Jugend braucht Visionen: Rebellion statt Rausch!

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1302197483_2.jpg','left'] Komasaufen, Kiffen und „Pillenschmeißen“ wird immer mehr zum Trend unter Jugendlichen. Regelmäßig liest oder hört man in den Medien von Alkohol- und Drogenexzessen, die nicht selten lebensbedrohlich, und manchmal sogar tödlich enden. Dabei wird das „Einstiegsalter“ in die Welt von Alkohol und Hasch von Jahr zu Jahr geringer. So gut wie jeder Jugendliche hat schon seine Erfahrungen mit Alkohol oder vielleicht sogar mit illegalen Drogen gemacht. Und immer häufiger trifft man junge Zeitgenossen, die ihre einzige Wochenendbeschäftigung darin sehen, sich regelmäßig in die Besinnungslosigkeit zu trinken. Frei nach dem Motto: „Diese Welt kann man nur besoffen oder mit viel Humor ertragen. Aber so viel Humor gibt es gar nicht.“


    In der Tat könnte man manchmal verzweifeln, wenn man sich den Zustand anschaut, in dem sich diese Republik mittlerweile befindet, und welcher tägliche Druck von allen Seiten gerade auf den Schultern von uns Jungen lastet. Immer mehr junge Menschen sehen daher die Betäubung ihrer Sinne durch Alkohol und Drogen als einzigen Ausweg aus der von sozialer Vereinsamung, Perspektivlosigkeit und Zukunftsangst geprägten Realität. Materielles Konsumdenken hat althergebrachte Werte wie Ehrlichkeit, Treue und Hilfsbereitschaft in den Hintergrund verdrängt und zu der kalten und lebensfeindlichen Gegenwart geführt, aus der es für immer mehr Menschen nur die Flucht in Drogenrausch oder virtuelle Scheinwelten gibt.


    Statt sich gegenseitig Halt zu geben, hat sich in den letzten Jahren eine beispiellose Verrohung und Abstumpfung in unserer Gesellschaft breit gemacht.


    Entwurzelte Jugendliche ohne Schulabschluß, dafür mit einer Unmenge an aufgestautem Frust und Haß gegen alles und jeden, sind die Produkte dieser Entwicklung. Die explosionsartig angestiegene Jugendkriminalität – vor allem, aber nicht nur ein Problem bei jungen Ausländern – spricht dabei Bände.


    [imgr]http://www.rocknord.net/forum/…/utool_f_1302197514_2.jpg[/imgr] Unsere Politiker – leider keine Vorbilder


    Jede Form der Gemeinschaft wird konsequent bekämpft und zerstört, da sie angeblich der „Selbstverwirklichung“ des Individuums entgegensteht. Einzelne mögen hier aufgrund starker Ellbogen mittelfristig vielleicht noch vorankommen – langfristig jedoch ist eine solche Gesellschaft unwiderruflich zum Scheitern verurteilt.


    Der zunehmende Alkohol- und Drogenmißbrauch unter Jugendlichen ist somit nicht nur Zeichen sozialer Zukunftsangst, sondern auch Symptom für den Mangel an Idealen und positiven Lebensvorstellungen. Wo soll man diese hierzulande auch heute noch hernehmen? Korrupte und verantwortungslose Politiker haben aus diesem Land eine multikriminelle Spielwiese gemacht, in der jeder für sich und gegen die anderen versucht, noch ein Stück von dem langsam verfaulenden Kuchen des Wohlstandes abzubekommen.


    Wo sollen dort die positiven Vorbilder Platz haben, an denen sich die Jugend orientieren kann? Wer sollen diese Vorbilder sein? Randfiguren aus der Unterschicht, wie „Bushido“ oder „50cent“, die als Kinder ihrer Zeit selbst Opfer einer völlig kranken und kaputten Welt sind?


    [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1302197565_2.jpg','left'] Viele unserer korrupten und inkompetenten Politiker jedenfalls taugen bestimmt nicht als Vorbilder. Sind sie es doch, die mit ihrem Tun die Verhältnisse erst geschaffen haben, unter denen die junge Generationen nun zu leiden haben. Konzepte für eine Wende zum Besseren haben sie nicht. Stattdessen kürzen sie Gelder für Vereine und Jugendeinrichtungen und erheben Forderungen nach schärferen Jugendschutzgesetzen oder dem Verbot bestimmter Getränke. Dieses halbherzige Blabla ist nichts weiter als ein Ausdruck der Rat- und Hilflosigkeit einer Politik, die auf sämtlichen Gebieten nur Symptombekämpfung betreibt, die tatsächlichen Ursachen für die Probleme jedoch nicht erkennt oder nicht erkennen will.


    Abhängigkeit ist schädlich


    Damit wird klar: Wenn wir als Jugend wieder eine Perspektive haben wollen, dann müssen wir selbst dafür sorgen. Auf die Politik, die ihre Jugend im Stich gelassen hat, müssen wir selbst die passende Antwort geben. Diese Antwort darf aber nicht die Flucht aus der Realität und in den Rausch sein. Abhängigkeit jeder Art ist Schwäche. Drogen vernebeln die Sinne und machen gleichgültig und manipulierbar. Doch genau diese träge Gleichgültigkeit ist es, die dieses System am Leben hält.


    Deswegen liegt es an uns, unseren Altersgenossen zuzurufen: Ertränkt Eure Sorgen und Euren Frust deshalb nicht im Alkohol. Entladet Euren Ärger nicht in Aggressionen und roher, sinnloser Gewalt. Sondern macht Eurer Wut Luft und schreit heraus, was Euch stinkt. Geht auf die Straße, handelt und gestaltet Eure Zukunft selbst. Eine Zukunft, die auch ohne Drogenrausch lebenswert ist. Denn Euer Leben ist mehr wert, als das, was Euch in Werbung und Fernsehen als „moderner Lifestyle“ vorgegaukelt wird. Schreien wir es den Herrschenden in Politik und Wirtschaft gemeinsam entgegen: Wir wollen Zukunft! Wir wollen Perspektiven! Eine Jugend rebelliert!


    Quelle: Nonkonformist

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Es gibt immer einen Grund zu saufen, natürlich sind die Perspektivlosen sehr stark gefährdet, aber auch die Erfolgreichen und linientreuen BRD-Karrieristen scheppern sich einen auf den Erfolg , wenn ihre Brieftasche mal wieder so voll ist, das sie zu platzen droht oder der Morgenschiss aus Geldnoten besteht.

  • Zitat

    Statt sich gegenseitig Halt zu geben, hat sich in den letzten Jahren eine beispiellose Verrohung und Abstumpfung in unserer Gesellschaft breit gemacht.


    Ein wichtiger Aspekt.
    Werte wie Familie und Moral werden ausgeblendet, jeder ist auf den eigenen Vorteil bedacht. Wichtig sind Dinge wie der berufliche Erfolg und der Status, aber nicht die Freude am Leben.
    Wer sich damit auseinandersetzt kommt um ein gewisses Maß an Misanthropie und Depression nicht herum.
    Natürlich ist das auch ein Produkt der Umstände.


    Aber wer aus diesem Sumpf soll denn dazu in der Lage sein, etwas an diesen Zuständen zu ändern?
    Das reine Luft machen (Rebellion - ha ha) bringt in dieser Hinsicht gar nix.
    M. E. muss das Umdenken an anderer Stelle beginnen, die Einstellung gegenüber dem Miteinander und zum Leben selbst muss sich verändern.
    Erst wenn das passiert, kann eine sinnvolle Veränderung stattfinden.


    Zitat

    Wo sollen dort die positiven Vorbilder Platz haben, an denen sich die Jugend orientieren kann? Wer sollen diese Vorbilder sein? Randfiguren aus der Unterschicht, wie „Bushido“ oder „50cent“, die als Kinder ihrer Zeit selbst Opfer einer völlig kranken und kaputten Welt sind?


    Die wichtigsten Vorbilder unserer Jugend sind die Eltern. Keine aussenstehende Person kann jemals so viel Einfluss nehmen, wie die Eltern.
    Positiv, oder negativ.
    Jeder von uns sollte sich darüber bewusst sein, wie stark das Elternhaus prägt.
    Dazu gehört die Einstellung zum Leben, zur Arbeit, moralisches Bewusstsein, genauso wie Beziehungsfähigkeit.
    Ein Kind, das nicht erlebt, wie seine Eltern mit ihm spielen und Zeit verbringen, kann das bei seinen eigenen Kindern auch nicht umsetzen, oder nur sehr schwer.
    Genauso ist das mit dem Umgang mit Alltagsproblemen.

    Knock it back
    Have another one
    Drinking and driving is so much fun