„Ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“: Wenn der Fahrgast statt der Fahrkarte das Messer zückt.

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    • „Ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“: Wenn der Fahrgast statt der Fahrkarte das Messer zückt.

      Die Gewalt in Zügen und an Bahnhöfen droht in diesem Jahr auf ein neues Rekordhoch zu steigen. In der Nacht meiden sogar Schaffner bestimmte Strecken. Die Gewerkschaft EVG fordert, Zugbegleiter mit Pfefferspray auszurüsten.

      An diese Fahrt im ICE nach Dortmund kann sich Dennis Bitzer noch ganz genau erinnern. Gerade machte der Zugchef in seinem Dienstabteil eine Pause, da geschah ein paar Wagen weiter etwas, das immer öfter in Zügen der Deutschen Bahn (DB) passiert. Ein Fahrgast ging auf einen anderen los. Nicht nur mit den Fäusten, sondern mit einem Messer. „Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt Bundespolizisten im Zug, die den Fahrgast überwältigen konnten“, sagt Bitzer.

      Doch der Fall hätte auch anders enden können, ist sich der Zugchef sicher. „Das war Zufall und nicht planmäßig, dass Beamte im Zug waren.“ Bitzer kann auch von anderen Momenten erzählen, als ein Fahrgast in einem Intercity auf der Fahrt nach Karlsruhe einem Kollegen Schläge androhte und meinte „Karate zu können“. Damals sei kein Polizist an Bord gewesen. Der Zug musste in Crailsheim stoppen. Erst 30 Minuten später sei die Bundespolizei eingetroffen, um den pöbelnden Fahrgast aus dem Zug zu holen.

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      „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.“

      Carl Theodor Körner

      Deutscher Dichter, gefallen 1813 im Alter von 21 Jahren im Freiheitskrieg gegen Napoleon