Offener Brief russischer Ärzte in Libyen an den russischen Präsidenten.

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1301832194_2.jpg','left'] Sehr geehrte Herren Medwedjew und Vladimir Putin, Sie meinten, heute sei es das Schicksal der Bürger der ehemaligen Sowjetunion, als Bürger verschiedener slawischer GUS-Staaten zu leben: Ukraine, Weißrußland und Rußland. Trotzdem sind wir alle davon überzeugt, daß Rußland als der Nachfolger der UdSSR die einzige Sicherheitsgarantie für die Interessen unserer Länder und die Sicherheit unserer Bürger darstellt. Deshalb wenden wir uns mit der Bitte um Hilfe und um Gerechtigkeit an Sie. Heute findet eine himmelschreiende, ausländische Aggression von USA und NATO gegen ein souveränes Land, Libyen, statt.


    Sollte jemand das bezweifeln, ist unsere Antwort, daß diese Tatsache so offenkundig wie wohlbekannt ist, weil sich all das vor unseren Augen zuträgt, und die Aktionen von USA und NATO nicht nur das Leben der Bürger Libyens bedrohen, sondern auch das unsere, da wir uns auf seinem Territorium aufhalten. Wir sind entsetzt über die barbarischen Bombenangriffe auf Libyen, die zur Zeit von einer Koalition der USA und der NATO durchgeführt werden.


    Die Bombardierung Tripolis' und anderer Städte Libyens zielt nicht nur auf die Luftabwehr und die libysche Luftwaffe und richtet sich nicht allein gegen die libysche Armee, sondern auch gegen Objekte der militärischen und zivilen Infrastruktur. Heute, am 24. März 2011, haben NATO-Flugzeuge und die USA die ganze Nacht über und den ganzen Morgen einen Vorort von Tripolis, Tajhura, bombardiert (in dem sich insbesondere Libyens Atomforschungszentrum befindet). Luftabwehr- und Luftwaffeneinrichtungen wurden bereits in den ersten zwei Tagen der Luftschläge zerstört und aktivere militärische Einrichtungen in der Stadt blieben intakt, heute aber waren Kasernen der libyschen Armee das Ziel der Bombenangriffe, die sich in dichtbesiedelten Wohngegenden befinden und in deren Nähe das größte Herzzentrum Libyens liegt. Zivilisten und Ärzte hatten keinen Anlaß davon auszugehen, daß gewöhnliche Wohngegenden zerstört werden würden, so hatte man weder Anwohner noch Krankenhauspatienten evakuiert.


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    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Schön, daß auch DRESDEN beachtet wird. Und die Verbrechen der Demokraten in einer Entwicklungslinie des Tötens gesehen werden.
    Auch wenn natürlich aufgrund gewisser Rücksichten zuviel von Verbrechen der USA und der Nato die Rede ist, statt den Demokraten als Mörder am Werke zu benennen.
    Es ist der Demokrat, der das Übel darstellt.


    Merke: Will man schützen sich vor Demokraten, hol' ins Haus man gute Soldaten. 8)

  • Am interessantesten finde ich die Beschreibung der libyschen Gesellschaft und der Lebensumstände. Ich persönlich hatte nämlich keinerlei Vorstellung davon, wie das dort aussieht.


    Vor einiger Zeit hab ich abends beim lesen den Fernseher laufen lassen. Dort lief Anne Will (oder sowas) und das Thema war eben Libyen.
    Ich wurde kurz hellhörig, als dort die Aussage fiel, daß die gesamte arabische Welt (!) gerade hoffnungsvoll gen Westen schauen würde, Unterstützung erwartend. Und zu ersten Mal in der Geschichte habe man dort das Gefühl, der Westen stünde hinter einem. Dieser Umstand könnte alle bisherigen Beziehung verändern und es wäre nahezu schändlich, wie zurückhaltend sich Deutschland in dieser Sache verhielte.
    Ich konnte mir das nur schwer vorstellen, hab aber festgestellt, daß es eigentlich unmöglich ist, hierzu objektive Informationen zu erhalten. Man hat als normaler Bürger nur die Möglichkeit erstmal alles anzuzweifeln, ohne es begründen zu können.


    Das Einzige, auf das man sich verlassen kann, ist die Tatsache, daß sich solche Aktionen in der Vergangenheit (z.B. in Jugoslawien) als Fehler herausgestellt haben.


    Nun beruft man sich darauf, ein Volk (!) von seinem Tyrannen zu befreien, indem man Luftangriffe fliegt, Waffen an Rebellen liefert (die Gerüchteweise wiederum was mit Al Kaida am Hut haben :lol: ) und über den Einsatz von Bodentruppen diskutiert.
    Man bekämpft den mörderischen Diktator mit mörderischen Rebellen, weil es moralischer ist.
    Die Ironie dahinter ist nahezu wahnwitzig.


    Ich bin gespannt, was geschieht, wenn man sich Gaddafis entledigt hat.
    Man legt hier wieder einmal mehr den Grundstein eines Jahrzehnte andauernden Bürgerkriegs unter den verschiedenen Stämmen, Gewalt und Mord untereinander, Armut und den ständigen Wechsel diverser Machthaber.

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  • Nunja, zumindest wirtschaftete Gaddafi lange genug in die eigene Tasche, wobei das Volk nicht demensprechend bedacht wurde. (Meine Meinung)
    Das ist unmoralisch, wobei es natürlich genauso unmoralisch ist, mit ihm Geschäfte zu machen, da man davon weiss.
    Es ist selbstredend auch nicht moralischer aus "diplomatischen Gründen" :wink: den Wünschen der Arabischen Liga entsprechend halbherzige Unterstützung zu gewähren, obwohl ich schätze, daß es keine Woche dauern würde, um einen Regimewechsel herbeizuführen, solange man das ernsthaft betreiben würde.


    Aber es geht ja nicht um Moral.

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