»KONY 2012« – Staatspropaganda für die junge Generation

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1331981724_10.jpg','left']Die Internetkampagne KONY 2012, die sich seit der vergangenen Woche rasant im Internet verbreitet [allein mehr als 500.000 Menschen unterstützen die Internetseite über Facebook, und das Video wurde bis zum vergangenen Dienstag bereits mehr als 76 Millionen Mal angeklickt], hat den Kriegsverbrecher Joseph Kony in den Mittelpunkt des Interesses der Weltöffentlichkeit gerückt. Das ist sicherlich ein verdienstvolles Anliegen, aber hinter dieser internationalen Kampagne verbirgt sich eine ausgeklügelte und perfide Agenda, die in dem Video auf sehr manipulative Art und Weise vermittelt wird.


    Wir wollen uns im Folgenden mit dieser Agenda hinter KONY 2012 auseinandersetzen und darlegen, wie das Video die Technik der »Reverse Psychology« oder »umgekehrten Psychologie« einsetzt, um nicht nur ein militärisches Eingreifen in Afrika zu rechtfertigen, sondern suggestiv darauf hinzuarbeiten, die Unterstützer der Kampagne dazu zu bringen, selbst die Forderung nach einem solchen Eingreifen zu erheben.

    Die Internetkampagne KONY 2012 hat sich unter Benutzung sozialer Netzwerke und Medien innerhalb von 48 Stunden über die ganze Erde verbreitet. Man spricht in solchen Fällen auch von einer »viralen Kampagne«, weil die Informationen wie bei einem Virus von Mensch zu Mensch »übertragen« werden. Im Zentrum stehen dabei der afrikanische Rebellenführer Joseph Kony und dessen Kriegsverbrechen, aber auch die sorgfältig und professionell strukturierte »Bewegung«, die ihn aufhalten beziehungsweise seiner gerechten Strafe zuführen will. Zahlreiche prominente


    Persönlichkeiten haben die Bewegung bereits unterstützt, die Medien und Nachrichtensendungen berichten darüber und die sozialen Netzwerke befassen sich intensiv mit diesem Thema. Afrika wird seit Jahrzehnten von Guerillakriegen und dem Problem der Kindersoldaten geplagt, und diese Probleme wurden auch schon in zahlreichen Dokumentationen behandelt, aber diesem 29-minütigen Video ist es gelungen, weltweite Aufmerksamkeit zu erregen und Unterstützung zu gewinnen.


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    Ich bin mir darüber klar, daß der Einzelne anbetungswürdig sein kann, die Menschheit in Gänze jedoch ein Brechmittel ist. - Joachim Fernau