Warum das Grundeinkommen die richtige Lösung ist.

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1326099597_2.jpg','left'] Das Problem der sozialen Gerechtigkeit, der sozialen Absicherung und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist in Deutschland ein enorm wichtiges und für viele Debatten vorrangiges Thema. Ein Grund mehr, sich mit Lösungen für die sozialen Probleme und Schieflagen in der Republik zu beschäftigen und nach sinnvollen Lösungen zu suchen. Das oberste Ziel muss dabei die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen, sprich von uns allen, sein. Bei der Suche nach Lösungen muss der Mensch im Mittelpunkt stehen. Er ist der Dreh-und Angelpunkt für die Entscheidungsfindung. Ihm muss es danach besser gehen als zuvor, er ist es auf was es ankommt. Bei den Linken steht der Mensch im Mittelpunkt um ihn besser für die eigene Ideologie ausnutzen und missbrauchen zu können. Bei den Kapitalisten steht der Mensch auch im Mittelpunkt – zumindest solange er so besser ausgebeutet werden kann.


    Genau hier muss angesetzt werden. Hier müssen Lösungen her, die die Leine der Abhängigkeit des durchschnittlichen Bürgers von den Kapitalhabenden aber auch von staatlicher Bevormundung durchtrennt und den Bürgern so zu einem selbstbestimmten und freien Leben verhilft. Für den Weg dorthin soll nachfolgend das Grundeinkommen, kurz GE, vorgestellt und vertieft werden.


    GE bedeutet, dass der Staat den Menschen innerhalb seines Gebietes einen Betrag auszahlt, von dem diese leben können. Das GE wird ausgezahlt, ohne dass der Mensch dafür eine Gegenleistung erbringen muss. Er bekommt die Zahlung weil er eben ein Mensch ist. Weitere Grundvoraussetzungen sind nicht erforderlich. Allerdings können Sekundärvorausetzungen, wie z. B. den Wohnort innerhalb des Staatsgebietes zu haben oder die Staatsangehörigkeit anfallen.


    Die Definitionen zum GE können je nach politischer Ausrichtung variieren. Der Grundsatz einer menschenwürdigen und unabhängigen Lebensweise ist aber als Grundgedanke querbeet durch die politischen Lager gegeben.


    Im Wesentliche bestehen zwei Pole beim Grundeinkommen. Es gibt die Möglichkeit des bedingungslosen GE und des bedingungsabhängigen GE.


    Das bedingungsabhängige GE meint in der Regel, dass ähnlich wie jetzt bei Hartz IV, die Einkommens- und Vermögensverhältnisse geprüft werden müssen. Sprich der Bürger muss vorzeigen was er hat, es erfolgt eine Bedürftigkeitsprüfung und wer eben als „arm genug“ befunden wird, kann auf eine „milde Gabe“ von den Steuerzahlern hoffen. Als Argument für dieses Verfahren wird angeführt, dass „ein Mann wie Josef Ackermann“ (der nebenbei bemerkt gar nicht zu den Superreichen gehört) doch gar nicht auf das GE angewiesen sei. Eine Argumentationslinie, die eher von SPD-nahen Kräften angeführt wird und keinen geeigneten Grund für die Ablehnung des bedingungslosen GE darstellt. Vielmehr dringt hier der Wille nach einem Überwachungs- und Bevormundungsstaat durch. Die Argumentationslinie ist schon beim Kindergeld gescheitert. Das Kindergeld muss unabhängig des Einkommens der Erziehungsberechtigten gezahlt werden (§ 62 EStG). In der SPD gab es in den 80er Jahren Bestrebungen das Kindergeld am Einkommen der Eltern auszurichten. Dieses Ziel scheiterte gerichtlich am Gleichheitsgrundsatz. Das Kindergeld ist laut verschiedener Gerichtsurteile schließlich als Einkommen des Kindes anzusehen. Die Vorstellung vom bedingungsabhängigen GE spiegelt damit eher die Einstellung wie bei Hartz IV (von Rot-Grün eigeführt) wieder. Diese Position ist im Kreis der GE-Befürworter allerdings zunehmend in der Minderheit.


    Das bedingungslose GE ist wesentlich einfacher, da keine Bedürftigkeitsprüfung erfolgt. Man bekommt die Zahlung nicht, weil man möglicherweise mittellos ist, sondern weil man ein Mensch ist. Das ist der wesentliche Unterschied in den beiden Denkansätzen. Dadurch, dass Einkommen und Vermögen nicht angerechnet werden, sprich jeder seinen festen Betrag bezieht, ist jeder seines Glückes Schmied. Wem das Geld reicht, der ist glücklich. Wer mehr haben möchte, kann im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas dafür tun. Das schafft Unabhängigkeit und setzt Kraft für Innovation und Unternehmungsgeist frei. Ausgehend vom bedingungslosen GE würde jedem Bürger ein Betrag X monatlich ausgezahlt. Dieser Betrag steht dem Bürger zu. Dabei ist es völlig unabhängig, ob er weitere Einnahmen oder Vermögen hat oder ob er mit anderen Menschen zusammen lebt.


    Von Gegner des GE, insbesondere von denen, die jetzt von geringen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen profitieren, wird immer rasch angeführt, dass bei einem GE die Menschen nicht mehr arbeiten gehen würden. Die Antwort lautet ganz klar: Nein! Man muss jetzt schon nicht arbeiten gehen, weil man sich auch mit Hartz IV das Leben finanzieren kann. Wer sich bestens auskennt und der vielen Lücken und Hintertürchen kundig ist, fährt damit besser als mancher, der eine Vollzeitstelle hat. Wer nicht arbeiten will, der tut es auch schon jetzt nicht. Entweder weil er so vermögend ist, dass er den lieben langen Tag die Golfschläger schwingen oder weil er seine Bedürfnisse hinreichend mit Hartz IV befriedigen kann. Wer keinen „Bock auf Arbeit“ hat, der arbeitet in diesem Sozialsystem genauso wenig wie mit dem GE.


    Die meisten Menschen wollen arbeiten und aktiv sein. Sie wollen vielleicht nicht den Beruf ausüben, den sie zum Beispiel aus Mangel an Alternativen derzeit erledigen, aber sie wollen etwas tun. Viele Menschen gehen arbeiten und verdienen trotz zermürbender Vollzeitbeschäftigung so wenig, dass sie noch beim Jobcenter die Hand auf halten müssen. Wer würde diesen Menschen allen Ernstes vorwerfen wollen, nicht arbeitswillig zu sein?


    Generell besteht hier ein Definitionsproblem. Nach wie vor wird in der Gesellschaft oftmals nur das als „Arbeit“ bezeichnet, was mit Geld entlohnt wird. Sprich die Erwerbstätigkeit zählt als Arbeit. Doch wie viel Arbeit wird gemacht, die vielfach ungesehen und ohne finanziellen Ausgleich geschieht?


    Familienarbeit ist auch Arbeit, ebenso wie die Erziehung der Kinder, die Pflege von Alten und Kranken, die ehrenamtliche Hilfe im Tierheim oder bei der Müllbeseitigung in der Stadt, das Engagement im Verein, die Hilfe für den Nachbarn in Not, die Mitarbeit in einer Partei, der Gewerkschaft oder anderen Organisationen. Viel Arbeit wird verrichtet, weil Menschen etwas Sinnvolles tun wollen. Sie verlangen dafür gar kein Geld, sie tun es aus Überzeugung und dem Wunsch sich zu beteiligen. Ein gutes Beispiel ist hier auch dieses ehrenamtlich geführte Nachrichtenportal.


    Nachdem die Gegner in diesem Punkt widerlegt sind, wird schon der nächste Gegenschlag durchgezogen. Das GE sei doch viel zu teuer, wird gerne behauptet. In Anbetracht von milliardenschweren Eurorettungsschirmen wirkt dieses Gegenargument fehl am Platz. Menschen sind wichtig, nicht eine von vorneherein zum Scheitern verdammte marode Kunstwährung.


    Aber auch so hat das Gegenargument keinen Halt. Nein, es wäre sogar preiswerter als der jetzige für niemanden mehr durchschaubare Dschungel an diversen Gesetzen, Hintertürchen und Fallstricken mit seiner wuchernden Bürokratie. In Deutschland gibt es unzählige Sozialleistungen. Bund, Länder, Gemeinden und Sonderbehörden zahlen Unmengen verschiedene Hilfen aus. Immer wieder ändern sich diese. Manche fallen weg, dafür kommen neue hinzu. Eine ungefähre Übersicht gibt die Broschüre „Soziale Sicherung im Überblick“ des BMAS. 2007 belief sich der Betrag für Soziales laut Goethe-Institut auf satte 706,9 Milliarden Euro. Alleine im Bundeshaushalt, also ohne Länder und Gemeinden, summieren sich die geplanten Ausgaben für Arbeit und Soziales für das Jahr 2012 auf mindestens 126,5 Milliarden Euro und beanspruchen damit rund 40% des Gesamthaushaltes. Die Sozialausgaben steigen, wie man in den letzten Jahrzehnten beobachten konnte, stetig an.


    Ende 2010 hatte Deutschland laut Weltbank rund 81,7 Millionen Deutsche und Ausländer als Einwohner. Davon sind rund 15 Millionen minderjährig und mindestens 15,4 Millionen Ausländer oder sogenannte „Personen mit Migrationshintergrund“. Lässt man auch den Ausländern das GE zukommen, hat man also 81,7 Millionen Empfangsberechtigte. Erhalten Minderjährige einen niedrigeren GE-Betrag von z. B. 500,00 Euro und Erwachsene einen Betrag von 800,00 Euro, dann hat man Jahresausgaben von 640,320 Milliarden für Erwachsene und 90 Milliarden für Kinder. Summiert ergibt dies 730,320 Milliarden. Das klingt zunächst nach mehr, rechnet man aber das Einsparvolumen bei Bürokratie und Verwaltung dazu, dürfte sich das Verhältnis wieder in etwa bei der bisherigen Größenordnung bewegen.


    Würde man den Ausländern, die noch nie in Deutschland gearbeitet haben oder kriminell sind, die Zahlungen verweigern und stattdessen abschieben, senkte sich der Betrag natürlich. Zudem könnte man sagen, dass Personen, die in Haft sind, keinen Anspruch auf das GE für die Haftdauer haben. Sie sind dort schließlich rundum versorgt. Auch das könnte die Kosten noch ein Stück senken.


    Damit steht das GE dem bisherigen System in etwa den selben Kosten gegenüber. Es würde sogar bei Einsparungen mit einem höheren GE-Betrag als im Rechenexempel aufgeführt funktionieren und sich dennoch für den Steuertopf lohnen.


    Das weitere Sparpotential muss bedacht werden. Schafft man alle andere staatlichen Sozialleistungen ab, also Kindergeld, Hartz IV, ALG, Elterngeld, Rente, Wohngeld usw. braucht man logischerweise auch einen weitaus geringeren Verwaltungs- und Bürokratieaufwand. Hierbei spart man auf lange Sicht viele weitere Milliarden. Man bräuchte nur eine Behörde, die zentral zum Beispiel über die Gemeindeverwaltungen die Anträge annimmt und bearbeitet. Das Formular könnte kurz sein. Eine Seite reichte aus, da keine Anspruchsprüfungen bestehen. Lediglich Name und Anschrift (für den Bescheid), die Kontoverbindung und eine Kopie der Geburtsurkunde oder des Ausweises wären nötig für die Bearbeitung. Stirbt ein Bürger, erfahren dies die Gemeindeverwaltungen über das Friedhofsamt und können die Information der zentralen Behörde melden um die Zahlungen einzustellen. Auch die Sozialgerichte würden kaum mehr beansprucht werden müssen. Damit ließe sich ein gigantisches Einsparvolumen erschließen. Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber wären ebenfalls entlastet, da sie keine Beiträge mehr zur Renten- und Arbeitslosenversicherung leisten müssten. Zudem entfiele auch hier jede Menge Papierkram.


    Ein Gegenargument von eher rechter Seite ist, dass dann viele Ausländer nach Deutschland kämen um diese Sozialleistung beziehen zu können. Dieses Argument zeugt jedoch von wenig Wissen um die herrschenden Zustände. Die Einreiseregelungen in die BRD sind jetzt schon sehr locker und werden sehr laissez-faire gehandhabt. Schon jetzt gilt: Wandert ein Ausländer ein, ist es nicht die Frage ob, sondern nur was er an Sozialleistungen bekommt. Seit der Eurokrise wandern z. B. sehr viele Griechen und Spanier in die deutschen Sozialsysteme ein, ohne je hier gearbeitet zu haben. Die Art der Sozialleistung ändert hieran nichts. Vielmehr müssten die Gesetze, die diesen Missbrauch beflügeln, geändert werden.


    Nun lässt sich natürlich fragen, welche konkreten Vorteile des GE benannt werden können. Die Liste ist sicher sehr lange. Sie reicht von allgemeinen Vorteilen, wie Gerechtigkeit, Bürokratieabbau und Entlastung der Staatkasse zu ganz individuellen Vorteilen. Die nachfolgende Aufzählung erhebt daher auch nicht den Anspruch vollzählig zu sein oder die Vorteile eines jeden Einzelnen im Detail zu erfassen. Die Reihenfolge der Aufzählung stellt keine Wertigkeit dar.


    - Das GE macht den einzelnen Bürger autark von den Mächten und Wirrungen des Arbeitsmarktes.


    - Es entfiele die Existenzangst. Man kann sich sicher sein, jeden Monat einen fixen Betrag mit Sicherheit zu bekommen.


    - Durch den Wegfall des Existenzdruckes gäbe es viel weniger psychische Krankheit und damit auch weitaus geringere Kosten für die Krankenkassen. Gerade Krankheiten wie Burn-Out und Depressionen wären stark rückläufig. Auch Krankheiten, die durch einen arbeitsbedingten Verschleiß und Abnutzung des Körpers verursacht werden, würden weniger, da diese Arbeit dann weniger von Vollzeit- sondern mehr von Teilzeitkräften erledigt werden könnte.


    - Es würde die Familienarbeit stärken und Familien wären besser als bisher finanziell unterstützt. Es müssten nicht mehr beide Elternteile zwingend werktätig sein. Auch das Entlastet den Arbeitsmarkt.


    - Kinder wären kein Armutsrisiko mehr.


    - Mehr Menschen könnten sich in gemeinnützigen Organisationen und Parteien engagieren.


    - Der Staat und damit die Steuerzahler sparten viel Geld.


    - Die Entwürdigung und Stigmatisierung durch Arbeitslosigkeit und Bedürftigkeitsprüfung entfiele.


    - Es gäbe sehr viel weniger Sozialneid, da ein jeder wüsste, der andere hat diesen Betrag auch zur Verfügung.


    - Der Konsum würde ansteigen, damit würde die Wirtschaft angekurbelt und der Staat hätte mehr Steuereinnahmen bei gleichzeitig sinkenden Kosten.


    - Das GE verbessert die Möglichkeit zur Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit.


    - Ein Grundeinkommen ist einfach und transparent, jeder kann es nachvollziehen. Keiner muss fürchten „zu kurz zu kommen“.


    - Ein GE verbessert die Möglichkeiten zur Fortbildung und Bildung allgemein.


    - Viele würden eine geringere Stundenzahl bei ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen. So entstehen viele neue Arbeitsplätze. Die vorhandene Erwerbsarbeit wird gerechter verteilt.


    Das GE hat viele Vorteile. Warum kommt es dann nicht? Weshalb kommt es in der öffentlichen Debatte, wenn man von Parteitagen bei Piraten, FDP und Grünen oder den Vorträgen des DM-Chefs Götz Werner absieht, kaum vor? Das GE scheiterte bislang an den politischen Verhältnissen. Insbesondere SPD und CDU sowie die Machtausübenden bei den Grünen haben sich vehement gegen das GE gestemmt.


    In einem Staat, in welchem man durch Zerstörung der Familie, durch Arbeitsstressüberlastung, Entsolidarisierung, Verausländerung, Verasozialisierung und Ausgrenzung von Bildungsmöglichkeiten die Menschen zu einheitlichen, ängstlichen und willensschwachen EU-Nutzmenschen (Josefine Barthel, COMPACT 12/11) abrichten will, liefe ein GE diesen Zielen ganz klar zuwider. Das Schlimmste für das Establishment wären selbstdenkende und widersprechende Bürger. Bürger, welche die Zeit und Energie hätten sich kritisch mit den herrschenden Verhältnissen auseinander zu setzen um ihre eigenen Lebensumstände zu verbessern, sind den Machthabern ein Dorn im Auge. Solange man mit Hartz IV noch eine Politik der Angst erzeugen kann, solange Menschen um den sozialen Abstieg und um Verlust des Arbeitsplatzes fürchten müssen, wenn sie sich als „unliebsame Bürger“ betätigen, solange halten sich die etablierten Meinungsmacher und ihre willfährigen Handlanger an der Macht. Wir alle strampeln jeden Tag in unserem Hamsterrad von Arbeit, Sorgen und Belastungen. Wir haben zu wenig Zeit und zu viel zu tun. Viele wissen nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. Genau das ist die Versicherung für den Erhalt der guten Plätze an den Futtertrögen der Macht für die Eurokraten und ihre bundesdeutschen Pendants. Ein GE, welches den Menschen Autarkie und damit Eigenverantwortung („Jeder ist seines Glückes Schmied“) und Menschenwürde verschaffte, ist daher noch in weiter Ferne.


    Quelle: S.A.S., Deutschlandecho

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

    Einmal editiert, zuletzt von RockNORD ()

  • P.S. Zurück aus der „Weihnachtspause“ ;-)


    Bester Gruss
    RockNORD-Redax

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Das ist ja das irre an diesem System, viele Einkommen sind so niedrig, daß man noch zum Arbeitslosenamt rennen muß und eine sogenannte Aufstockung beantragen muß.
    Die Zeiten sind ja bekanntlich schon lange vorbei, als man noch von seinem Lohn gut leben konnte.
    Andere Länder machen es einem ja auch noch vor, daß es ja auch im Interesse der Allgemeinheit ist, für das Wohlergehen der Arbeitnehmer zu sorgen, aber hier im BRD-Irrenhaus werden viele Arbeitnehmer verschlissen, körperlich und seelisch.
    Aber das ist ja alles bekannt.
    Der Staat muss einfach weg, das ist klar!

  • Auch wenn mich dafür wahrscheinlich einige steinigen möchten, aber ich habe meine ganz klar defeninierte Meinung zum Grundeinkommen: Wer nix einzahlt, hat auch nix zu erwarten! Ich sehe es nämlich überhaupt gar nicht ein das ich jeden Tag früh aufstehe und arbeiten gehe, nur damit andere jeden Tag ausschlafen können und an sich rumspielen dürfen.
    Meinem empfinden nach gehört auch Hartz IV und alles was in die Richtung geht abgeschafft, denn wer arbeiten will, damit er sich mal was schönes leisten kann, der findet auch was, kenne ich persönlich das perfekte Beispiel für.
    Klar, ich würde damit zurechtkommen das z.B. eine Frau die sich zu Hause sich um die Kinder kümmert und diese großzieht Geld dafür vom Staat bekommt, aber eben weil sie dafür etwas tut. Nur wer kein Bock hat auf arbeiten, hat in meinen Augen auch kein bisschen was zu erwarten.

    Die Scharfschützenlegende: 705 bestätigte Abschüsse in nur 100 Tagen Fronteinsatz bei -40 Grad Celsius.
    Zitat: "Ich tat, was mir aufgetragen wurde, so gut ich es konnte."

  • Zitat von "Valkoinen Kuolema"


    ...denn wer arbeiten will, damit er sich mal was schönes leisten kann, der findet auch was...


    Diesen Spruch finde ich sowas von zum :kotz:


    Wenn man sein Abi/Doktortitel/ etc hat, mag das ja stimmen, aber wie sieht es als "Normalsterblicher" mit Haupt bzw. Realschule aus? Da bleibt einen zu 95% Leihsklaverei übrig! Schau mal bei der jobbörse rein, da findet man in einigen Branchen fast nur noch Leiharbeitsfirmen, die einen auch noch mit falschen Versprechen ködern. Ich selbst musste mir mein Gehalt aufstocken, da 700€ NETTO definitiv zu wenig zum Leben sind, und ich habe gewiss keine hohen Ansprüche. Wenn ich zuhause geblieben wäre, schön mit Hartz IV, hätte ich unter dem Strich mehr in der Tasche gehabt.

    Die Kontrolle der Medien ist die Kontrolle des Geistes
    Cabal


    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke
    George Orwell


    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart
    Curt Goetz

  • Zitat von "Scattermax"


    Wenn man sein Abi/Doktortitel/ etc hat, mag das ja stimmen, aber wie sieht es als "Normalsterblicher" mit Haupt bzw. Realschule aus?


    Meinst du? Meine Mutter z.B., kein Doktortitel und auch kein großartigen Schulabschluss, hat genau das alles mehrfach durch was du geschildert hast mit Leiharbeit, oder auch Arbeitgeber die keinen Lohn zahlen wollen etc. Aber dennoch konnte sie sich stets eine Wohnung, ein Auto und genug zu Essen leisten und zwar deswegen weil sie sich nicht zu schade war für Arbeiten wie bei anderen Leuten zu putzen, spät Abends in einer Spielhalle zu arbeiten oder wie jetzt, sich Probleme von Leuten anzuhören, die es zwar schaffen sich eine 30.000 Euro Küche zu kaufen, aber zu blöd sind die Bedienungsanleitung zu lesen.

    Die Scharfschützenlegende: 705 bestätigte Abschüsse in nur 100 Tagen Fronteinsatz bei -40 Grad Celsius.
    Zitat: "Ich tat, was mir aufgetragen wurde, so gut ich es konnte."

  • Ist echt schwierig, als nationaldenkender Deutscher da den richtigen Weg zu finden.
    Wer voll in Lohn und Brot steht, wenig verdient oder Leihsklave ist, unterstützt massiv dieses System, aber er oder sie sorgt für sich selber, so sollte es auch sein.
    Aber mit seiner Arbeitsleistung diesen Staat und auch noch das Bonzentum zu unterstützen, ist auch nicht das wahre vom Ei.
    Ist ne schwierige Situation und muss jeder für sich selber seinen Weg finden, aber ein Deutscher, der diesem System den Finger zeigt und mit dem Arsch zu Hause bleibt und staatliche Leistungen in Anspruch nimmt, das ist für mich eine Notwehrsituation.

  • Zitat von "RockNORD"


    Hier müssen Lösungen her, die die Leine der Abhängigkeit des durchschnittlichen Bürgers von den Kapitalhabenden aber auch von staatlicher Bevormundung durchtrennt und den Bürgern so zu einem selbstbestimmten und freien Leben verhilft.


    Dieser Satz ist ein Widerspruch in sich. Wie funktioniert ein frei- und selbstbestimmtes Leben, wenn ich mir jeden Monat das Geld vom Staat hole? Mehr Abhängigkeit geht nicht.


    GE ist schön und gut und vielleicht funktioniert es wirklich (z.B. über einen Mehrwersteuersatz von 25%), aber man gibt in diesem Moment den kläglichen Rest Freiheit auf, der einem noch geblieben ist.



    Zitat von "Scattermax"


    Schau mal bei der jobbörse rein, da findet man in einigen Branchen fast nur noch Leiharbeitsfirmen, die einen auch noch mit falschen Versprechen ködern.


    In diesem Falle kann ich nur sagen, selbst Schuld! Wenn keiner zu diesen Firmen hin geht, könnten sie auch nicht existieren. Entweder solche Firmen umgehen und direkt bei Arbeitgebern anfragen oder wenn nicht möglich, Leiharbeitsfirmen boykottieren und damit zerstören. Einfacher ist es sicherlich, hier zu klagen.



    Stichwort Eigeninitiative


    Man kann aber noch einen Schritt weitergehen und macht sich Selbstständig. Das kann selbst der letzte Bauer aus Anatolien (man schaue sich mal die Firmengründungsquoten unter Migranten an, selbst bei Abzug von Scheinselbstständigkeit).


    Ein kurzes Beispiel: Ich kam nach Berlin um zu studieren. Hatte mir ein schönes Leben mit BAföG und co. ausgerechnet. Dann der kam die Mitteilung, es wird nicht gezahlt. Ich habe geklagt, ohne Erfolg. Dieser Staat wollte mir partout kein Geld geben. Um an Geld zu kommen habe ich angefangen, kleinere Jobs mit anderen Kommillitonen SELBSTSTÄNDIG auszuführen. Im Internet findet man viele Möglichkeiten, als Handwerker, Bauarbeiter, etc. Jobs zu finden. Es wurden immer bessere Jobs. Also eine eigene Firma gegründet und somit noch mehr Studenten zu Geld verholfen, weil die Auftragslage immer besser wurde. Jeder hat das gleiche bekommen, sprich ich als Chef nicht mehr als ein ungelernter Helfer. Über diesen Job haben Einige (mich insklusive) einen noch besseren bekommen.


    So sehr ich diesen Staat auch hasse, aber nirgendwo hat(te) man bessere Möglichkeiten, etwas Eigenes aufzubauen. Natürlich kann man auch nirgendwo besser alles wieder verlieren.

    Lasst euren Körper vergessen, was tierische Produkte sind - euren Verstand aber nicht.

  • Zitat

    Ein kurzes Beispiel: Ich kam nach Berlin um zu studieren. Hatte mir ein schönes Leben mit BAföG und co. ausgerechnet. Dann der kam die Mitteilung, es wird nicht gezahlt. Ich habe geklagt, ohne Erfolg. Dieser Staat wollte mir partout kein Geld geben. Um an Geld zu kommen habe ich angefangen, kleinere Jobs mit anderen Kommillitonen SELBSTSTÄNDIG auszuführen. Im Internet findet man viele Möglichkeiten, als Handwerker, Bauarbeiter, etc. Jobs zu finden. Es wurden immer bessere Jobs. Also eine eigene Firma gegründet und somit noch mehr Studenten zu Geld verholfen, weil die Auftragslage immer besser wurde. Jeder hat das gleiche bekommen, sprich ich als Chef nicht mehr als ein ungelernter Helfer. Über diesen Job haben Einige (mich insklusive) einen noch besseren bekommen.


    Jefällt ma, jeht ab. ;)

    Ich bin mir darüber klar, daß der Einzelne anbetungswürdig sein kann, die Menschheit in Gänze jedoch ein Brechmittel ist. - Joachim Fernau

  • Zitat von "Der_Uerdinger"


    In diesem Falle kann ich nur sagen, selbst Schuld! Wenn keiner zu diesen Firmen hin geht, könnten sie auch nicht existieren. Entweder solche Firmen umgehen und direkt bei Arbeitgebern anfragen oder wenn nicht möglich, Leiharbeitsfirmen boykottieren und damit zerstören. Einfacher ist es sicherlich, hier zu klagen.


    Leichter gesagt als getan. Ich habe innerhalb eine Jahres mehr als 60 Bewerbungen rausgehauen, hab sämtliche Zeitungen, Onlineportale etc. nach Jobs durchgepflügt, hab auch in meinen Bekanntenkreis herumgefragt, habe unzählige Firmen direkt angeschrieben, alles ohne Erfolg. Erst als ich Leihsklave war, habe ich erfahren warum: Viele Firmen ignorieren Bewerbungen und holen sich lieber einen Leihsklaven, der dann vielleicht festangestellt wird.


    Die Leute, die Leiharbeit machen (müssen! Arbeitsamt und der Sanktionenkeule sei dank!) haben garantiert keinen Spass daran. Viele meiner Ex-Kollegen haben zuhause noch eine Familie, die sie irgendwie ernähren müssen und schuften sich für einen Hungerlohn den Buckel wund. Von denen weiss jeder, das die Chef's von solchen Firmen die meiste Kohle einstreichen, aber was soll man machen?


    Zuhause sitzen mit HartzIV ist Asozial, arbeiten gehen als Leihsklave auch, könnt ihr euch mal einigen?!

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    George Orwell


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    Curt Goetz

  • Zitat von "Scattermax"


    Zuhause sitzen mit HartzIV ist Asozial, arbeiten gehen als Leihsklave auch, könnt ihr euch mal einigen?!


    Da hast du was falsch verstanden. Die betroffenen Leute sollen sich diesem Leiharbeitssystem widersetzen. Natürlich wollen Politik und Kapital es so nicht, aber man muss Stück für Stück an ihrem System knabbern, bis es irgendwann einfällt.

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  • Widersetzen ist gut. Nimmst Du das erste oder zweite Angebot von der Arge für Leiharbeit nicht an, streichen die Dir knallhart die Bezüge.


    Bester Gruss
    RockNORD-Redax

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Irgendwo muss man ja anfangen. Man kann natürlich auch nur klagen und heulen, aber darüber wird das System nur lachen. Wenn sich die Leute organisieren, haben sie mehr Macht.

    Lasst euren Körper vergessen, was tierische Produkte sind - euren Verstand aber nicht.

  • Hartz 4 und rumsitzen ist echt asozial. Leihsklave sein und das Andere sich an der eigenen Arbeitsleistung voll bereichern auch.
    Nun was machen, ich finde, das muss jeder für sich selber entscheiden, nur für einen Hungerlohn hier zu arbeiten, ist die schlechteste Lösung, da unterstützt man massiv diese Sklaverei.


    Also, etwas die Gehirnzellen anstrengen, denn dieses System hat ehrliche Arbeiter nicht verdient, die sich für einen Appel und ein Ei krummlegen.

  • Die alternative wäre dann arbeitslos ohne Leistungsbezug. Das werden die wenigsten können die nicht gerade in einer Hütte im Wald leben. Andere Option: "unter der Hand" arbeiten. Bleibt aber das Risiko, erwischt zu werden.

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  • Zitat von "Scattermax"


    Die alternative wäre dann arbeitslos ohne Leistungsbezug. Das werden die wenigsten können die nicht gerade in einer Hütte im Wald leben. Andere Option: "unter der Hand" arbeiten. Bleibt aber das Risiko, erwischt zu werden.


    Man kann auch ganz legal "unter der Hand" arbeiten. Einfach ein Nebengewerbe anmelden. Da zahlt man keine Steuern und kann bis zu 17.500€ im Jahr dazu verdienen.

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  • Tatsächlich? Gut, das wusste ich nicht.

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  • bin auch gegen ein GE ebenso wie ich gegen Mindestlohn bin. Beides sind Maßnahmen gegen die Symptome aber nicht die Ursache des Problems. WENN unser Staat seiner Aufgabe nachkäme und hier vor Ort durch ein gutes Bildungssystem , gute Infrakstruktur und entsprechende Anreize ( z.B. komplette Steuerbefreiung der Unternehmen welche in Deutschland Produzieren,Forschen etc , die Steuern sind eh alle in den Preisen der Produkte mit eingerechnet zahlen die Endkunden also auch jetz schon ...) dafür sorgen würde, dass es attraktiver ist einen Laptop in Deutschland zusammen zuschrauben als in China, oder Fußbälle nicht von Kindern in Indien sondern von Maschinen durch deutsche gewartet und kontrolliert in Deutschland hergestellt werden dann hätten sich all diese Probleme längst gelöst. Ein zu niedriger Lohn entsteht durch ein Ungleichgewicht aus Angebotener Arbeitskraft und nachgefragter Arbeitskraft. Wenn in einem 500 Einwohner Dorf 100 Friseur werden wollen und 200 Frauen "Bürokrauffrau" (Sekretärin) werden dann müssen sie sich nicht wundern wenn die Leute einfach da hingehen wo es am billigsten ist. Ohne Einmischung regelt sich das in der Natur von alleine ( von den 100 Friseuren würden wahrscheinlich 98 verrecken und die letzten beiden kämen mit der Nachfrage auf einen Lohn von dem sie gut leben können) wir haben aber nunmal überall eine Einmischung (was ja im gewissen maße auch gut ist).


    Schafft die Politik also statt dieser ganzen Geldumverteilung lieber die Grundlagen für reales Wachstum und eine real existierende WIrtschaft und sagt gleichzeitig bestimmt dazu wir lassen Arbeitskräfte aus anderen Nationen NUR in absoluten Ausnahmefällen und oder wenn die Einreise eines Experten die Beschäftigung von 15 anderen Möglich macht (und da meine ich wirklich ausgewiesene Experten) in diesen Kreislauf dann steigen die Löhne auf ein Niveau auf dem alle in diesem Land super leben können (dann entseht nämlich ein Kampf um die Arbeitskräfte). Genauso kann man dann z.B. Gesetzlich Regeln dass ein Leiharbeiter aufgrund der Unsicherheit seines Jobs min. 20% über dem durchschnittlichen Gehalt eines normal angestellten vergütet bekommen muss. Das alles ist wesentlich effektiver und "einfacher" als einfach nur das Geld jemanden wegnehmen (ja wo kommen die 740Mrd denn her, *magie*) und an andere Verteilen