Fakten geschönt und bemäntelt - Berlin stellt »Kriminalitätsaltas« vor

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1347296519_10.jpg','left']Eine neue Statistik soll Verbrechensgefahren für den Einzelnen kleinrechnen – Tabus und bunte Balken statt Klartext. Ein völlig neuer Kriminalitätsatlas für Berlin verwirrt mehr, als dass er aufklärt. Das Papier enthält einigen Sprengstoff: Einbrüche nehmen wegen reisender Banden stark zu. In bestimmten Kiezen ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Raub und Gewalt zu werden, hoch. Was der Bericht versteckt: Von den immer jünger werdenden Tätern haben 68,4 Prozent einen Immigrationshintergrund, die Zahl linker Straftaten einschließlich Gewalt ist hoch, auch die Gewalt gegen die Polizei alarmiert. Doch das Schönreden durch die Politik bleibt Programm. „Kriminalitätsbelastung in öffentlichen Räumen (Kriminalitätsatlas) Berlin 2011“, so der Titel des erstmals von Berlins Polizeipräsidentin vorgestellten Werks mit absoluten Zahlen und prozentualen Entwicklungen zu 17 Arten von Straftaten.


    Der Atlas macht Aussagen zu Raub, Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung, Diebstahl, Brandstiftung, Sachbeschädigung und Drogendelikten für die Jahre 2006 bis 2011, die für den Zeitraum speziell aufbereitet wurden, sodass „Aussagen über regionale Schwerpunkte beziehungsweise auffällige Entwicklungen enthalten“ sind, wie das Vorwort verheißt, außerdem Empfehlungen.
    Gegenmaßnahmen der Polizei stellt der Atlas ebenso vor und führt so Statistik und politische Reaktionen zusammen. Wer aber auf nachvollziehbare Strategien hofft, wird rasch enttäuscht: Eine Bewertung nach gleichen Kriterien für jeden Ortsteil lehnen die Macher als „nicht mehr zu rechtfertigenden Arbeitsaufwand“ ab. Das liegt vor allem an der regelrechten Besessenheit des Atlas von Häufigkeitszahlen. Das Werk soll nämlich eine Art Gefahrenatlas für den Bürger sein. Diese sogenannten Kennzahlen geben Bürgern vermeintlich Anhaltspunkte, wie groß oder besser gering das Risiko ist, an einem bestimmten Ort Opfer zu werden. [...]


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    Ich bin mir darüber klar, daß der Einzelne anbetungswürdig sein kann, die Menschheit in Gänze jedoch ein Brechmittel ist. - Joachim Fernau