Chaos & Drama: Wenn Punker alles richtig machen...

  • [img='http://www.bilder-hochladen.net/files/ey5e-10.jpg','left'] "Hitlergruß", Schlägerei, schwerer Verkehrsunfall und Beleidigung von Polizeibeamten. Das ist die Bilanz eines einzigen Einsatzes, der die Miltenberger Polizei am Freitagabend stundenlang beschäftigte. Alle Täter wurden noch vor Ort ermittelt. Gegen die Personen werden Strafanzeigen wegen verschiedener Delikte vorgelegt. Bereits am frühen Freitagabend hatte die Polizei sich wieder einmal mit den selbsternannten autonomen Jugendlichen in Miltenberg auseinandersetzen müssen. Ihren Start in den Mai begannen die Punker bereits mit erheblichem Alkoholgenuss und einem Sit-In am Miltenberger Bahnhof. Weil mehrere Beschwerden über das Verhalten der Jugendlichen bei der Polizei eingingen, musste die Streife bereits tätig werden.


    [imgr]http://www.bilder-hochladen.net/files/ey5e-11.jpg[/imgr] Da die Gruppe nach längeren Gesprächen mit der Polizei uneinsichtig war, mussten zu diesem Zeitpunkt bereits Platzverweise erteilt werden. Die Gruppe zog im Verlauf des Abends in eine Gaststätte in Miltenberg in die Mainzer Straße, um dort eine Musikveranstaltung zu besuchen. Einer der Punks geriet mit Mitgliedern der Outlaws in Streit, da er diese absichtlich provozierte. Daraufhin kam es auf der Straße zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Dabei wurde der 18-jährige Jugendliche verletzt. Aus Wut über die erlittene Schmach ließ er seinen Frust an mehreren geparkten Pkws aus. Bei einem Fahrzeug zerkratzte er die Motorhaube, bei einem anderen schlug er eine Scheibe ein. Hierbei verletzte er sich schwer und musste, da er eine ärztliche Behandlung verweigerte, mit Polizeibegleitung ins Krankenhaus gebracht werden. Nach der ärztlichen Versorgung verfiel der alkoholisierte Jugendliche in Depression und äußerte Suizidgedanken, weshalb er in eine psychiatrische Klinik verlegt werden musste.


    Der Rest der autonomen Gruppe, die das polizeiliche Einschreiten mit allerlei "Mätzchen" behinderten, hielt sich weiterhin im Bereich der Gaststätte auf. Nachdem die Streife aus dem Krankenhaus in die Mainzer Straße zurückkehrte, wurden sie von einem 34-Jährigen mit einem Hitler-Gruß empfangen. Bevor die Streife hier einschreiten konnte, rannten zwei der Autonomen unbedacht über die Fahrbahn. Einer der dunkelgekleideten Punker sprang direkt vor den herannahenden Pkw einer 19-jährigen Frau. Trotz einer Vollbremsung konnte die Fahrerin einen Aufprall mit dem Fußgänger nicht mehr vermeiden. Dieser wurde über die Motorhaube und die Windschutzscheibe des Pkws geschleudert und hierbei schwer verletzt. Er musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus Erlenbach gebracht werden. Aufgrund der Schwere des Unfalls wurde zur Klärung des Verkehrsunfalls ein Kfz-Sachverständiger hinzugezogen. Zudem musste die Unfallörtlichkeit durch die Feuerwehr Miltenberg ausgeleuchtet werden.


    Während der Unfallaufnahme mischten sich bis zu 100 Schaulustige unter die autonomen Jugendlichen, welche wiederum die Arbeit der Polizei behinderten. Zwei Polizeibeamte wurden von einer amtsbekannten 33-jährigen Alt-Punkerin und einem 34-jährigen Mann massiv beleidigt. Wie sich später herausstellte, zählt die Unfallfahrerin ebenfalls zur Miltenberger Autonomen Gruppe. Als die Arbeit der Polizei weit nach Mitternacht beendet war, mussten die Beamten wieder einmal Anzeigen gegen alle Beteiligten vorlegen.


    Quelle: Polizei Bayern

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

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