.