Die Briten als Vorbild? Todmorden versorgt sich selbst

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1345710328_106.jpg','left'] Todmorden ist eine Kleinstadt auf der britischen Insel und liegt zwischen Yorkshire und Lancashire. In Eigeninitiative haben die Bürger jeden Fleck Erde mit Früchte und Gemüse bepflanzt. Nicht nur ihre eigenen Gärten, sondern auch öffentliche Grasflächen und triste Ecken, die nutzlos dalagen. Ihr Programm nennt sich "Incredible Edible", was so viel wie "unglaublich essbar" heisst. Es ist einfach konzipiert, macht aber die Gemeinde unabhängig und zu Selbsversorgern.


    Währende der warmen Jahreszeit sieht man überall Gärten mit duftenden Kräutern, schmackhaften Früchten und frischem Gemüse in der Stadt, die in der Nähe von öffentlichen Gebäuden, Schulen, Supermärkten, Parkplätzen und sonst überall wachsen und gedeihen. Es wurden Hochbeete und kleine Äcker angelegt, die mit dem was die Natur liefert voll sind. Das besondere am Konzept, alles ist gratis und jeder kann zugreifen und sich nehmen was man will.


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    Lasst euren Körper vergessen, was tierische Produkte sind - euren Verstand aber nicht.

  • Jo, selbst wenn es ein wenig verrückt klingt, ist der Bezug zu einer vernünftigen Agrar-Politik doch gegeben.
    Es kann einfach nicht sein, dass in der Bio-Debatte die Kornkammern Deutschlands in den USA (ok, ein wenig trocken da z.Z.), in der Ukraine oder sonstwo liegen.
    Der Grundgedanke muss von einer regionalen Versorgung geprägt sein. Dies sorgt deutschlandweit für die Bewahrung und den Ausbau der langen, traditionsreichen Landwirtschaft, sichert Arbeitsplätze und dient dem Umweltschutz, da nur kurze Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher anfallen.
    Dazu kommt das, was ich hier nur noch bei der Frühlingspflege des Vorgartens unter den Nachbarn finde: Das großartige Gefühl, gemeinsam etwas wirklich gut geschafft zu haben...

  • In Berlin findet man ebenfalls zahlreiche Projekte. Den Prinzessinnengarten am Moritzplatz kann ich nur empfehlen. Eine leckere Mahlzeit gibt es dort auch zu erwerben. Lange wird es ihn wohl nicht mehr geben. Ansonsten schießen zahlreiche Projekte aus dem Boden. Den Leuten ist es nicht mehr egal, woher ihre Lebensmittel stammen. Nahrungsmittelsouveränität ist das Wort der Stunde.

    Lasst euren Körper vergessen, was tierische Produkte sind - euren Verstand aber nicht.