Tschechen hoffen auf Rückkehr: Ein Sudetendorf zum Schnäppchenpreis.

  • In Tschechien bietet der Staat ein Ruinen-Dorf zum Verkauf an. Einst lebten hier Sudetendeutsche, die nach dem Krieg vertrieben wurden. Die Hoffnung ist nun, dass einer von ihnen zurückkommt. Die Tschechen trauten ihren Augen nicht. Da schrieb die Prager Zeitung „Mlada fronta Dnes“ über ein womöglich lohnendes Geschäft: Der tschechische Staat, so hieß es da, verkaufe den Ort Vitin (Wittine) unweit von Usti nad Labem (Aussig), an den Meistbietenden. Ein Ort ist zu verkaufen? Ein kompletter Ort?


    Ein Blick auf die aktuelle tschechische Karte erweist sich als wenig hilfreich: einen Ort namens Vitin findet sich dort nicht. Bei Google wird man fündig: Vitin existiert dort als „verlassener Ort“, in dem bis zum Kriegsende eine Handvoll Sudetendeutscher gelebt hat. Den Ort als solchen gibt es seit 1965 nicht mehr, als das letzte Gehöft – die Kneipe „Zur schönen Aussicht“ – dichtmachte.


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    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon