Michael Winkler: Regierung der Unfähigen.

  • [img='http://www.rocknord.net/forum/upload/avatars/utool_f_1280259682_2.jpg','left'] Natürlich wissen wir alle, wie eine Regierung der Unfähigen aussieht: Die Herren tragen Uniform mit Monokel, sie haben einhellig ein "von" im Namen und Grafen-, Fürsten- oder sonstige Titel. Sie sind Militärs aus Leidenschaft, kennen das Leben ihrer Untertanen nur aus gelegentlichen Besichtigungen. Sie bewegen sich nur dort zu Fuß, wo es unumgänglich ist und leben in einer streng abgeschirmten Welt. Und ja, sie erlassen nach Lust und Laune Gesetze, die nur beschränkt in die Realität umsetzbar sind. So sehen wir das in Filmen, so wird uns der Adel vorgeführt. Das Volk darbt und bezahlt Steuern, die Obrigkeit praßt und feiert Feste.


    Gab es das wirklich? Oh ja, das kam durchaus vor. Hin und wieder genoß der Adel ein ausschweifendes Leben, nicht anders als reiche Erben, die alles aufbrauchen, was ihre Vorfahren erarbeitet haben. Das war aber nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Der kleine Landgraf, der ein eigenständiger Landesherr war, der einen Landkreis regiert hat mit nicht einmal 50.000 Untertanen, mußte für die Zukunft planen, für seine Söhne und Enkel. Da gab es kein Verprassen, sondern kluges Investieren, Vorsorgen, Auf- und Ausbauen.


    Betrachten Sie den Adligen als einen Firmenchef, mit 300 Angestellten und 100 Millionen Euro Jahresumsatz. Das klingt zunächst sehr viel, es reicht für eine Villa und einen großen Wagen, für einen gehobenen Lebensstandard. Ein Segelboot auf dem Ammersee ist noch drin, eine Yacht in Monte Carlo jedoch nicht mehr. Diese Sorte Unternehmer fährt ihr Auto lieber zwei Jahre länger und kauft von dem ersparten Geld eine neue Maschine.


    Diese Leute sind nicht arm, es geht ihnen deutlich besser als ihren Angestellten, aber ihre Bäume wachsen nicht in den Himmel. Der durchschnittliche Adlige mußte es genauso halten. Wenn er einen Eichenwald anpflanzen ließ, dann wußte er, daß dieses Land erst in hundert Jahren Gewinn erwirtschaftete. Er tat es trotzdem, weil er wußte, daß seine Urenkel Bauholz benötigten. Der Adlige mußte repräsentieren, aber zugleich an seine Staatskasse denken. Ein teueres Feuerwerk gab es nicht als Untermalung einer sommerlichen Lustbarkeit, sondern bei der Heirat, beim zehnjährigen Regierungsjubiläum oder zu ähnlich herausgehobenen Anlässen.


    Sogar Prunkbauten verfolgten ein politisches Kalkül. Das Schloß von Versailles verherrlichte nicht nur König Ludwig XIV., es band zugleich die Adligen an seinen Hof und sorgte dafür, daß der Landesherr sie unter seiner Kontrolle hatte. Wenden wir uns dem Musterbeispiel des Militäradels zu, den Preußen. Die preußischen Landadligen waren keine Landes-, sondern nur Gutsherren. Der erste Sohn gehörte dort dem Gut, also dem väterlichen Erbe. Der zweite Sohn gehörte dem König, der ging zum Militär und wurde Offizier. Den dritten Sohn bekam die Kirche, der wurde Pfarrer.


    Der Adel genoß Steuerprivilegien, gewiß, selten wird jedoch darauf hingewiesen, daß mit diesem Privileg auch eine Pflicht verbunden war: dem König Soldaten zu stellen. Der Herr Oberst ritt einem Regiment seiner eigenen Bauern voran, er riskierte in einer Schlacht sein eigenes Vermögen, die Arbeitskraft auf seinen Ländereien. Ein Feldzug war nicht das ersehnte Bad in Pulver und Blei, das dem Anführer zu Ruhm und Unsterblichkeit führte, sondern ein wirtschaftliches Wagnis, das niemand leichtfertig auf sich nahm.


    Diese Situation herrschte im Mittelalter und nach dem Dreißigjährigen Krieg, dazwischen gab es die Söldnerheere der Landsknechte. Wer bei den Landsknechten in der Schlacht fiel, den brauchte sein Hauptmann nicht mehr zu bezahlen, doch Hauptleute, die ihre Truppen sinnlos verheizten taten sich schwer, ihre gelichteten Reihen wieder aufzufüllen. Erst unter Napoleon erreichte die Menschenverachtung die militärische Führung. Die Volksheere waren gesichtslose Massen, zusammengezogen aus allen Teilen des Landes. Der Kaiser der Franzosen war ein Emporkömmling, er führte keine Untertanen, deren Großväter schon seinem Großvater gedient hatten, sondern Menschen, die von den Wirren der Revolution in die Armee gespült wurden. Er führte das Heer einer Demokratie, eingesetzt und geopfert wie Schachfiguren.


    Meine Heimat, Würzburg, wurde von einem Fürstbischof regiert. Ein Fürstbischof hatte (offiziell) keine leiblichen Nachkommen, sein Nachfolger wurde vom Domkapitel gewählt. Wir waren somit ein wenig näher an der Demokratie, hatten wir doch "Herrscher auf Zeit". Auf den Thron von Würzburg wurden keine Dreijährigen gesetzt, sondern erwachsene Männer, deren Lebensweg und Charakter den Wahlberechtigten bekannt waren. Oh, wir hatten gute Fürstbischöfe, denen wir unsere Universität und unsere Residenz verdanken, wir hatten große Fürstbischöfe, die dem Kaiser als Kanzler gedient haben. Aber wir hatten eben auch die Anderen, die nur als Selbstzweck regiert haben. Wenn ein Erbmonarch in die eigene Tasche wirtschaftet, bleibt das Geld im Lande, denn sein Sohn wird das Geld erben und es in irgendeiner Form zurückgeben. Ein Fürstbischof, der seiner Familie etwas zuschanzt, nimmt das Geld weg, es fließt in den Adelsbesitz, zu Lasten des Stiftes.


    Die Gegenwart


    Wie sieht eine Regierung der Unfähigen heute aus? Die Herren tragen uniform schwarze Anzüge ohne Monokel, sie haben größtenteils ein "Dr." im Namen und akademische Titel. Sie sind Demokraten aus Leidenschaft, kennen das Leben ihrer Untertanen nur aus gelegentlichen Besichtigungen. Sie bewegen sich nur dort zu Fuß, wo es unumgänglich ist und leben in einer streng abgeschirmten Welt. Und ja, sie erlassen nach Lust und Laune Gesetze, die nur beschränkt in die Realität umsetzbar sind.


    Dabei sollte doch gerade die Demokratie diesen Umständen Abhilfe schaffen. Eine Herrschaft aus dem Volk und für das Volk, bei der die Besten des Volkes in die Regierung gelangen, das war doch das große Versprechen. Aber dann kamen die Parteien. Ich war 33 Jahre Mitglied der CSU, ich habe die Abgeordneten persönlich gekannt - und damit schon mehr gewußt als die meisten Wähler. Aber was heißt "gekannt"? Ich habe die Fassade gesehen, die Schokoladenseite, die Selbstdarstellung.


    Ich gebe zu, ich habe mich damals nicht für mehr interessiert. Meine Parteifreunde haben mir gesagt, das seien die Besten, die wir hätten, also warum sollte ich Zeit verschwenden, das zu hinterfragen? Ich habe Leute gewählt, von denen ich in etwa das gewußt habe, was auf eine oder höchstens zwei Seiten paßt. Ich habe sie gewählt, weil es das Beste für die Partei war und mir die Partei gesagt hat, daß sie das Beste für dieses Land sei.


    Die CSU hat Bayern lange Zeit nach den Prinzipien einer Erbmonarchie regiert. Was gut war für Bayern war gut für die CSU und was gut war für die CSU war gut für Bayern. Was die Regierung Goppel investiert hat, hat die Regierung Strauß geerntet, was Strauß gesät hat, fiel Stoiber in den Schoß - es hat funktioniert, über Jahrzehnte. Bis Stoiber die Macht auf Zeit zu Kopf gestiegen ist und er unter Größenwahn zu leiden begann. Nach dem unfähigen Monarchen übernahmen die Demokraten - und Bayern ist nicht mehr das, was es einst gewesen ist.


    Bitte verwechseln Sie die Landes-CSU nicht mit der Bundes-CSU, wir haben den guten Sankt Nikolaus für uns behalten und den bösen Krampus nach Bonn bzw. Berlin geschickt. Ich bin ausgetreten, als die CSU derart zerrüttet war, daß sie den Krampus Seehofer zum Nikolaus erheben mußten.


    [imgr]http://www.rocknord.net/forum/…/utool_f_1280259716_2.jpg[/imgr] Die Prinzipien der Demokratie waren für kleine Gemeinschaften entwickelt worden. In einer Dorfgemeinschaft kennt jeder jeden, wer da seine Frau schlägt und seine Kinder hungern läßt, der wird kein Anführer. Dort kann keiner seine Dummheit durch einen Doktortitel kaschieren, weil jeder weiß, was er von diesem Titelträger zu erwarten hat. Da weiß auch jeder, wie es um den Glauben und die Kirchenbesuche des Betreffenden bestellt ist, da braucht sich niemand als "katholisch" anzupreisen, um Sympathie einzuwerben.


    Es funktioniert auf dem Dorf, unter hundert Einwohnern, vielleicht noch bei fünfhundert oder tausend Einwohnern, aber schon nicht mehr in einer Kleinstadt mit 20.000 Wählern. Manche von Ihnen da draußen kennen mich seit Jahren, meine Gedanken, die ich Ihnen mitteile. Sie wissen von mir vermutlich mehr, als von den Politikern, die auf Ihren Wahlzetteln stehen. Aber Sie wissen nicht, ob ich meinen Wellensittich verprügele oder ob ich ein guter Lehrer für Ihre Kinder wäre. Ich bin so ehrlich, beides zu verneinen, ich habe kein Haustier und wäre ich zum Lehrer von Kindern berufen, wäre das heute mein Beruf.


    Versetzen Sie sich bitte in die Rolle einer Partei, sagen wir, bei der Bundestagswahl. Wen nehmen Sie da als Kandidaten? Die einfachste Möglichkeit ist das "etablierte Produkt", also der Mandatsinhaber, den die Wähler bereits kennen, der ihnen bereits vor vier Jahren untergejubelt wurde. Wenn das nicht geht, benötigen Sie einen Kandidaten, der ein paar herausragende Eigenschaften besitzt.


    Der Kandidat sollte sympathisch sein, als "einer von uns" bei den Wählern ankommen. Verheiratet, zwei bis drei Kinder sind ideal, damit verbinden die Wähler Verantwortungsbewußtsein und soziales Gewissen, der Kandidat möchte doch nicht, daß es seinen Kindern schlechter geht, oder? Je nach Partei sollte der Kandidat einer Glaubensgemeinschaft oder einer Gewerkschaft angehören, das strahlt Bodenständigkeit und Solidität aus. Bildung wäre auch von Nutzen, die zeigt der akademische Abschluß oder noch besser der Doktortitel an. Im linken Spektrum wäre eine vorherige Lehre von Vorteil, bei Union und FDP macht sich ein Jahr Arbeit in einem Kibbuz ganz gut im Lebenslauf, denn das verhindert zuverlässig alle Angriffe über die rechte Flanke.


    Damit haben wir den Bilderbuch-Kandidaten, schillernd und doch ohne Eigenschaften. Von einem verprügelten Wellensittich steht nichts im Lebenslauf, ein scheinbar glücklicher Hund hingegen darf mit in den Wahlprospekt. Die Geliebte und das uneheliche Kind der Sekretärin haben darin jedoch nichts zu suchen. Natürlich steht in dem Wahlprospekt genauso wenig, daß der hoffnungsfrohe Kandidat schon ein bis zwei Parteileichen in seinem Keller hat und es ein Dossier über ihn gibt, das ihn dem Wohlwollen der Parteiführung ausliefert. Natürlich nicht, Sie sollen ja nicht zu viel über den Kandidaten wissen, es genügt, wenn Sie ihn wählen.


    Haben Sie gemerkt, was in dieser Beschreibung fehlt? Jeder Hinweis auf die Kompetenz des Kandidaten, auf sein Können, auf seine Eignung für dieses Mandat. Sie wählen folglich die Katze im Sack. Sie wählen einen Parteifunktionär, der Ihnen von der Partei vorgesetzt und schmackhaft garniert wird. Was Ihnen als "unser Mann für Berlin" verkauft werden soll, ist ein Mensch, der es in anderen Bereichen nicht geschafft hat, zu Geld zu kommen. Die guten Leute spielen keine Aktentaschenträger für Parteifürsten, sondern verdienen gutes Geld in der Wirtschaft. Die innovativen, risikobereiten Leute gründen ein eigenes Unternehmen, anstatt zwanzig Jahre zu warten, bis ihnen die Partei die Lizenz zum Denken erteilt.


    Sie bekommen jemanden, der mit der Mentalität eines Dienstboten auf einen kleinen Thron gelangt. Unser heutiger Dienstwagen-Adel hat mit dem wirklichen Adel höchstens jene Dekadenz gemeinsam, die in gewissen Filmen immer dargestellt wird. Kein Politiker weiß, wie lange er Amt und Mandat behält, folglich lebt er im Heute. Der ehemalige Landesfürst konnte es sich erlauben, bis zu seinem zehnjährigen Regierungsjubiläum mit einer großen Feier zu warten, der Demokrat will lieber schon heute feiern. Der Landesfürst plante auf Generationen voraus, der Demokrat bis zum Ende der Legislaturperiode.


    Der Demokrat hat eine Wahlperiode sicher, seine Wiederwahl ist offen. Er muß in dieser Wahlperiode alles tun, um seinen Sponsoren seine Nützlichkeit zu beweisen, seiner Familie die Segnungen seines Mandats zukommen zu lassen, seine Wiederwahl zu sichern und sich ein Denkmal zu setzen. Da werden vier Jahre sehr kurz... Der Demokrat regiert nicht zum Wohle des Landes, sondern für seine eigenen Interessen. Nicht die besten des Volkes gehen in die Parteien, sondern Karrieristen. Das steht natürlich nicht im Lehrbuch.


    Der Demokrat als der seinen Wählern unbekannte Parteifunktionär tut alles, damit seine Machenschaften zum Eigennutz nicht publik werden. Was hingegen allen bekannt werden soll, sind ihre "guten Taten". Weil nun aber ein Demokrat nicht entscheiden kann, was als gut angesehen wird und was nicht, schiebt er diese Entscheidung möglichst lange hinaus. Für eine Zigarettenschachtel zusammengefaßt, steht als oberster Ratschlag: "Entscheidungen gefährden Ihren Dienstwagen".


    Vor ein paar Tagen fand die "Katastrophe" bei der "Love Parade" statt. Ein solches Punktereignis mit 20 Toten und 500 Verletzten Katastrophe zu nennen, zeigt nur, in welch ruhiger und sicherer Zeit wir noch leben, in der die qualitätsfreien Medien nicht mehr wissen, was eine wirkliche Katastrophe ist. Die letzten Genehmigungen haben die Demokraten in Duisburg erst am Vorabend des Unglücks unterschrieben. Aus Prestige-Gründen wurden alle Warnungen durch Fachleute ignoriert, die Stadtführung wollte feiern und sich ein Denkmal für die Geschichtsbücher setzen. Jeder Vollidiot hätte es besser wissen müssen - das stammt nicht von mir, das steht so in meinem lokalen Käseblättchen als Überschrift.


    Jetzt, wo dank der Regierung der Unfähigkeiten das Unglück passiert ist, spielen die Demokraten Schwarzer Peter. Der war's! Ich nicht! Ja, das kennen wir aus dem Kindergarten und es wirft ein bezeichnendes Licht auf die geistige Reife der involvierten Herren. Der Oberbürgermeister soll außerdem etwas gesagt haben, was ich die "Duisburg-Rochade" nennen möchte: "Wenn ich die Verantwortung übernähme und zurücktrete, würde ich mich damit aus der Verantwortung stehlen, anstatt mich meiner Verantwortung zu stellen." (sinngemäßes Zitat).


    Duisburg ist überall, wo anonyme Demokraten regieren. Die zu kurz Gekommenen protzen auf Kosten der Steuerzahler. An diesem Wochenende gab es noch ein anderes Ereignis, den Promi-Auftrieb zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth. Ich habe mich gefragt, wieso die Demokraten da so gerne hingehen, daß nur die fehlenden braunen Uniformen anzeigen, daß wir nicht mehr 1939 haben. Ich habe die Antwort heute gefunden - und ja, mein Käseblättchen hat dabei geholfen, mit einem Bericht über die Premiere des Lohengrin.


    Die Geschichte in Kurzform: Da wird eine Frau beschuldigt, die Entscheidung soll in einem Gottesurteil fallen, ihr Ritter und Retter kommt auf einem von einem Schwan gezogenen Boot daher und siegt in ihrem Namen. Unter der Bedingung, daß sie nie nach dem Namen und der Herkunft des Gatten fragt, wird geheiratet. Als die Frau dann eben doch fragt, erfährt sie zwar, daß Lohengrin edelster Herkunft und ein Ritter der Gralsburg ist, aber jetzt muß er zurück.


    Bei der Premiere standen die Chorsänger in Rattenverkleidung herum und das Stück spielte in einem Versuchslabor. Der Schwan war eine Art gerupftes Brathähnchen, die Schauspieler allesamt neuzeitlich als Wissenschaftler verkleidet. Na? Alles klar?


    Die bösen Nationalsozialisten haben Bayreuth besucht, weil dort die germanische Kultur in den Wagner-Opern verherrlicht wurde. Damals durften Ritter noch als Ritter auftreten und ein Regisseur, der ein Brathähnchen als Schwan auf die Bühne bringt, wäre noch am gleichen Abend in eine Psychiatrie eingeliefert worden. Die heutigen Demokraten gehen nach Bayreuth, um sich zu vergewissern, daß die germanische Kultur ordentlich pervertiert wird. Nie sollst du nach Deutschland fragen...


    Die Demokratie in einer vernünftigen Form mag irgendwo funktionieren, in der BRD wurde sie ebenso pervertiert, wie die Opern von Richard Wagner. Aus dem Dienst am Staat ist der Dienst an der eigenen Karriere geworden, entscheidungsscheu und jegliche Verantwortung ablehnend. Die Kanzlerin ist die ideale Repräsentantin dieser mißratenen Demokratie, die führende Egozentrikerin, der alles egal ist, solange sie an der Macht bleibt und ein Flugzeug bereit steht.


    Wir haben zugelassen, daß die Demokraten anonym sind, uns vorgesetzt werden und sich hinter der Partei verstecken können. Wir haben zugelassen, daß Demokrat zu sein zum Beruf wurde, zur finalen Karriereoption, wenn jemand bei allen anderen Versuchen gescheitert ist. Wir haben zugelassen, daß sich die Demokraten umfangreich absichern, schamlos in die eigenen Taschen wirtschaften und sich bei erwiesener Unfähigkeit aus der Verantwortung stehlen können. Wir haben zugelassen, daß kein Demokrat vor seinem angeblichen Souverän, dem Volk, Rechenschaft ablegen muß. Nicht in Form eines "Ich bin schuld", das keine Folgen hat, sondern in Form von richtigen Strafen, an Vermögen und im Gefängnis, bis zur gesetzlichen Höchststrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Wir haben zugelassen, daß sich Parlamentarier die Privilegien des Adels zulegen, bis hin zur rechtlichen Immunität, obwohl die Gründe für diese Privilegien und die Immunität längst weggefallen sind.


    In einer richtigen Demokratie stehen die Herrschaften da oben unter der Kontrolle des Volkes, sie können jederzeit davongejagt oder bestraft werden. Sie beherrschen das Volk nicht, sie dienen diesem Volk. Nicht die Rechte, sondern die Pflichten müssen bei den Politikern im Vordergrund stehen. Wer unfähig ist, gehört von seinem Posten entfernt, nach dem Willen des Volkes und wenn es sein muß, entgegen dem Willen der Partei.


    Die Demokraten müssen Angst haben vor der Kontrolle durch das Volk. Dann brauchen sie keine Angst zu haben vor den Waffen im Volk, denn wozu Bajonette benutzen, wenn Stimmzettel ausreichen?


    Quelle: Michael Winkler

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Zitat

    Jeder Hinweis auf die Kompetenz des Kandidaten, auf sein Können, auf seine Eignung für dieses Mandat. Sie wählen folglich die Katze im Sack


    Mir gefallen die Artikel von Herrn Winkler immer sehr gut, aber sie zeigen mir auch immer diese Hoffnungslosigkeit, dass es jemals bergauf gehen könnte, oder es sich überhaupt zu kämpfen lohnt. Klar kämpfen lohnt sich immer, aber es ist auch schade, dass diese Artikel so wenig Interesse finden oder auch unabhängige vielleicht sogar "politisch inkorrekte" Nachrichten. Unsere Zukunft geht doch Jeden was an und zurzeit sieht es nicht gerade rosig aus...


    Naja ich persönlich war selber noch nie wählen, vielleicht auch nicht ganz richtig, aber bestimmte Parteien würde ich auch nur aus Protest wählen. Gerade wenn man sich mal so in Hamburg umschaut, dann sieht man doch was sich für ein geistiger Müll auf den Straßen aufhält, selbst die vermeintlichen "deutschen" verhalten und reden schon wie viele unserer Kulturbereicherer, aber mittlerweile ist es ja auch cool, dumm zu sein. Armes Deutschland!