Michael Winkler: Wir verdammten Nazis!

  • Fühlen Sie sich von der Überschrift angesprochen? Nein? Oder doch? Vielleicht hätte ich ja "Saupreißn" schreiben sollen, das paßt genausogut. Womöglich haben Sie ja schon die Geschichte von dem kleinen Mittelmietrachinger Jungen gehört, der weinend auf der Straße stand und auf die Frage, was er dann habe, geantwortet hat: "Mei Vota hat mi herg'haut, der Saupreiß, der dreckate!" So wie jeder, auch ein Urbayer in der 100. Generation, ein Saupreiß sein kann, so kann eben jeder ein Nazi sein. Das Schimpfwort paßt und es ist wohlfeil, ganz einfach. Faschist hätte ich ebenfalls wählen können. Trittin ist ein Grün-Faschist, Roth eine Türkei-Faschistin, Schäuble ein Finanz-Faschist, Seehofer ein Beliebigkeits-Faschist und Merkel eine Tunix-Faschistin. Es paßt immer, oder? Ach so, ja. Mussolini hat sich selbst als Faschist bezeichnet und das Ganze so definiert: Faschismus ist das Bündnis aus Politik und Großindustrie. Da wir in Merkeldeutschland ein festes Bündnis aus Politik und Großbanken haben, leben wir also ganz offiziell in einem faschistischen Staat. Genau so hat Mussolini das definiert, nur der Pomp ist heute ein anderer. Hitlers neue Reichskanzlei war ein sehenswerter Prachtbau, Kohls neues Kanzleramt ist dagegen eine mißratene Waschmaschine. Aber über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten.


    Der Faschismus ist überall und weil keiner so recht weiß, was dieser Faschismus überhaupt ist, wurde daraus eine Wortkeule. Wer nicht für "uns" ist, ist eben ein Faschist. Oder ein Saupreiß, und sei es ein hinterindischer. Wenn wir Faschismus als autoritären Staat auffassen, der in alles hineinregiert, nun, dann haben wir heute überall Faschismus. Es gab einmal ein Betriebssystem namens MS-DOS, das paßte auf eine einzige 360k-Diskette und es war sogar noch Platz übrig. Dieses Betriebssystem steckt irgendwo noch immer in Ihrem Windows-Rechner, auch wenn dieses Windows heute tausendmal so groß geworden ist.


    Bei Staaten geht es genauso, wenn auch nicht so rasant. Die BRD hat als schlanker Staat angefangen, mit wenigen Gesetzen und wenigen Beamten, obwohl sie bereits die ganze Rechtstradition des Deutschen Reiches geerbt hatte. 60 Jahre zügelloser Demokratie haben aus diesem Staat einen faschistischen Staat werden lassen, mit Regeln für alles und jeden, mit einem riesigen Beamtenheer und Massen von Angestellten im öffentlichen Dienst. Gängelungen und Regelungen an allen Orten, 500 Meter Straße ohne ein einziges Verkehrsschild könnte man schon auf den Karten als Sehenswürdigkeit markieren.


    Der Faschismus beginnt im Kleinen, uniformierte Parteien sind dazu ebenso unnötig wie Politiker in heroischen Posen. Faschismus sind Denkverbote, sind Vorschriften für die Auslegung von geschichtlichen Ereignissen, sind politische Gefangene und politische Verfolgung. Merkeldeutschland ist zwar nur eine Staatssimulation, aber diese Simulation ist Faschismus in allen Belangen, eine Kanzlerin, die Orden und Auszeichnungen sammelt wie weiland Herrmann Göring inklusive.


    Faschismus ist heute ein Allerwelts-Schimpfwort, ein wohlfeiles noch dazu. Böse sind immer die Anderen, und weil sie böse sind, sind sie auch Faschisten. Oder umgekehrt. So sind die heutigen Antifaschisten bessere Faschisten als die meisten Parteifreunde Mussolinis. Obwohl, das "besser" sollte ich zurücknehmen. Die Autonomen, der schwarze Block unter diesen Anarcho-Faschisten ist eine wilde, ungezügelte Schlägertruppe, die, von der Gewaltbereitschaft abgesehen, nichts mit den disziplinierten Truppen der alten Faschisten gemein hat.


    Wie ist das mit den "Nazis"? Die sind doch wenigstens böse, oder? Auf die National-Zionisten mag das zutreffen, aber Großisrael von Nil bis zum Euphrat, in dem Gojim (Nichtjuden) höchstens als Sklaven leben dürfen, ist nicht das Thema dieses Artikels. USAnien und Vierzonesien sind zu pleite, um das zu finanzieren, deshalb werden wir diesen Traum aller Nazis und der Bundeskanzlerin nicht mehr erleben.


    Nach der gültigen Sprachverwirrung sind Nazis ja Nationalsozialisten und damit haben wir schon wieder ein Problem. Nationalsozialisten sind Leute wie Konrad Adenauer und Ludwig Erhard. Nein, ich leide nicht unter geistiger Verwirrung, sondern habe nur einen Blick in das erste CDU-Parteiprogramm geworfen. Da gelten nicht nur die Grenzen von 1937, da sollen auch die Schlüsselindustrien verstaatlicht werden, also eine Art Sozialismus auf nationaler Ebene. Und wenn Merkel die heutigen Schlüsselunternehmen, die Großbanken, unter staatlichen Schutz stellt bzw. gleich verstaatlicht, ist das eben dieser nationale Sozialismus. Allerdings ein hundsmiserabler Nationalsozialismus, eben hingemerkelt, weil nicht die Gewinne, sondern die Verluste verstaatlicht werden.


    Der Nationalsozialismus vereinigte die nationale Idee mit der sozialistischen Idee. Die eine Idee könnte man unter "Deutschland, Deutschland über alles" zusammenfassen, die andere Idee war ein wenig wirrer und stammte von Karl Marx, der zufällig Jude war. Die griffige Formulierung dazu ist: "Proletarier aller Länder, vereinigt euch!" Da die Arbeiter der Welt alles erarbeiten und damit die Werte schaffen, sollten die Arbeiter künftig die Welt regieren. Das heißt natürlich, in der Zukunft. Karl Marx hatte nicht die geringste Lust, sich mit Arbeitern gemein zu machen. Proleten stehen eben weit unter Akademikern, meinte der gute Karl.


    Laut Karl Marx sind alle Menschen gleich und laut George Orwell sind nur die Schweine gleicher. Wobei die Schweine die Edelproletarier sind, die Mitglieder der bolschewistischen Partei. Die Schweine sagen den Proletariern, was sie tun sollen und die Proletarier beuten sich danach mit größter Freude selbst aus. Der Kommunismus-Marxismus-Leninismus war in dieser Beziehung ein sehr erfolgreiches System. Schweine wurden genug produziert, leider nicht in den LPGs und Kolchosen, sondern im Parteiapparat. Die Ausbeutung der Proletarier funktionierte prächtig, Armut bei ständiger Planübererfüllung ist ihnen hervorragend gelungen. Unsere Bundeskanzlerin ist dabei, dieses großartige System in der BRD einzuführen, auch wenn die sozialistische Bruderhilfe heute nicht mehr den bombardierten Vietnamesen, sondern den Pleitegriechen gilt.


    Der historische Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 verzichtete auf die sozialistischen Experimente. Es gab keine Diktatur der Schweine unter den Proleten, keine Einheitslöhne vom Hilfsarbeiter bis zum Chefarzt und keine Verstaatlichung der Schlüsselindustrien. Statt Gleichmacherei wurde auf die Kräfte des Individuums gesetzt, weitaus mehr soziale Marktwirtschaft betrieben als Sozialismus sowjetischer Prägung. Reichskanzler Brüning hatte eine radikale Sparpolitik betrieben, die der Weimarer Republik den Todesstoß versetzt hat. Reichskanzler Hitler hat diese Sparbeschlüsse nicht aufgehoben. Er hat keine Verteilungsorgie eingeleitet, wie später Westerwelle, der reiche Hoteliers mit Steuererleichterungen beglücken mußte. Statt dessen hat er den eng geschnallten Gürtel genutzt, um mit dem eingesparten Geld die wirtschaftlichen Probleme zu lösen.


    Die Nationalsozialisten hatten als Ideal die Volksgemeinschaft. Es sollte dem Volk gutgehen, dem eigenen, dem nationalen Volk. Dieses Volk sollte die Früchte seiner Arbeit ernten und für sich selbst nutzen. Statt besitzerlosen Kolchosen wurden die Erbhöfe eingeführt, um die Landwirtschaft auf gesunde Füße zu stellen. Der Bauer als Nährstand erhielt eine Bestandsgarantie für seine Existenz. Das eingesparte Geld wurde verteilt, um mehr Menschen in Lohn und Brot zu bringen. Statt Gleichmacherei wurden gleiche Chancen eingeführt, Arbeiterkinder konnten Gymnasien und Universitäten besuchen, wenn sie über die nötigen Fähigkeiten verfügten. Arbeiter sollten die Meere befahren - in KdF-Schiffen, statt Luxus-Kreuzfahrten für Superreiche und Weltrundflügen für Bundeskanzlerinnen.


    Wenn heute der Nationalsozialismus auf Auschwitz und zweiter Weltkrieg reduziert wird, so liegt das im Propagandaauftrag der veröffentlichten Meinung begründet. Wenn ich ein Produkt habe, ob eine Handwerksarbeit oder ein Staatssystem, so gibt es zwei Arten, um es als besser herauszustellen: Zum einen den direkten Vergleich. Wenn mein Messer Dinge schneidet, die andere Messer nicht schneiden können, ist mein Messer besser, ganz eindeutig. Wenn es diesen objektiven Beweis nicht gibt, oder ich ihn aus einleuchtenden Gründen vermeiden muß, habe ich nur die Möglichkeit, die Konkurrenz schlecht zu reden. Geht es um Politik, kann ich sogar die Vergleiche unter Strafe stellen.


    Das Ziel des Nationalsozialismus' war, daß es Deutschland und den Deutschen gut ging. Aus diesem Grund muß eine Regierung, die ganz andere Ziele hat, diese damalige Regierung schlechtreden. Richtig, Hitler hat aufgerüstet - aber erst, nachdem alle Abrüstungsangebote gescheitert waren. Er mußte es tun, mußte die Ressourcen verschwenden. Richtig, Hitler hat Krieg geführt - aber erst, nachdem man ihn dazu gezwungen hatte. Polen hat diesen Krieg provoziert, und nicht Deutschland, sondern Frankreich und England haben den Weltkrieg begonnen. Über Auschwitz darf gleich gar nicht geredet werden, da ist die deutsche Schuld gesetzlich vorgeschrieben. Auch die wirtschaftlichen Erfolge des Nationalsozialismus' dürfen nicht zu sehr herausgestrichen werden, denn das wäre ja eine "Verherrlichung" des Nationalsozialismus' - und diese ist, natürlich, in der BRD strafbar.


    Deshalb ist "Nazi" (gemeint sind natürlich nicht die National-Zionisten) heute ein Schimpfwort, allerdings ein allgemein gültiges, das so gedankenlos verwendet wird, wie "Faschist" oder eben "Saupreiß". Und in gewisser Weise ist die Bezeichnung Nazi eine Auszeichnung, denn sie erkennt an, daß man das gut durchblutete Organ zwischen seinen Ohren benutzt, um damit eigenständig zu denken.


    Sie sind heute schon ein Nazi, wenn Sie nicht restlos von der Bundeskanzlerin begeistert sind und glauben, daß sie ihren Amtseid als Meineid abgelegt hat. Sie sind ein Nazi, wenn Sie den Aufschwungs- und Endsieg-Meldungen in den qualitätsfreien Medien mißtrauen und statt dessen einen wirtschaftlichen Zusammenbruch herannahen sehen. Sie sind ein Nazi, wenn Sie Papiergeld jeglichen inneren Wert absprechen und sagen, daß die Banken das Finanzsystem zerrüttet haben. Sie sind sogar dann ein Nazi, wenn Sie nicht explizit darauf hinweisen, daß Greenspan, Bernanke, Strauss-Kahn, Ackermann, Trichet, Blankfein und andere wichtige Geldleute rein zufällig Juden sind.


    Natürlich sind Sie ein Nazi, wenn Sie Gold und Vorräte horten, um auf schlechte Zeiten vorbereitet zu sein. Sie sind ein Nazi, wenn Ihnen auffällt, wie viele Straftaten mittlerweile von Nichtdeutschen oder "Deutschen mit Migrationshintergrund" begangen werden. Sie sind ein Nazi, wenn Sie Integrationsverweigerer in jene Heimat zurückschicken wollen, der sich diese Leute verpflichtet sehen. Sie sind ein Nazi, wenn Sie glauben, nur weil Sie nach 1945 geboren worden sind, seien Sie nicht schuldig an Auschwitz und der Judenverfolgung. Sie sind ein Nazi, wenn Sie das Evangelium nach Guido Knopp als Geschichtsverfälschung ansehen.


    Natürlich sind Sie auch dann ein Nazi, wenn Sie in der Bibel lesen - im Alten Testament, die zahlreichen Geschichten von Völkermord und ethnischen Säuberungen. Sie sind ein Nazi, wenn Sie die antisemitische Gewalt in Israel verurteilen, an den semitischen Palästinensern. Sie sind ein Nazi, wenn Sie Amerika und seine ständigen Kriege als bösartig bezeichnen. Und Sie sind ein Nazi, wenn Sie Deutsche als Opfer von Krieg und Vertreibung bezeichnen.


    In einer Demokratie sind mündige Bürger unerwünscht. Andersdenkende haben eine eigene Meinung und machen den Demokraten Arbeit, wenn sie zur Zustimmung überredet werden müssen. Der Kanzlerin und ihren Komplizen sind willige Stimmviecher lieber, die ihre Stimme abgeben und bestenfalls ein wenig blöken, wenn sie schon wieder geschoren werden sollen. Allerdings blöken sie zu Hause, am Stammtisch oder allerhöchstens anonym im Internet, es könnte ja jemand hören, der einem übel will...


    Gegen die mündigen Bürger, die denkenden Bürger, die ANDERS denkenden Bürger führt die Politik einen Kampf gegen "Rechts". Wir sind Nazis, klar? Wir sind verdammte Nazis, die diese Volldemokraten daran hindern, als absolutistische Fürsten zu regieren. Mit dem Wort "Nazi" bekommen wir das Etikett des Unrechts angehängt, das Kainsmal, das Brandzeichen der Verbrecher. Die Nazis sind am zweiten Weltkrieg schuld (nicht der Versailler Vertrag, nicht die jüdischen Hetzpropagandisten, nicht Churchill, Roosevelt oder Stalin), die Nazis haben sechs Millionen Juden ermordet (darüber sind sich die Historiker einig, über das Wie, das Wo, das Warum, die Mittel, die Motive und ob es nun die Wehrmacht, die SS oder die Schweinegrippe gewesen war, hat jeder eigene Ansichten), die Nazis haben deutsche Städte in Trümmer gebombt (nicht die Briten und Amerikaner), die Nazis haben die Deutschen aus den Ostgebieten vertrieben (nicht die Polen oder Tschechen), die Nazis haben massenweise Frauen geschändet und Kinder ermordet (nicht die von Ilja Ehrenburg aufgehetzten Russen). Deshalb sind die Nazis böse.


    Ein Herr aus Berlin steigt in Münchner Hauptbahnhof aus. Davor trifft er zwei Herren im Trachtenanzug. Er fragt: "Können Sie mir bitte den Weg zum Rathaus sagen?" Die beiden blicken ihn stumm und verständnislos an. Der Herr aus Preußen erinnert sich, daß man Menschen im Trachtenanzug in München besser auf Englisch anspricht. "Please, can you tell me the way to the Town Hall?" Er erntet wieder nur verständnislose Blicke. Er versucht es auf Französisch, Spanisch, Italienisch und sogar auf Russisch, ehe er aufgibt und sich woanders Auskunft holt. Als er weg ist, sagt der eine Bayer zum anderen: "Oans muaß ma eana lass'n: Sprachlich sans uns scho überleg'n." Der andere nickt und entgegnet: "Jo, des scho. Ober g'nützt hot's eam nix."


    Merke: Der Saupreiß hat von vornherein verloren. Wie der Faschist oder der Nazi. Sonst wäre er ja kein Saupreiß, Faschist oder Nazi.


    Natürlich ist es nicht schön, ein verdammter Nazi zu sein. Die Alternative wäre, ein Schaf zu sein. Schafe sind keine Nazis, deshalb hat die Kirche die Gläubigen schon seit Jahrhunderten als Schafe bezeichnet, die geschoren und geschlachtet werden.


    Ich bin kein Nationalsozialist, obwohl ich glaube, daß diese mindestens so viel richtig gemacht haben, wie ihnen heute als Fehler und Verbrechen nachgesagt wird. Ich bin kein National-Zionist, dafür fehlt mir ganz einfach die Einsicht in die Schönheit des im Blut vieler Völker watenden Alten Testaments. Ich bin ein national-liberaler Monarchist, wenn mir schon jemand eine Schublade zuordnen möchte. Wenn aber jeder, der es wagt, selbst zu denken und zu eigenen politischen Ansichten kommt, ein Nazi ist, dann bin ich eben ein verdammter Nazi.


    Die Unterdrückung ist heute subtiler, nur in die Enge getriebene Regime lassen heute auf das eigene Volk schießen. Der Vertrag von Lissabon sieht übrigens genau das vor, Waffengewalt gegen freie Meinungsäußerung, Schießen bei Wahrnehmung des Demonstrationsrechts. Gedankenverbrechen sind Verbrechen, die man allein dadurch begeht, daß man den eigenen Verstand benutzt. Die Strafbarkeit von Gedanken ist ein Kennzeichen von autoritären Regimen gegen die eigenen Völker. Deshalb ist jeder freie, selbst denkende Mensch für die heutigen Regime ein Nazi. Und deshalb ist es ein ganz schlechtes Zeichen, wenn jemand heutzutage von den Systemlingen nicht zum Nazi erklärt wird.


    Quelle: Michael Winkler

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Zitat von "Welde"


    Die Winkler Texte werden eigentlich so gut wie nie kommentiert sondern als gelesen zur Kenntnis genommen


    Nö, die werden gar nicht gelesen. Zu viel Text. :lol:

    Lasst euren Körper vergessen, was tierische Produkte sind - euren Verstand aber nicht.

  • Der inflationäre Gebrauch der Faschismus-Analogie liegt im Wesen des Faschismus selbst begründet, da der Faschismus im Gegensatz zum Nationalsozialismus nie ein geschlossenes Weltbild war. Mussolini war mal kommunistischen Ideen zugeneigt, dann wieder nicht. Außerdem war er völkisch-national, aber nicht rassistisch. Auch der Antisemitismus spielte zunächst keine große Rolle, bevor die Nationalsozialisten zunehmenden Einfluss auf Mussolinis mittlerweile brüchige Herrschaft nahmen.


    Der Faschismus war mehr männliche Pose als durchdachte Ideologie. Das liegt aber im Wesen des mediterraniden Menschenschlags selbst begründet, der schon immer mehr zur Pose denn zur Tiefgründigkeit geneigt hat.