'Erlebnisorientierte Jugendliche', oder: Wie linke Gewalt bagatellisiert wird.

  • [img='http://www.bilder-hochladen.net/files/ey5e-o.jpg','left'] Berlins linkes Establishment reibt sich zufrieden die Hände. Das „Konzept der ausgestreckten Hand“ trägt Früchte. Im Klartext heisst das, der linke Mob kann weitgehend schalten und walten wie er will und ganze Strassenzüge ungestört in rechtsfreie Räume verwandeln. DER SPIEGEL leistet propagandistische Schützenhilfe, wenn er die Protagonisten als unpolitische Vandalen bzw. als „linksgerichtete Jugendliche“ verklärt, die doch nur ein bisschen Spass haben wollen, angesichts der rauhen kapitalistischen Verhältnisse im Land. Eins muss man den linken Radaubrüdern auf der Strasse und den salonbolschewistischen Schreibtischtätern in den Redaktionen jedoch anerkennend attestieren: Bei ihnen zählt die Ganovenehre noch etwas! Die Strategie lautet: 1. Belastet euch nicht gegenseitig, 2. Erwähnt multikulturelle Aspekte der Randale nur verklausuliert und in Nebensätzen, 3. Die Gefahr ist keine Gefahr, sondern lediglich folkloristische Tradition und so berichtet SpOn vom Abenteuerspielplatz auch entsprechend gefällig, wenn es heisst:


    [imgr]http://www.bilder-hochladen.net/files/ey5e-m.jpg[/imgr] Diesmal heißt es am frühen Sonntagmorgen aus der Pressestelle der Polizei: „Das war ein relativ friedlicher 1. Mai.“ Für Nicht-Berliner: die übliche Randale eben. (...) Und trotzdem stellt sich mancher an diesem Abend die Frage, die ein junger Mann seinem Kumpel am Kottbusser Tor zurief: „Was war noch mal der Sinn des 1. Mai?“ Linke Inhalte werden bei der Demonstration am Tag der Arbeit kaum noch transportiert, abgesehen von den üblichen antikapitalistischen Floskeln. Und die Krawallmacher, die für den Großteil der Angriffe verantwortlich sind, scheinen mehr Lust auf Gewalt als auf politische Auseinandersetzung zu haben. In Kreuzberg machen zunehmend Jugendliche aus Problemvierteln einfach so bei der Randale mit, aus Lust auf Action.


    Das gilt auch für Hamburg, wo an diesem 1. Mai in Hamburg ebenfalls eine traditionelle antikapitalistische Demonstration stattfand – mit anschließend ebenfalls traditionellen Randalen im Schanzenviertel. Der Abend der Arbeit beginnt hier mit einem Wackersteinangriff um kurz nach 21.30 Uhr. Mittels Wurfgeschossen aller Art wird die Sparkasse an der Ecke „entglast“, wie man in der Szene sagt. Auch die Deutsche Bank schräg gegenüber verwüsten die jungen Männer in Schwarz, deren Begründung dafür etwas schlicht ausfällt: „Ey, Alter, ich hab einfach Bock auf Randale“, sagt einer, der keine 20 ist.


    [img='http://www.bilder-hochladen.net/files/ey5e-n.jpg','left'] Auch in Hamburg sucht man an diesem langen Abend vergeblich nach politischen Parolen, Slogans, Bannern, Fahnen oder Sprüchen. Der Schwarze Block schreit höchstens einmal: „Geht nach Hause, Bullen!“ Junge Krawallkinder aus Problemstadtteilen, zahlenmäßig mindestens ebenso stark wie die Autonomen, brüllen überwiegend Unverschämtheiten, in denen die Mütter der Polizisten eine entscheidende Rolle spielen.


    Im Vergleich dazu klingt Pipi Langstrumpfs Erlebniskosmos auf Takatukaland wie knallhart ausgeklügelte Militäroperationen im Feindesgebiet. Also alles „total easy“, oder?! Wählen Sie auch beim nächsten Mal wieder rot-rotz-grün, wenn es heisst: "... Rechtsextrem motivierte Gewalt prägt das Straßenbild so stark, dass Menschen nichtdeutscher Abstammung, Ausländer und Ausländerinnen, sich als links oder alternativ verstehende Jugendliche und andere von Rechtsextremen als 'fremd' und 'feindlich' bezeichnete Menschen wie Schwule, Juden, Behinderte, Demokraten, Gewerkschaftler sich aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen nicht mehr auf die Straße ... wagen können".


    Quelle: RockNORD Recherche, Spiegel Online

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

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  • Es entspricht aber der Tatsache, daß der Großteil - in Berlin - am Abend des 1. Mai aus "erlebnisorientierten" Jugendlichen/jungen Erwachsenen besteht. Die Politik machen ein paar wenige Kasper für sich und keinen interessiert es wirklich. Das alles, so lange Drogen, Alkohol und Party zur Genüge vorhanden sind.

    "Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluß von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen."


    Friedrich Engels (1820 - 1895)