Wegen Morddrohungen: TV-Sozialermittlerin tritt ab.

  • Die Sozialermittlerin Helena Fürst, Protagonistin der TV-Serie "Gnadenlos gerecht", hat Angst. Mehrere Monate nachdem am 19. November eine letzte Folge der Sat1-Doku-Soap "Gnadenlos gerecht" über den Bildschirm flimmerte, hat sich die weibliche Protagonistin der Sendung zu Wort gemeldet – und schwere Vorwürfe erhoben. "Hätte ich nur geahnt, was dabei herauskommt – dass ich mich in Lebensgefahr bringe – hätte ich diese Stelle nie angetreten”, sagt Fürst der Frankfurter Rundschau. Die "Sozialermittler" hatten sich auch mit dem Sozialbetrug von Ausländern befasst.


    Die Zeitung berichtet:


    • Mehrere Monate nachdem am 19. November ein letztes Best Of der Sat1 Doku-Soap "Gnadenlos gerecht" über den Bildschirm flimmerte, ist die Diskussion über die Sendung neu entflammt.
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    • Erst vor wenigen Tagen haben die Grünen im Kreis Offenbach Aufklärung über die Folgen des TV-Formats gefordert, bei der ein Fernsehteam Sozialermittler des Kreises begleitete. Schließlich kursierten durch das Kreishaus Gerüchte über Geldzahlungen an Informanten und Morddrohungen gegen die beim Kreis angestellte Ermittlerin Helena Fürst.
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    • "Gnadenlos gerecht", links Helena Fürst.
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    • Nun hat sich die weibliche Protagonistin der Sendung zu Wort gemeldet – und schwere Vorwürfe gegen den Kreis erhoben. "Hätte ich nur geahnt, was dabei herauskommt – dass ich mich in Lebensgefahr bringe – hätte ich diese Stelle nie angetreten", sagt Fürst der Frankfurter Rundschau.
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    • Wegen ernstzunehmender Morddrohungen von Betroffenen sei sie bereits im Oktober nach Berlin umgezogen, dort regelrecht untergetaucht. "Ich konnte mich nicht weiter im Kreis aufhalten." Die "andauernde Bedrohungslage", die sich mit der Sendung noch verstärkt habe, habe sie zudem krank gemacht. Ihr sei ärztlich attestiert, dass sie arbeitsunfähig ist. Bereits seit September sei sie nicht mehr im Dienst.
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    • "Ich habe immer wieder auf die Bedrohungslage hingewiesen", sagt die 35-Jährige, die seit 2005 als Sozialermittlerin arbeitet. Sie fühle sich von ihrem Arbeitgeber, dem Kreis Offenbach, im Stich gelassen. Ins Fernsehen habe es sie schließlich nie gedrängt. "Ich wollte eigentlich nicht in die Öffentlichkeit", sagt Fürst. In der Öffentlichkeit zu stehen, sei mit ihrer Funktion schließlich schlecht vereinbar.
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    • Sie klagt zudem über jahrelanges Mobbing und Bossing – Mobbing von oben. "Diesem Druck habe ich nicht mehr standgehalten." Genauer wolle sie sich aus dienstrechtlichen Gründen nicht äußern. Sie erwäge, wenn sie keine gütliche Vereinbarung mit dem Kreis erzielen kann, gegen diesen zu klagen.
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    • Landrat Peter Walter (CDU) ist zu keiner Stellungnahme zu den Vorwürfen bereit. Er bestätigt weder noch dementiert er, dass Helena Fürst seit September arbeitsunfähig ist. Auch zu den Morddrohungen, Mobbing- und Bossing-Vorwürfen äußert er sich nicht. Kreissprecherin Ursula Luh teilt lediglich mit, es handele sich um ein anwaltliches Verfahren. Daher werde keine Auskunft gegeben.
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    • Die Grünen haben einen Antrag für die Kreistagssitzung eingereicht, in dem sie vom Kreisausschuss Aufklärung verlangen. Sie wollen etwa wissen, welche Maßnahmen dieser im Sinne seiner Fürsorgepflicht als Dienstherr ergriffen hat.[/*]


    Morddrohungen konnte man bereits während der Sendungen mitanhören. So zum Beispiel als die Sozialermittlerin eine betrügerische türkische Familie aufsuchte, die trotz des kollektiven Bezugs von Hartz IV eine gut gehende Schneiderei betreiben:




    Quelle: Deutschlandpolitik

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Dieser Staat hat es einfach nur verdient, verarscht zu werden. Und die vielen Bereicherer können das besonders gut. Das muß jedem arbeitenden Deutschen klar sein, daß er nicht nur arbeitsfaule Deutsche, sondern viele Gestalten unterstützt, die hier wirklich nichts verloren haben.
    Wer auf Steuerkarte arbeitet ist der Dumme.

  • Was da mein "Steuerberater" für Geschichten erzählt hat.. er war 35 Jahre im Finanzamt tätig, und solange die Bereicherer Geld vom Staat bekommen haben war alles in Ordnung, aber wehe jemand musste was zurückzahlen, da kam eine Morddrohung nach der anderen. Das ging dann soweit das der arme Kerl mit der Polizei nach Hause gefahren werden musste bzw wieder zur Arbeit hingefahren wurde. Sein Fehler war, er hat sich nicht einschüchtern lassen ;)

    Die Kontrolle der Medien ist die Kontrolle des Geistes
    Cabal


    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke
    George Orwell


    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart
    Curt Goetz

  • Nein, zum Glück nicht, aber er hatte aber ganz schöne Repressalien (Telefonterror, Auto abgefackelt, mit Waffen bedroht worden usw) zu erdulden. Er nimmt jetzt auch kaum noch Türken als Kunden an, da er (bereits in Pension) als Dipl. Finanzwirt u.Selbständiger Buchhalter arbeitet.

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    Curt Goetz

  • Ich habe die Sendungen damals auch gesehen und war doch sehr verwundert... oi oi oi dachte ich, ob das mal nicht Ärger gibt, wenn die Maschen der Kulturbereicherer offen gelegt werden.

  • Das Gleiche bei der GEZ. Ich glaube kaum, daß dort diese sogenannten Fahnder bei unseren Bereicherern so hartnäckig wie bei uns sind.
    Aber da hilft auch ne stinkbesoffene Kante halbnackt im Hausflur, wenn der GEZ-Mann klingelt.