Weltnetz-Holocaust: Rechtsextreme schänden KZ-Website.

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1280345081_2.jpg','left'] Sommer, Sonne, Sommerloch. Was tun, wenn die warme Jahreszeit nicht die gewünschte Dichte an rechtsradikalen Vorfällen produziert, weil die Lohnschreiber des Systems zusammen mit den Schneetarngürtelskinheads am Ballermann im Koma liegen? Kein Problem: Aus den unendlichen Weiten des Weltnetzes naht die (End-)Lösung! Garstige Cyberglatzen suchen die Orte des Schreckens vergangener Zeiten heutzutage virtuell auf und verwandeln die Homepages der KZ-Gedenkstätten in qualmende Aschehaufen. So geschehen auf den Internetseiten der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Die seien am Mittwochmorgen saisonbedingt von unbekannten (!) Neonazis (?) zum Teil zerstört worden, berichtet eifrig Spiegel Online.


    "Die Hacker" so liest man ferner, "entfernten die Startseite von buchenwald.de sowie zahlreiche Fotos und Texte und stellten stattdessen rechtsradikale Symbole und Sätze wie "Brown is beautiful" ("Braun ist schön") oder "Wir kommen wieder" ein". Des weiteren wird der aufmerksame Leser darüber unterrichtet, dass "die Polizei in Jena ermittelt". "Wegen Computersabotage", so heisst es. Hat man sich vom ersten Schreck erholt, weil die Polizei nun wieder alles im Griff hat, fährt einem der nächste Schreck in die Glieder: "buchenwald.de konnte immerhin zum Teil wiederhergestellt werden." Muss man Schlimmeres befürchten? Buchenwald wieder hergestellt? Soll etwa nach der Frühstückspause an der Rampe wieder selektiert werden?


    Aber die rechten Rechnerhooligans haben ganze Arbeit geleistet: "Es existieren allerdings nicht für alle Dokumente Sicherheitskopien", teilt die Lagerleitung mit. "Die Online-Ausgabe des Totenbuchs etwa, das die Namen von rund 38.000 Opfern des Naziregimes umfasst, ist verloren." Dem Vernehmen nach sei "eine solche Attacke auf die Gedenkstättenarbeit bisher einmalig". Wenn das der Führer wüsste...


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    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

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