Welch' Überraschung: Banken denken erstmals über Euro-Ende nach.

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1297281004_2.jpg','left'] Bisher galt es in Bankenkreisen als Tabu, über die konkreten Folgen des Auseinanderbrechens der Euro-Zone Analysen zu verfassen. Die HSBC hat nun erstmals ein solches Papier verfasst und in Umlauf gebracht. Es ist vor allem ein Dokument der Abhängigkeit der Banken vom gegenwärtigen Euro-System. | Unter dem Titel „Wie man die Probleme des Euro lösen kann“ hat die britische Großbank HSBC in dieser Woche ein Papier verbreitet, in dem erstmals die Mechanismen eines Auseinanderbrechens der Eurozone analysiert wurden. Das Papier überrascht nicht so sehr wegen seines Inhalts als vielmehr durch die Tatsache, dass die Banken im Hintergrund die Möglichkeit eines Euro-Endes offenbar langsam in den Bereich des Denkmöglichen rücken. Dies galt bisher als Tabu, und als allgemeine Sprachregelung in der Finanzwirtschaft galt, dass nicht sein könne, was nicht sein dürfe.


    Dem entspricht auch die Struktur des HSBC-Papiers: Die Folgen des Austritts eines Landes wären so katastrophal, dass dieser Fall am besten niemals eintreffen solle. Am katastrophalsten wäre dieser Fall vor allem für die Banken, weil viele von ihnen noch jede Menge von Schrottpapieren in ihren Büchern haben. Ihr größtes Interesse ist es, dass es den Euro und die EU weitergibt.


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    Weitere Verweise aus der „alternativlosen“ Welt des Wahnsinns:


    Wie die Polen ohne den Euro die Krise umschiffen


    Die Steuerzahler sollen die Banken retten


    Grünen-Finanzexperte will zentrales EU-Finanzministerium

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon