Streitkultur tut Not: Sind wir nicht alle ein bißchen Nazi?

  • [img='http://www.bilder-hochladen.net/files/ey5e-2a.jpg','left'] In Frankfurt am Main gibt es einen evangelischen Pfarrer, Hans Christoph Stoodt sein Name, der nicht so sehr als ehrfürchtiger Diener Gottes auffällt, dafür umso mehr als linksextremer Antifa-Akteur mit inquisitorischem Antrieb. Stoodt führt eine Antifa-Bande an, die sich „Anti-Nazi-Koordination“ nennt. Wenn in der hessischen Provinz mal ein NPD-Treffen stattfindet oder ein paar Dutzend „Kameraden“ irgendwo auflaufen wollen, ist es so sicher wie das „Alerta“ in seiner Kirche, daß er, zusammen mit ein paar gelangweilten Wohlstandskids, heldenhaft dagegenhält! Zur Beruhigung: Von seinem Pfarramt wurde Stoodt schon vor einigen Jahren suspendiert. Dafür hat er, der in der nobelsten Gegend Frankfurts wohnt, umso mehr Zeit, seine persönlichen Kreuzzüge gegen das absolut Böse zu führen, verkörpert durch die „Nazis“.


    Skurrile Blüten


    Und da der Rassismus ja bis in die bürgerliche Mitte reicht, dies aber natürlich keiner sehen will, muß nun auch die Internetplattform Politically Incorrect (PI) dran glauben. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln wegen Beleidigung. PI wurde 2004 von dem Sportlehrer Stefan Herre gegründet und profiliert sich seitdem weniger als elitäres Flaggschiff scharfer Vordenker, denn vielmehr als Kreuzer für die erzürnte Masse, die ihrem Ärger nicht nur in den Kommentarspalten Luft macht. Das kann zeitweilig ganz aufmunternd sein, sorgt aber nicht selten auch für skurrile Blüten. Da paßt ein Stoodt wie die Faust aufs Auge.


    Stoodt hat schon mehrere Gerichtsverfahren gegen politisch Andersdenkende hinter sich. Doch dieser Fall ist besonders bizarr, denn beide Parteien wähnen sich im Kampf gegen den leibhaftigen „Nazi“! Mitte April fing es an, als Stoodt auf seiner Seite auf einen Vortrag pro-israelischer Vereine in Frankfurt aufmerksam machte. Sein Problem: Die islamkritische „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) bewarb die Veranstaltung.


    [imgr]http://www.bilder-hochladen.net/files/ey5e-2b.jpg[/imgr] Muster der geistigen Denunziation


    Die Initiatoren, zu denen zweifelsohne BPE-Sympathisanten gehören, sagten aus Angst vor linksextremen Schlägertrupps die Veranstaltung ab, und sorgten auf PI für eine Retourkutsche, die es in sich hatte: Dort war vom „Nazipfarrer“ die Rede, der zum „Kreuzzug gegen jüdische Bürger und ihre Freunde“ bliese und sich „antisemitischer Hetze“ bediente. Stoodt ging daraufhin zur Polizei – in solchen Fällen nehmen Antifas eben doch gerne den Rechtsstaat für sich in Anspruch. Die BPE trat noch einmal nach und veröffentlichte einen interessanten Hintergrundbericht über den ehemaligen Pfarrer und heutigen Berufsschullehrer.


    Auch diesmal begibt man sich freiwillig in die Defensive, berichtet einerseits über eine „rassistische Vergangenheit“ des Pfarrers und übernimmt andererseits dieselben Muster der geistigen Denunziation, die mich an Linken und Linksextremen wie Stoodt so anwidern. Das Blatt soll gewendet werden, indem man die „Rassismus“- und „Faschismus“-Keulen gegen linke Gutmenschen selber schwingt.


    Vorauseilende Kapitulation


    Daß man bei der eigenen Reinwaschung, die mit ständigen Bekenntnissen zu Israel (man ist ja nicht antisemitisch!) und zum Grundgesetz einhergehen, selbst zum menschenrechtsbewegten Gutmenschen avanciert, wird im Eifer vergessen. Sollen sie Stoodt meinetwegen als irre und politisch inakzeptabel bezeichnen; aber doch bitte nicht, weil er angeblich ein „Rassist“ ist. Vor allem das wachsende islamkritische Milieu um PI, BPE und Pro NRW scheint geistig noch nicht allzu gefestigt zu sein; sie drohen, genauso moralisch-verklemmt zu werden wie die politische Klasse und ihre „zivilgesellschaftlichen“ und „antifaschistischen“ Vorarbeiter.


    Die Flucht auf sicheres Terrain, indem man sich in Grundgesetz-, Menschenrechts- und Demokratie-Ekstasen steigert und plötzlich ebenso überall den „Nazi“ wittert, bedeutet zwangsläufig die vorauseilende Kapitulation vor der linken Deutungshoheit. Wir haben die besseren Argumente, die Fakten stehen auf unserer Seite: Schluß mit diesem „modernen Puritanismus“ (Martin Lichtmesz), hin zu einer echten Streitkultur!


    Quelle: Junge Freiheit, Carlo Clemens

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Zitat


    Daß man bei der eigenen Reinwaschung, die mit ständigen Bekenntnissen zu Israel (man ist ja nicht antisemitisch!) und zum Grundgesetz einhergehen, selbst zum menschenrechtsbewegten Gutmenschen avanciert, wird im Eifer vergessen. Sollen sie Stoodt meinetwegen als irre und politisch inakzeptabel bezeichnen; aber doch bitte nicht, weil er angeblich ein „Rassist“ ist. Vor allem das wachsende islamkritische Milieu um PI, BPE und Pro NRW scheint geistig noch nicht allzu gefestigt zu sein; sie drohen, genauso moralisch-verklemmt zu werden wie die politische Klasse und ihre „zivilgesellschaftlichen“ und „antifaschistischen“ Vorarbeiter.


    Die Flucht auf sicheres Terrain, indem man sich in Grundgesetz-, Menschenrechts- und Demokratie-Ekstasen steigert und plötzlich ebenso überall den „Nazi“ wittert, bedeutet zwangsläufig die vorauseilende Kapitulation vor der linken Deutungshoheit. Wir haben die besseren Argumente, die Fakten stehen auf unserer Seite: Schluß mit diesem „modernen Puritanismus“ (Martin Lichtmesz), hin zu einer echten Streitkultur!


    Das ist die Quintessenz des Artikels und sollte allen "Rechtskonservativen" mal zu denken geben!

    "Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluß von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen."


    Friedrich Engels (1820 - 1895)