Eine unvollständige Augenblicks-Bestandsaufnahme: Die bunte Republik.

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1282245701_2.jpg','left'] Deutschland muss einst ein sehr armes, zurückgebliebenes Land gewesen sein, obwohl seine Landessprache weltweit die führende Wissenschaftssprache war, obwohl es eine der führenden Industrienationen war und obwohl es als das Land der Dichter und Denker galt. Dann aber, am Beginn eines neuen und lichteren, fröhlicheren Zeitalters, strömten Millionen von „Menschen mit Migrationshintergrund“ in dieses rückständige Deutschland, um es zu einem weltoffenen, multikulturellen, bereicherten Land, einer „bunten Republik“ zu machen. Ungefähr so muss wohl die Geschichte verlaufen sein, wenn man den Äußerungen deutscher Politiker glauben will. So hatte etwa unlängst Bildungsministerin Schavan (CDU) gegenüber der Zeitschrift FOCUS kaum an sich halten können, als sie von den großen Integrationsfortschritten von Ausländern, insbesondere Türken, schwärmte. Diese seien nicht nur in ihren Berufen erfolgreich, sondern wollten sich auch engagieren, „Verantwortung übernehmen, die Gesellschaft mitgestalten ..., Deutschland verändern und voranbringen.“


    [imgr]http://www.rocknord.net/forum/…/utool_f_1282245804_2.jpg[/imgr] In welche Richtung dieser Prozess verlaufen wird, darüber sagte die Ministerin allerdings nichts. Vielmehr forderte sie ein „klares Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt.“ Denn: „Menschen mit Migrationshintergrund sind ein wichtiger Teil unserer bunten Republik. Sie bereichern unser Land, wir brauchen sie.“ Als Beispiel erwähnte sie die „wachsende Gruppe türkischstämmiger Leistungsträger“, deren 80.000 Selbstständige 350.000 Arbeitnehmer beschäftigten. Im Klartext bedeutet dies, dass 80.000 Gemüsehändler, Dönerbuden- und Internetcafé-Betreiber im Schnitt etwa 4,5 Familienangehörigen eine zumeist wohl eher dürftig bezahlte Anstellung verschafft haben.


    [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1282245829_2.jpg','left'] Doch nicht nur Ministerin Schavan ist voll des Lobes über die Möglichkeiten des neuen Deutschlands. Auch der neue Bundespräsident Wulff hatte gleich zu Beginn seiner Amtszeit verkündet, er wolle sich für ein besseres Miteinander der Kulturen engagieren und die Deutschen ermahnt, diese müssten offen sein für die Zusammenarbeit mit allen Teilen der Welt. Dazu sei es notwendig, andere Kulturen besser kennen und verstehen zu lernen, auf diese auch in Deutschland zuzugehen und den Austausch zu verstärken. Das, so meinte Wulff, könnten wir Deutschen „schon hier bei uns einüben, in unserer Bundesrepublik, in unserer bunten Republik Deutschland.“ Da war sie wieder, jene „bunte Republik“, die im Grundgesetz zu finden man sich vergeblich bemüht. Aber wahrscheinlich ist eben dieses Grundgesetz Wulff und Co. einfach noch nicht bunt genug, weshalb es schleunigst Zeit wird, es den von Politik und Wirtschaft geschaffenen Realitäten anzugleichen. Ganz demokratisch natürlich, mit den Stimmen der Mehrheit der Gesellschaft (nicht des Staatsvolkes!).

    [imgr]http://www.rocknord.net/forum/…/utool_f_1282245957_2.jpg[/imgr] Ein anderer Freund der bunten Republik, insbesondere wenn es um den islamischen Anteil geht, ist der ehemalige Bundesinnenminister (und jetzige Finanzminister) Schäuble (CDU). Dieser hatte beispielsweise laut einem Bericht des islamischen Portals von Milli Görüs vom 23.9.2009 bei einem Empfang der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) den „Islam als Teil Deutschlands“ bezeichnet. Die Gesellschaft (wohlgemerkt nicht das deutsche Volk; in dessen Namen sprechen „deutsche“ Politiker nur noch, wenn es um die Anerkennung historischer Schuld und daraus resultierender Wiedergutmachung geht) habe akzeptiert, so wird Schäuble zitiert, „dass die Muslime eine Bereicherung für Deutschland sind. Islamische Riten, wie das gemeinsame Fastenbrechen im Monat Ramadan, würden nunmehr als schön empfunden.“ Es ist bei solchen Äußerungen eines Ministers nicht ganz klar, ob es sich dabei um vorauseilende Unterwerfung, einfache Anbiederung, dümmlich-schwatzhafte Gedankenlosigkeit oder beginnende Senilität handelt. Auch Schäubles Forderung vor der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Stuttgart, Deutschland solle künftig auch beim Wirtschaftswachstum auf die Bremse treten, bringt da sicherlich keine Klarheit.


    [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1282245983_2.jpg','left'] Auch beim ehemalige Bundespräsident Köhler (ebenfalls CDU), der schon einmal das Aufeinandertreffen der Religionen „als etwas grundsätzlich Hoffnungsvolles“ bezeichnete und betonte, er kenne den Islam „als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht“, scheinen Zweifel bezüglich dessen Realitätssinn angebracht zu sein. Auch ihm möchte man, wie den meisten anderen Politikern dieses Landes, die trefflichen Worte des Kabarettisten Dieter Nuhr in Erinnerung rufen, der meinte: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten“. Köhlers Forderung, Diskussionen über den Islam müssten von Respekt geleitet sein (http://www.igmg.de; 14.5.2010) mag sich Niedersachsens Sozialministerin Özkan (wiederum CDU, islamisch und türkischstämmig) als Vorbild genommen haben für ihre „Mediencharta Integration“. Diese hatte sie ursprünglich von Chefredakteuren und Verlagsleitern öffentlichkeitswirksam unterzeichnen lassen wollen, was jedoch inzwischen abgesagt werden musste, denn nicht nur ihr Ministerpräsident hatte der Sache eine Abfuhr erteilt, sondern auch die Medien sahen keine Notwendigkeit, noch kultursensibler über Integration zu informieren, die interkulturelle Öffnung noch mehr zu befördern und die interkulturelle Kompetenz noch mehr zu verstärken als sie es bereits bisher tun und darüber hinaus auch noch entsprechende Projekte zu initiieren und zu begleiten. Eigentlich schade, denn es wäre schon interessant zu sehen, wie eine Berichterstattung aussehen würde, die „kultursensibel“ über den Umstand berichtet, dass (laut einer Pressemitteilung der Islamischen Religionsgemeinschaft vom 7.2.2010) „rund 90 Prozent der Häftlinge, die zur Zeit in Berliner Haftanstalten einsitzen“, Muslime sind. Vielleicht ist es aber ja auch für das interkulturelle Gedöns am Besten, wenn die Medien es bei solchen Pressemitteilungen halten wie bisher – einfach ignorieren und am besten nicht erwähnen. Man will ja schließlich die noch nicht so kultursensible Öffentlichkeit nicht unnötig ver- oder gar aufschrecken.


    [imgr]http://www.rocknord.net/forum/…/utool_f_1282245464_2.jpg[/imgr] Eine andere Person mit verbaler Dauerinkontinenz ist die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (noch mal CDU). Auch sie hatte mal wieder etwas zu fordern, nämlich, man ahnt es schon: interkulturelle Kompetenz! Diese habe gefälligst künftiger Bestandteil der Grundausbildung bei der Bundeswehr zu werden. (http://www.jungefreiheit.de; 21.7.2010) Da immer mehr Soldaten einen Migrationshintergrund hätten, leiste die Armee einen wertvollen Beitrag zur Integration. Die Einwanderer, so behauptete Böhmer genau so pauschal wie naiv, könnten „mit ihren Sprachkenntnissen und ihrer eigenen Migrationserfahrung besonders sensibel auf unterschiedliche Kulturen, Religionen und Lebenswelten eingehen“. Die Annahme, Menschen hätten besondere Kompetenzen, einfach nur, weil sie keine Deutschen durch Geburt und Abstammung sind, ist dermaßen lächerlich, dass man sich fragt, welche Art Kompetenz eigentlich Frau Böhmer für den Posten einer Integrationsbeauftragten mitbringen musste. Komplette Ahnungslosigkeit, überbordende Schwatzhaftigkeit und eine penetrant distanzlose Xenophilie gehören wohl aber auf jeden Fall dazu. Man stelle sich nur mal beispielsweise einen zugewanderten orthodoxen Serben oder Russen vor, der „besonders sensibel“ auf die islamisch-paschtunische Kultur, Religion und Lebenswelt Afghanistans eingeht, oder einen zugewanderten sunnitischen Afghanen oder Türken bei einem vielleicht zukünftigen Einsatz auf dem immer noch überwiegend christlichen Balkan. Und inwiefern wird einem, sagen wir in Dortmund geborenen, Vietnamesen seine ganz spezielle Migrationserfahrung in Afrika nützen? Wo die Weltoffenheit und Vielfältigkeit Deutschlands zu Werten sui generis erklärt werden, darf man wohl nicht auf nachvollziehbare Begründungen hoffen.


    Weltoffenheit ist übrigens auch eine Lieblingsfloskel der Linken. Jüngstes Beispiel ist der Linke-Politiker Jens-Eberhard Jahn aus Freiberg. Dieser schlug unlängst vor, als Zeichen der Weltoffenheit eine „repräsentative Moschee in Freiberg bauen zu lassen“, quasi als Wiedergutmachung für einige Anschläge auf Dönerläden. Diese hätten „Freibergs Weltoffenheit besudelt.“ Es ist allerdings fraglich, ob es in Freiberg überhaupt einen Bedarf für eine Moschee gibt. Der Oberbürgermeister jedenfalls teilte mit, es lägen keine diesbezüglichen Anfragen vor. (http://www.freiepresse.de; 10.8.2010)


    Die Anschläge waren übrigens bereits einige Tage zuvor aufgeklärt worden. Als Täter hatte sich ein bereits wegen Diebstählen und Sachbeschädigung polizeibekannter 26-jähriger Arbeitsloser herausgestellt, der bei seiner Vernehmung angab, es störe ihn, dass die ausländischen Betreiber der Imbissläden keine Waren von einheimischen Bauern und Unternehmen kaufen würden und alle ihre eigenen Lieferanten hätten. Sie wären somit für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich. Eine grundsätzlich negative oder gar rechtsextreme Einstellung zu Ausländern habe der Mann aber nicht, so die Chemnitzer Staatsanwaltschaft. Er hätte vielmehr einen verwirrten Eindruck hinterlassen. Die Betreiber der betroffenen Imbissläden sind übrigens kurdische Iraker, Inder und Vietnamesen. (http://www.welt.de; 30.7.2010) Ob letztere auch in der von Jahn geforderten repräsentativen Moschee, so sie denn zustande kommt, beten werden, konnte noch nicht geklärt werden.


    [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1282245497_2.jpg','left'] Doch nicht nur Politiker verfallen beim Themenkomplex Migration-Integration-Weltoffenheit-Vielfalt-Toleranz-Islam in rauschhafte Zustände mit einhergehender und oft irreversibler Bewusstseinstrübung. Beweis: Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus, hatte am 21. Juli gefordert, daß in Problemvierteln deutscher Großstädte künftig türkische Polizisten gemeinsam mit deutschen Beamten Streife gehen sollten. (http://www.jungefreiheit.de; 21.7.2010) Da in bestimmten Stadtteilen besonders Personen mit „Migrationshintergrund“ es nicht für nötig erachten, sich an die Gesetze ihres Gastlandes zu halten und es sich „bei den meisten dieser Tatverdächtigen ... um türkischstämmige Personen“ handele, sei dies keineswegs ein Offenbarungseid, „sondern ein konstruktiver Versuch einer neuen Gemeinsamkeit“. Da hat Rettinghaus nicht ganz Unrecht, es ist tatsächlich kein Offenbarungseid, es ist viel mehr – eine Kapitulation, ein Eingeständnis in die eigene komplette Unfähigkeit, ohne ausländische Hilfe Recht und Ordnung in Deutschland aufrecht zu erhalten, und zwar überall und zu jeder Zeit! Geradezu weinerlich forderte der Gewerkschaftsfunktionär zudem, „die Ursachen zu erforschen und zu erklären, warum deutsche Polizisten oft nicht akzeptiert werden, die gesellschaftlichen Werte dieses Landes sowie seine freiheitliche demokratische Grundordnung häufig auf Ablehnung stießen“. Nun, mit den Maßnahmen, wie sie Rettinghaus fordert, hat er seine eigenen Fragen selbst beantwortet. Es sind Naivität, Ignoranz, Dummheit, Feigheit, Rückgratlosigkeit, Inkonsequenz, Geschwätzigkeit, Unmännlichkeit, Opportunismus und allgemeine Schwächlichkeit, wie sie nun einmal hierzulande inzwischen herrschen, die eben jene Migrationshintergründler zu ihrem auftrumpfenden, parasitären und kriminellen Verhalten ermutigen. Einen Vorteil hätte allerdings der Einsatz türkischer Polizisten auf Deutschlands Straßen – er würde das ganze Dilemma polizeilicher und politischer Unfähigkeit deutlich sichtbar machen.


    [imgr]http://www.rocknord.net/forum/…/utool_f_1282245520_2.jpg[/imgr] Ob das allerdings etwas helfen würde, die Dinge wieder ins Lot zu bringen, muss bezweifelt werden, denn das Problem liegt keineswegs nur bei den Politikern. Es sind vielmehr die Wähler, die notwendigen Änderungen im Wege stehen. Laut neuesten Umfragen haben nämlich SPD und Grüne erstmals seit acht Jahren nach der Sonntagsfrage des ARD-„Deutschlandtrends“ wieder eine Regierungsmehrheit und liegen mit zusammen 48 Prozent vor CDU und FDP mit gemeinsamen 36 Prozent. Das wankelmütige Verhalten der Wähler, die alle paar Jahre voller Enttäuschung von einer Partei zur anderen wechseln, dabei übersehend und/oder vergessend, dass alle Parteien zusammen in wechselnden Koalitionen für die derzeit herrschenden Zustände verantwortlich sind und jede Wahl nur eine zwischen Pest und Cholera darstellt, ähnelt dabei jenem englischen Schulmädchen, das im Alter von 14 Jahren in die Hände verschiedener asiatischer (in Großbritannien das inzwischen gebräuchliche politisch-korrekte Synonym für Moslems) Banden fiel, von denen es unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen wurde. Die Ausreißerin hatte zwar mehrfach Gelegenheit gehabt, ihren Peinigern zu entkommen, doch immer wieder hatte sie entweder berüchtigte Gegenden aufgesucht, wo ihre Chancen gut standen, neuen Vergewaltigern und Zuhältern in die Hände zu fallen, was dann auch prompt der Fall war, oder sie war sogar direkt zu diesen Typen zurückgekehrt, um sich von neuem von ihnen unter Drogen setzen zu lassen und mit ihnen Sex zu haben.


    Selbst als einer der muslimischen Gangster sie mit einem Küchenmesser bedrohte und sie so zwang, für ihn auf den Strich zu gehen, kehrte sie zu ihm zurück, obwohl Polizisten sie bereits aufgegriffen und zu einer Busstation gebrachte hatten, damit sie nach Hause fahren konnte. Immerhin gab es doch noch ein Happy End. Die 14-Jährige wurde letztlich von der Polizei aufgegriffen und mehrere ihrer Peiniger erhielten auf Grund ihrer Aussagen teils langjährige Haftstrafen. (http://www.dailymail.com.uk; 4.8.2010) Wer allerdings im Falle der Deutschen die von außen eingreifende helfende Hand sein soll, bleibt vorerst ungeklärt. Am Ende werden die Deutschen sich wohl selbst helfen müssen. Ob sie dazu noch die Kraft und den Willen haben?


    Quelle: Ingo Landsmann, Zeitschrift Gegengift

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon