Rassismus & Sexismus: Piratenmitglieder noch nicht antifaschistisch konditioniert?

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1334100080_10.gif','left']Berlin (DE) – Die Jugendorganisation der Piratenpartei – Junge Piraten (JuPis) – kritisiert die Mutterpartei wegen angeblich geduldetem Rassismus und Sexismus innerhalb der Partei. Dies stellt ein weiteren Höhepunkt der internen Streitigkeiten dar, nachdem die Piraten die ersten großen Erfolge bei Wahlen erzielen konnten. Die JuPis greifen die Mutterpartei in einem öffentlichen Brief an, dass sich verschiedene Mitglieder “rassistisch”, “sexistisch” oder “anders diskriminierend” geäußert hätten und die Partei keine notwendigen Schritte eingeleitet habe. Laut dem offenen Brief der Jugendorganisation werde es teilweise für gut befunden, wenn man in Twitter-Diskussionen “ausländerkritisch” eingestellt sei. Es wird vor allem eine Konversation thematisiert, bei der eine Piratin sagte, dass sie sich “im Alter nicht von Ausländern pflegen lassen möchte.”


    Der Vize-Pressesprecher der Piraten, Aleks Lessmann, reagierte heute auf diesen Brief. Er sagte, dass es in jeder Partei einen “gewissen Anteil an Idioten” gebe. Die erneute Diskussion über Rassismus und Diskriminierung passt zu den aktuellen großen internen Problemen der Piratenpartei. Es gibt Streit über die Vergabe von Büros, Erpressungsversuche im Landesverband Berlin, antisemitische Äußerungen von Funktionären oder die frühere NPD-Mitgliedschaft von Spitzenkandidiaten. In der Piratenpartei geht es drunter und drüber und eine wirkliche Unterscheidung zu den etablierten Parteien wird immer schwieriger.


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    Ich bin mir darüber klar, daß der Einzelne anbetungswürdig sein kann, die Menschheit in Gänze jedoch ein Brechmittel ist. - Joachim Fernau