Roland Wuttke: Das Dilemma der deutsche Rechten.

  • In der aktuelle Ausgabe von "Volk in Bewegung" führt der bekannte Nationalist Roland Wuttke klar und deutlich das Dilemma der deutschen Rechten auf. Hier exklusiv der komplette Artikel: Trotz vorgeschobener Argumente sollte klar gesehen werden: Die gegenwärtige Auseinandersetzung in der NPD ist eine Richtungsentscheidung. Es ist eine Entscheidung darüber, ob die Partei der Mythos des nationalen Widerstandes bleibt, oder den Weg der Anpassung an den Parlamentarismus der BRD geht. Ist letzteres der Fall, wird ihr das Schicksal der Republikaner, die Absorbierung im pseudodemokratischen System, nicht erspart bleiben. Die Auseinandersetzung, die im vorgeschobenen Bundesparteitag im Frühjahr 2009 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen wird, kennzeichnet das Dilemma der Deutschen Rechten.


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    Im Grunde ist es der alte Gegensatz zwischen Bürgerlichkeit und Radikalität, der sich da wieder auftut. Ein schleichend süßes Gift hat sich, ausgehend von den weichen und warmen Sesseln der Parlamente, ausgebreitet. Die Schaubühne des kapitalistischen Spieles von der großen Demokratie hat es manchem Abgeordneten und parlamentarischen Mitarbeiter angetan. Lassen wir einen Mann zu Wort kommen, der das Bürgertum durchschaut hat:


    • "Das Bürgertum wurde instinktlos und beging den Fehler, Charakterlosigkeit mit Lebensklugheit zu verwechseln. Es suchte den Erfolg des Tages und endete zwangsläufig in Bestechlichkeit aller Art. Daran mußte es scheitern. In der entscheidenden Stunde hat es spüren müssen, daß weder Bildung noch Besitz, weder Religion noch 'Moral' frei machen, sondern allein die aus Willen, Charakter und Erkenntnis geborene Tat! Aber gerade dieser Tat war das dekadente Bürgertum immer aus dem Weg gegangen."
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    • (Kurt Eggers, Die kriegerische Revolution, 1941)[/*]


    Die bürgerliche Rechte ist gescheitert!


    In "rechten" oder "konservativen" Gazetten ist vieles Richtige geschrieben worden. An Resolutionen fehlt es auch nicht. Alles liegt klar vor unseren Augen: Die Zerstörung der Familie, der Abschied von der Leistungs- und Opferbereitschaft, eine orientierungslose Jugend, die Verfestigung der Massenarbeitslosigkeit, Wachstumsterror und Umweltzerstörung, die Verdrängung der Deutschen in den Städten, die Unaufhaltsamkeit öffentlicher Verschuldung und privater Verarmung, der demographische Abgrund, der Ruin der Renten- und Pensionskassen, die Ausplünderung der Wirtschaft, die kommende Energiekrise, die Vergiftung unserer Nahrung, die Amerikanisierung der Sprache, der Niedergang der Kultur, die Deformation der Volksseele.


    Doch wo sind die Schlußfolgerungen? Welche Konsequenzen ziehen die Autoren, nachdem sie wiederholt die Zerstörungsmechanismen des liberalen Systems beschrieben haben? Glauben sie wirklich, daß die Lösung noch innerhalb des Systems zu suchen ist? Glauben sie, daß die Mächtigen sich von ihren wohlfeilen Argumenten überzeugen lassen und ihren Kurs ändern? Wo sind die Handlungsanweisungen, da es doch schon "fünf Minuten nach Zwölf" sei? "Bürger auf die Barrikaden", rufen die Professoren und Publizisten, um danach wieder an den inszenierten Gesprächsrunden mitzuwirken und bezahlte Kommentare abzuliefern.


    Die klassischen Konservativen haben versagt. Sie sind heute der Wurmfortsatz des Neoliberalismus transatlantischer Prägung. Der Versuch einer Reprise als "Konservative Revolution" ist in der konditionierten Belieferung interessierter Kreise mit einschlägigen Publikationen verebbt. Ihre Identität suchen sie in der Glorifizierung des Stauffenberg-Putschversuches als "Widerstand". Welcher Nachkomme der "Widerständler" hat denn jemals seine Stimme gegen die Zerstörung Deutschlands erhoben?


    Die Konservativen haben ihren politischen Gestaltungsanspruch aufgegeben. In der Stunde höchster Not debattieren sie über ausgefeilte Reformvorschläge für Wirtschaft und Bildung. Sie glauben immer noch, mit ihren Argumenten die Herrschenden überzeugen zu können.


    Die politische Führung der BRD ist in ihrem Denken und Handeln von einer Politik der Bestands- und Zukunftssicherung so meilenweit entfernt, daß alle Appelle einer Änderung nahezu lächerlich erscheinen und im Übrigen von den Herrschenden ebenso lächerlich behandelt werden. Die Vernichtungspolitik ist vorsätzlich und nur den wenigsten Beteuerungen herrschender Politiker können wir noch glauben, sie hätten das so nicht gesehen oder gewollt. Die wissen was sie tun! Die haben die Zahlen und Fakten näher vor Augen als der Normalbürger. Und wenn schon dieser die grundsätzliche Fehlentwicklung zu erkennen vermag, kann der Berufspolitiker nicht auf Unkenntnis plädieren. Er kann auch nicht behaupten an dieser oder jener Entscheidung nicht beteiligt gewesen zu sein, da die Politik der Abwicklung Deutschlands seit Jahrzehnten parteiübergreifend von allen Bundestagsparteien betrieben wird.


    Das eklatante Versagen der politischen Klasse ist weder Irrtum noch Schwäche, sondern Absicht, allenfalls Feigheit und Anpassungssucht. Bei den Herrschenden besteht stilles Einverständnis über die Bevorzugung von Einwanderern und dem bewußt herbeigeführten demographischen Abwärtstrend der Deutschen. Wer unter den heutigen Erkenntnissen die Massenzuwanderung fortsetzt und gleichzeitig täglich 1000 Abtreibungen von volkszugehörigen Kindern zuläßt, begeht ein vorsätzliches Verbrechen am deutschen Volk. Dagegen besteht die heilige Pflicht zum Widerstand! Wer aber einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht mit den Fröschen verhandeln. Und wer in der heutigen Situation des Landes noch auf Parteipolitik und Abgrenzung setzt, betreibt das Geschäft der "Demokraten".


    Im patriotischen Lager besteht immer noch der weit verbreitete Irrtum, wonach das Regime eine "gemäßigte" oder "seriöse" Rechtspartei zulassen würde und diese die Grundfehler der Republik, sozusagen unter den Bedingungen des Systems, reparieren könnte. Das Beispiel der Republikaner mag diesen Irrtum veranschaulichen. Doch selbst ein "gemäßigter" Ansatz wird vom Regime als unzulässig deklariert, sofern er nur an den Lebenslügen der BRD kratzt. Jeder "angesehene" Politiker oder Geschäftsmann, der sich für eine derartige Rechtspartei engagiert, ist der Verfemung preisgegeben. Unter diesen Umständen kann eine Partei, die die Notwendigkeit des nationalen Widerstandes erkannt hat, nur das Schicksal der heutigen NPD ereilen. Diese wird ja nicht deshalb bekämpft weil sie "rechts" ist, sondern weil sie die Dogmen der Besatzer in Zweifel zieht. Sie wird deshalb bekämpft, weil sie das völkische Prinzip vertritt, die Idee der Volksgemeinschaft für erstrebenswert hält und die Alleinkriegsschuld Deutschland bestreitet. Das alles ist im plutokratischen Anti-Hitler-Staat nicht zulässig. Weil im Hitler-Staat die Losung "Alles für Deutschland" galt, gilt im Anti-Hitler-Staat "Alles fürs Ausland". Weil im Hitler-Staat der Deutsche im Mittelpunkt stand, liebt der Anti-Hitler-Staat den Fremden mehr als den Eigenen. Weil es im Hitler-Staat hieß "Gemeinnutz geht vor Eigennutz", gelten im Anti-Hitler-Staat Egoismus, Eigennutz und Korruption. Die Epigonen des Anti-Hitler-Staates glauben tatsächlich alles richtig zu machen, wenn sie das Gegenteil von Hitler tun.


    Falscher BRD-Patriotismus


    Das Dilemma vieler "Rechter" ist ihre Orientierung am kapitalistischen Anti-Hitler-Staat BRD. Sie möchten sich irgendwie arrangieren und am vorgegebenen politischen Leben teilnehmen. Aber das "politische Leben" der BRD ist Spielwiese und Leimrute zugleich. Hier dürfen sich die "Demokraten" austoben, das Spiel von der "lebendigen Demokratie" spielen, und werden üppig dafür bezahlt. Wer jetzt den Spielregeln dieser Formaldemokratie auf den Leim geht, hat schon verloren. Parlamentarismus hat unter diesen Bedingungen nichts mit Volksherrschaft zu tun. In der kapitalistischen Demokratie ist der Abgeordnete schon gekauft und gleichgeschaltet, bevor er seinen Platz in den Parlamenten einnimmt. Wie weit das Parlament vom Volk entfernt ist, haben die Abstimmungen zur "EU-Verfassung" und zu den Ausländseinsätzen der Bundeswehr gezeigt.


    Der Parlamentarismus in der heute praktizierten Form hat eher die Aufgabe, das Volk von der Macht fern zu halten. Die parlamentarische Demokratie ist somit ein Rückschritt in der Entwicklung der Völker. Sie ist die Herrschaftsform des Geldes. Bereits Carl Schmitt (1889-1985) hat den Parlamentarismus als "unechte Fassade" bezeichnet, der sich geistesgeschichtlich überholt habe. Er sah das Parlament als Hort der Parteien- und Partikularinteressen. Parlamentarismus ist nichts anderes als der politische Arm des Kapitalismus.


    Die Konservativen waren bisher viel zu sehr auf diesen Parlamentarismus fixiert und haben darüber eine Diskussion von Alternativmodellen echter Mitbestimmung des Volkes an politischen Entscheidungen eher blockiert.


    Es scheint auch so, als ob viele "gemäßigte Rechte" ihre demokratische Legitimität durch ihre Abgrenzung zu "radikalen" Rechten unter Beweis stellen möchten. Da mokieren sie sich etwa über das unzureichende personelle Angebot und stoßen sich an dem zuweilen negativen Erscheinungsbild. Sie meinen, unter einem anderen Namen und mit unbefangeneren Personen könnte das Projekt erfolgreich werden.


    Aber glauben sie denn allen Ernstes, das Regime würde einer systemkritischen Partei ein positives Erscheinungsbild zuweisen? Das Ausmaß der politischen Verfolgung und Kriminalisierung hängt doch von der Größe des politischen Störfaktors ab. Eine "gemäßigte" Rechtspartei, die sich in Hinterzimmern sammelt und über eine Koalition mit der CDU spekuliert, ist als Störfaktor für das Regime vernachlässigbar.


    Welche andere Konsequenz aus ihrer Analyse der dramatischen Situation Deutschlands ziehen die "bürgerlichen Rechten" denn, als die tätige Mitwirkung am Aufbau des Nationalen Widerstandes? Und wenn sie selbst nicht tätig sein können oder wollen, weil sie um Ansehen und Existenz fürchten, dann haben sie kein Recht die Handelnden zu kritisieren, die den Kampf auf der Straße führen. Mögen sie auch ihren Ansprüchen nicht genügen und mögen manche der Protestierer Kinder ihrer Zeit sein. Aber selbst wenn diese Wenigen zuweilen wie "Hofnarren" dem Gelächter der "öffentlichen Meinung" ausgesetzt sind, so signalisieren sie doch ein Gedankengut, das viele Deutsche als richtig erkannt haben ohne dies im "telekratischen Regime" offen sagen zu können. Sie signalisieren der suchenden Jugend das Vorhandensein einer geistigen Alternative, eines Gegenentwurfes.


    Potential für nationale Politik


    Die nationale Opposition mit ihrem politischen Wollen keineswegs isoliert. Wenn die knapp 37 Prozent der Deutschen, die bei Umfragen die Rückführung von Ausländern angesichts konstant hoher Arbeitslosigkeit fordern, auch konsequent die Partei wählen würden, die dies vertritt, wäre die NPD wohl die stärkste Partei. Das ist doch gerade die Strategie des Regimes, das politische Wollen der nationalen Opposition zu verschweigen oder zu kriminalisieren.


    Ist aber der Staat, wie die BRD, nicht die Organisationsform des Volkes, sondern jene einer Fremdherrschaft, gibt es keinen Grund, diesem Staat gegenüber loyal zu sein. Dies hat nichts mit einer Loyalität gegenüber dem korrekten Beamtentum zu tun, das es sicherlich noch geben mag. Ja es ist geradezu grotesk, daß viele der treuesten und loyalsten Beamten, die das Rückgrat der frühen BRD bildeten und das Wirtschaftswunder ermöglichten, bis an ihr Lebensende überzeugte Nationalsozialisten blieben.


    Viele "Rechte" orientieren sich in ihrem Verhalten leider auch an den Prämissen des kapitalistischen Systems. Sie sind selbstsüchtig wo sie selbstlos sein sollten, disziplinlos wo Selbstzucht verlangt wäre, treulos wo Treue notwendig ist, feige wo Mut gefragt ist, angepaßt wo Solidarität gefordert wäre. Manche "Rechte" betreiben Politik als Geschäft. Ihre politische Tätigkeit ist auf die Prosperität ihrer Verlage und Organisationen zugeschnitten. Man erkenne sie an der Eigennützigkeit ihres Verhaltens, an ihrer Kooperationsunwilligkeit, an ihrem Mangel an Solidarität, an ihren Verdächtigungen und an ihrer Bereitschaft, die Kampagnen des Regimes zu benutzen, wenn es gegen lästige Konkurrenten geht.


    Viele "Rechte" erliegen dem Irrtum, von den Medien gut behandelt zu werden, gebärden sie sich nur recht demokratisch und angepaßt. Im kapitalistischen System sind die Medien aber nichts anderes als Herrschafts- und Kontrollinstanzen der Mächtigen. Sie geben die Themen vor, verhängen und überwachen Denkverbote und sorgen für die Anstachelung des Konsums. "Berichterstattung" im Schatten von Geschäft und Machterhalt. Die "Pressefreiheit" ist die Freiheit einer kleinen Gruppe reicher Verleger, ihre Sicht der Dinge verbreiten zu lassen.


    In diesem Koordinatensystem hat z.B. auch die einst verdienstvolle Junge Freiheit endlich ihre Zielgruppe erreicht. Konservative Unionswähler und gutbürgerliche JU-Mitglieder bilden offensichtlich einen stabilen Abonnenten-Stamm. Das Projekt trägt sich. Durch die pflichtgemäße Abkanzelung der "radikalen Rechten" und die Verklärung des Verrats um Stauffenberg als "Widerstand" ist die Junge Freiheit ideologisch im System angekommen. Dies dürfte auch der wahre Grund für ihren juristischen "Sieg" im Verfahren gegen Nordrhein-Westfalen gewesen sein. Das Goutieren kapitalistischer Mechanismen zahlt sich aus. Wer Einladungen zu Veranstaltungen des Systems als Bestätigung seiner politischen Arbeit betrachtet, will nicht begreifen worum es geht.


    Doch täusche sich niemand! Die Jugend hat ein gutes Gespür dafür, wer sich selbstlos für die nationale Sache einsetzt und wer damit nur seine Geschäfte betreibt. Insofern sind die "freien Nationalisten" - ungeachtet aller Defizite - die wertvollsten Elemente des nationalen Widerstands. Sie erkennen unausgesprochen, daß dieses Regime ihnen die Zukunftsperspektiven nimmt, ja die Lebensgrundlagen des gesamten Volkes vernichtet. Ihre berechtigte Wut ist kreatives Element und muß lediglich derart geformt werden, daß Gewalt als Mittel ausscheidet. Gewalt wäre wiederum genau das, was dieses System zur Pflege seiner Klischees benötigt und mit Hilfe eingeschleuster Agenten auch befördert. Die Verschärfung des §130 StGB im Mai 2005 zeigt ja schon, daß die bisherige Kriminalisierungsrate dem Regime nicht ausreicht. Parlamentarische Mitwirkung des nationalen Widerstandes darf daher das Ziel - die Zurückgewinnung der Volkssouveränität - nicht aus den Augen verlieren und muß in erster Linie dem Aufbau und der Festigung der außerparlamentarischen Opposition dienen!


    Quelle: NID Infoblog, Roland Wuttke

    „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“ Carl Theodor Körner Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon

  • Zitat:
    "Es ist eine Entscheidung darüber, ob die Partei der Mythos des nationalen Widerstandes bleibt"


    Ein Mythos? Die NPD soll ein Mythos sein? Selten so gelacht :superlol:


    Bis auf wenige Ausnahmen bleibt die NPD ein Kasperverein :jester:

  • Hampi,


    ganz schön große Sprüche. Sollte es Dir gelingen, die bestehenden Verhältnisse grundlegend zu ändern, sei es auf parlamentarischem oder außerparlamentarischem Wege, werde ich Dich als "Führer" anerkennen. ;-)
    Bis dahin aber bitte mit Überheblichkeiten zurückhalten, das erscheint mir nun nicht als nützlich.


    Daß der Weg über die Parlamente in einem fremdbeherrschten System aussichtslos erscheint, bestätigt ja auch der Werdegang der damaligen Alldeutschen Bewegung in Österreich. Alles in allem spricht mir Wuttke aus dem Herzen. Opportunismus ist der falsche Weg!